Kath. Pfarreien Herz-Jesu und St. Thomas Morus Obertshausen

Altäre

100 Jahre Herz-Jesu-Kirche Obertshausen

100 Jahre Herz-Jesu-Kirche Obertshausen

 Als die Herz-Jesu-Kirche im Jahr 1912 geweiht wurde, waren die Geldmittel so weit erschöpft, daß der Innenausbau teilweise provisorisch war. Es gab 4 Altäre, neben dem Hauptaltar zwei Seitenaltäre und den Altar in der Seitenkapelle über dem Grab Christi. Die Altäre waren wie auch die Kanzel sehr einfach gehalten. Die ursprünglichen Pläne beinhalteten stattdessen Hochaltäre mit Barock- und Jugendstil-Aufbauten. 1938 wurde der Hauptaltar (wie auch die Kanzel) durch einen neuen ersetzt, dem aber noch immer die Aufbauten fehlten. Nach der Liturgiereform wurde dem Hauptaltar ein provisorischer Voraltar zugestellt, damit die Messen nach der neuen Liturgie gefeiert werden konnten. 1996 erfolgte eine grundlegende Innenrenovierung der Kirche. Dabei bekamen die Altäre endlich die Hochaufbauten wie sie ursprünglich vorgesehen waren mit Gemälden von Frau Damaris Wurmdobler. In der Herz-Jesu-Kirche gibt es 5 Altäre.

 

Hauptaltar Herz-Jesu-Kirche Obertshausen

 

 

Hauptaltar und Zelebrationsaltar Herz Jesu Obertshausen

Hauptaltar und Zelebrationsaltar Herz Jesu Obertshausen

Nach Jahren des Provisoriums bekam der Hauptaltar von Herz Jesu seinen ursprünglich geplanten Aufbau, der von dem Künstlerehepaar Vitus und Damaris Wurmdobler vollendet wurde. Der Zelebrationsaltar, Ambo und Sedillien wurden vom Obertshausener Bildhauer Chritoph Schindler ebenfalls erneuert.  Der Altartisch ruht auf 12 Säulen, die die Stämme Israels und die Apostel thematisieren. Der Ambo zeigt eine Taube mit 4 Kehlen, die die vier Evangelisten darstellen, die von Hl. Geist beseelt die Evangelien schrieben.

Der Altar wird durch ein großes Bild beherrscht, das die Begegnung des Apostels Thomas mit dem auferstandenen Jesus zeigt. Eigentlich sollte hier ein Bild von Jesus mit dem Herzen Jesu sein. Die Künstlerin hatte aber eine etwas andere Vorstellung. Das Bild zeigt den Augenblick der Erkenntnis des Thomas, als er ausrief: "Mein Herr und mein Gott!" Das ist der Zeitpunkt, in dem das logische Weltbild des Verstandesmenschen Thomas zusammenbricht, und die wahre Erkenntnis bei ihm einbricht. Wenn man so will erschließt sich in diesem Moment bei Thomas die wahre Gestalt und das Innerste von Jesus, das Herz Jesu.

Thomas steht noch etwas in der blau-schwarzen Dunkelheit des Materiellen, erblickt aber Jesus in der Helle des Lichts, des Glaubens, erstrahlend in drei Feuerkreisen, die die Hl. Dreifaltigkeit darstellen. Beide Personen halten Blickkontakt mit ausgebreiteten Armen, Jesus um Thomas aufzunehmen, und Thomas, um sich an Jesus festzuhalten.

In dem Hl. Thomas sehe ich auch einen versteckten Hinweis auf die Tochtergemeinde St. Thomas Morus. Das Bild des ungläubigen Thomas als Ersatz für ein ursprünglich geplantes Bild vom Herz Jesu macht durchaus Sinn.

