PGR Wahlen 2019

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Mi, 23. Jan 2019
Andrea Keber

Unser Bistum steht vor großen Herausforderungen: Mit dem „Pastoralen Weg“ soll im kommenden Jahr ein Prozess angestoßen werden, der die Pastoral in unserem Bistum inhaltlich und strukturell neu ausrichten soll.

In diese beginnende Umbruchsituation fallen im November 2019 die nächsten Wahlen zu den Pfarrgemeinderäten, die seit mehr als 50 Jahren pfarrgemeindliches Leben verantwortlich mitgestalten. Im Hinblick auf die nächsten Wahlen haben wir uns nun im Pfarrgemeinderat St. Franziskus von Assisi folgende Fragen gestellt:

  • Was sind die wesentlichen (inhaltlichen) Aufgaben des Pfarrgemeinderates? Was ist die Sendung/der Auftrag unserer Pfarrgemeinde und wie kann der Pfarrgemeinderat hier Verantwortung und Gestaltung mitübernehmen?
  • Wie ist eine echte und tragende Partizipation durch den Pfarrgemeinderat möglich?
  • Wie schaffen wir es, dass sich Menschen mit ihren Fähigkeiten und Charismen einbringen können – ohne gleich vereinnahmt zu werden?
  • Bildet ein Pfarrgemeinderat tatsächlich das Gemeindeleben ab?
  • Wie muss sich ein Pfarrgemeinderat in einer veränderten pastoralen Situation zusammensetzen?
  • Ist es sinnvoll, Menschen für eine Mitarbeit im Pfarrgemeinderat zu motivieren, nur damit die „Liste voll wird?“ Und die dann enttäuscht sind, weil sie nicht gewählt werden? Können wir uns das als Kirche tatsächlich (noch) leisten?

Was also tun? Welche Alternativen gibt es? Welche Veränderungen sind jetzt möglich und sinnvoll?

Seitens des Bischöflichen Ordinariates wurde signalisiert, dass es im Rahmen der nächsten Wahl Spielräume zum Ausprobieren und Experimentieren gibt und neue Wege gegangen werden können. Natürlich ist es uns allen wichtig, dass weiterhin gewährleistet ist, dass ein Pfarrgemeinderat das Votum der Gemeindemitglieder hat und nicht der Pfarrer/die Hauptberuflichen aussuchen, mit wem sie zusammenarbeiten möchten. Wir werden daher Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen (Gruppen, Kreise, Ortschaften, Wohnvierteln, Schulen, Vereine …) unserer Pfarrgemeinde ansprechen, begeistern und motivieren, Mitgestalter, Wegweiser, Visionär, … zu sein und unserer Pfarrgemeinde ein lebendiges Gesicht zu geben.

Und: Alle, die möchten, sind dabei und machen mit. Dies bedeutet, dass wir – unabhängig von „Statutenzahlen“ – eine Wahlliste erstellen, die den künftigen Pfarrgemeinderat abbildet. Die Gemeindemitglieder können dieser Liste im Wahlverfahren zustimmen oder sie natürlich auch ablehnen. Damit ist gewährleistet, dass – sofern die Wahl positiv ausfällt - der künftige Pfarrgemeinderat mit dem Votum der Gemeindemitglieder die nächsten Jahre mitgestalten kann.

Wir freuen uns auf den gemeinsamen, spannenden und zukunftsweisenden Weg, den wir in unserer Pfarrgemeinde, im Dekanat und im Bistum vor uns haben. Er wird Veränderungen mit sich bringen – aber in jeder Veränderung liegt eine große Chance. Wir sollten sie nutzen!