Johannes Lötz 

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Rechter Seitenaltar Herz-Jesu-Kirche Obertshausen

 

 

Rechter Seitenaltar von Herz Jesu Obertshausen

Rechter Seitenaltar von Herz Jesu Obertshausen

Dieser Seitenaltar zeigt die Aufnahme Mariens in den Himmel auch Maria Himmelfahrt genannt. Jede katholische Kirche hat einen Marienaltar, dieser dient in Herz Jesu als solcher. Nach der Überlieferung wurde das Grab Mariens geöffnet und man fand den Leichnam nicht mehr vor. Deshalb geht die Kirche von einer körperlichen Aufnahme Mariens in den Himmel aus, ein Dogma, welches von Papst Pius XII. 1950 verkündet wurde.

Maria hat in ihrem Herzen die Sonne, ein Bild für Gott, und unter den Füssen den Mond, ein Bild für die Menschen. Der umschliesst die Erde, die sich in einer dunklen Wolke befindet, welche die Schicksalhaftigkeit des Lebens darstellt. Maria steht in der Gloriole des Lichts und wird von Engeln zum Himmel befördert.

Johannes Lötz

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Linker Seitenaltar Herz-Jesu-Kirche Obertshausen

 

Linker Seitenaltar Herz Jesu Obertshausen

Linker Seitenaltar Herz Jesu Obertshausen

Dieser Altar thematisiert die Hl. Drei Könige. Epiphanie heißt Erscheinung des Herrn, das Fest ist der 6. Januar, der auch Drei Königstag ist. Jesus betritt mit der Erscheinung die Bühne dieser Welt, die durch die drei Könige vertreten ist. Es waren Weise aus dem Morgenland (dem Osten), die dem Stern folgend nach Bethlehem kamen, um dem neuen König zu huldigen. Als Huldigungsgeschenke brachten sie Gold, Weihrauch und Myrrhe mit, Gegenstände die damals außerordentlich teuer waren. Gold stand für das Königtum, Myrrhe für das Menschsein und Weihrauch für die Göttlichkeit.

Der Stern beleuchtet die nächliche Szene so, dass das spärliche Licht sich auf den Kleidern wiederspiegelt und vom Gold zurückgeworfen wird. Alle drei halten mit gesenktem Kopf inne, so als wären sie am Ziel angelangt, mit dem Blick auf den hier nur angedeuteten Tabernakel, dem Platz, wo sich der Herr befindet.

Johannes Lötz 

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Grab Christi und das Pfingstgemälde

 

Pfinsten Hl. Geist

Pfinsten Hl. Geist

Dieser Altar in der Seitenkapelle rechts ist seit der Errichtung der Kirche vorhanden. er birgt unter dem Altartisch das Grab Christi. Rechts von Altar endet der Kreuzweg mit der Grablegung Christi. Über dem Altar befindet sich ein Bild von Frau Damaris Wurmdobler, welches Pfingsten 1999 nach der Vollendung eingeweiht wurde. Es stellt das Pfingstereignis dar. Die Apostel hatten sich nach Christi Himmelfahrt an einem Ort versammelt und harrten auf ein Zeichen von Jesus. Da brach ein Sturm los und Feuerzungen kamen vom Himmel. Das war der Hl. Geist, der sie mit der Kraft erfüllte, die sie benötigten. Wie befreit gingen sie aus dem Haus und redeten zu den Umstehenden und siehe, ein jeder verstand sie gleich woher sie kamen. Dies ist ein Sprachenwunder, denn zu der Zeit waren viele Fremde in Jerusalem, die von weit her angereist waren.

 Das Bild zeigt den Augenblick der Erfüllung mit dem Hl. Geist. Die Apostel und Maria sind hingewendet zum Geist (der Taube), von dem Licht durchdrungen, wie transparent. Ihre Schatten sind scheinbar am Boden zu sehen, dort aber viel zu deutlich, denn es ist dort Wasser, was sie widerspiegelt. Das Wasser als Symbol der Taufe, der Reinigung und der Erneuerung. Der dunkle Bereich des Wassers bedeutet auch alles irdische als Gegenpol zum Geistigen im oberen Teil des Bildes, erfüllt vom Licht des Geistes

Johannes Lötz

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