Kath. Pfarreien Herz-Jesu und St. Thomas Morus Obertshausen

Kachelbilder im Fussboden der Herz-Jesu-Kirche

Taufe ; Busse ; Kommunion ; Firmung ; Eheschließung ; Priesterweihe ; Krankensalbung

Siegel Papst Johannes-Paul II (geb. Karol Jozef Wojtyla)

Siegel Papst Johannes-Paul II (geb. Karol Jozef Wojtyla)

Bei der Renovierung der Herz-Jesu-Kirche wurde unter anderem der Fussboden renoviert. Er besteht einheitlich aus Kacheln in sandfarbiger und schwarzer Farbe. An acht Stellen wurden Kachelbilder eingelassen, die die sieben Sakramente darstellen sollen.

Ein achtes Kachelbild zeigt das Siegel  von Papst Johannes Paul II(*18.05.1920, + 02.04.2005), der zur Zeit der Renovierung das höchste katholische Amt inne hatte (Pontifikat vom 16. Oktober 1978 bis zum  2. April 2005). Wir haben das originale Wappen noch einmal dazukopiert, damit man die Farben besser erkennen kann. Die Kacheln sind ja nur dreifarbig.

Das Wappen ist blau mit einem goldenen Kreuz und ein Buchstabe M, welcher an Maria, die Mutter Jesus erinnert, oder besser noch an die schwarze Mutter Gottes in Tschenstochau (Czestochowa), welche in Polen, der Heimat des Papstes, hochverehrt wird.

Die zwei Schlüssel in Silber und Gold bezeichnen die Schlüsselgewalt Petrus und seiner Nachfolger. Gekrönt wird das Wappen durch die Tiara, die Krone der Päpste.

 

offizielles Siegel Papst Johannes-Paul II

offizielles Siegel Papst Johannes-Paul II

Diese entstand aus der phrygischen Mütze (frigium), der Kopfbedeckung der altpersischen archämenidischen Könige. Der ursprüngliche Goldreif der persischen Könige wurde durch zwei weitere Reifen ergänzt. Diese Reifen bedeuten die wichtigsten Aufgaben des Papstes: Heiligen, Lenken und Lehren. Eine andere Deutung zielt auf die Hl. Dreifaltigkeit. Der Reichsapfel und das Kreuz krönen seit dem 16.Jahrhundert die Tiara und zeigen die weltliche Macht des Papstes über den Kirchenstaat (heute Vatikan, früher auch viel weiter gefasst, man denke nur an den Investiturstreit). An der Rückseite sind zwei Bänder angebracht (Infuln), die es auch an den Bischofsmützen (Mitra) gibt. Sie weisen auf das Amt des Papstes als Bischofs von Rom hin.

Der letzte Papst der sich noch krönen liess, war Papst Paul VI. Seine Tiara vermachte er anschliessend den armen Menschen. Seither hat kein Papst mehr eine Tiara getragen, obwohl Johannes Paul II 1981 eine solche geschenkt bekam.

Johannes Lötz

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Die Hl. Sakramente: Die Taufe

 

Sakrament der Taufe

Sakrament der Taufe

Dieses Bild ist recht einfach gehalten und zeigt eine Kanne mit Wasser und eine Schale, in die dieses Wasser gegossen wird. Wie von einer Quelle sprudelt dieses Wasser heraus und unterstreicht damit seine Lebendigkeit. Wasser ist lebensspendend und macht das Leben dadurch erträglicher. Wasser wäscht ab, nicht nur Schmutz, sondern auch all das, was sonst störend wirkt. Johannes der Täufer sagte: Ich taufe nur mit Wasser der Umkehr. Der aber, der nach mir kommt, ....wird euch mit dem Feuer und dem Hl. Geist taufen.

Johannes Lötz

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Die Hl. Sakramente: Busse

 

Sakrament der Busse

Sakrament der Busse

Dieses Bild erschliesst sich, wenn man an die Geschichte von Simon Petrus denkt. Jesus sagte, dass er dem Gericht überliefert werde und sterben müsse. Simon wollte aber Jesus aus jeder gefährlichen Siuation befreien. Da sagte Jesus zu ihm, dass er, Petrus, bevor auch nur der Hahn gekräht hätte, ihn dreimal verleugnen würde. Dies geschah auch so und Petrus ging davon und weinte bitterlich.

Dieser Hahn stand Pate für dieses Bild, und die Geschichte um Petrus zeigt die wesentlichen Merkmale der Busse: Die Erkenntnis einen Fehler begangen zu haben und die Reue für diese Tat.

Johannes Lötz

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Die Hl. Sakramente: Kommunion

 

Sakrament der Eucharistie

Sakrament der Eucharistie

Die Hl. Kommunion wird im Rahmen der Hl. Messe gespendet, oder in Form der Krankenkommunion mit einer kurzen Besinnung. Dabei wird lediglich eine Hostie ausgeteilt in wenigen Fällen auch Wein, letzteres wurde aus hyigenischen Gründen für die Allgemeinheit nicht mehr gespendet. Da ja mit der Messe das letzte Abendmahl Jesus (nach)gefeiert wird, wäre die Hl. Kommunion in Brot und Wein (2 Gestalten) obligatorisch, aber man hat darauf verzichtet.

Auf dem Bild ist aber nur ein Korb Brot und ein Fisch zu sehen. Nun dies erinnert an das Wunder, bei dem Jesus mit dem Brot und dem Fisch tausende von Menschen satt bekommen hat und trotzdem mehr übrig blieb als vorher vorhanden gewesen war. Diese wunderbare Brotvermehrung war unter anderem ein typisches Gastmahl, bei dem der Gastgeber seine Gäste bewirtete und nicht hungrig wegschickte.

Ähnlich war auch das letzte Abendmahl ein solches Gastmahl, allerdings mit einem besonderen Ereignis, nämlich der Einsetzung des Hl. Sakraments der Eucharistie oder Kommunion.

Johannes Lötz

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Hl. Sakramente: Die Firmung

 

Sakrament der Firmung

Sakrament der Firmung

In einem gleichschenkeligen Dreieck fliegt eine Taube, das sind sehr alte Zeichen für die Wirkungen des Hl. Geistes. Das Dreieck soll die Dreifaltigkeit Gottes bedeuten und die Taube die Inkarnation des Hl. Geistes, die den Menschen die Kraft Gottes gibt, die er in Zeiten der Not braucht. Die Taube ist daneben ein Sinnbild für den Frieden in Gegensatz zum Falken. Die Kraft Gottes soll somit nicht in Gewalt umschlagen sondern nur friedliche Mittel anwenden. Dies erfahren wir im Pfingstwunder: Die Apostel hatten sich nach dem Tod Jesus zuückgezogen und sich in der Öffentlichkeit nicht mehr gezeigt. An Pfingsten kam der Hl. Geist über sie, und sie gingen an die Öffentlichkeit und verkündigten ihren neuen Glauben. Jeder verstand sie, obwohl die Apostel nur ihre Muttersprache (aramäisch) kannten. Jerusalem war schon zu biblischen Zeiten eine wirtschaftlich blühende Stadt und es gab somit sehr viele Leute aus aller Herren Ländern. Sie alle verstanden, was die Apostel ihnen verkündeten.

Diese Kraft Gottes soll mit der Firmung auf die Firmlinge herabkommen. Die Firmung bekommt man etwa in dem Alter, wenn die Kinderzeit vobei ist und die Jugend beginnt, die Zeit, wo die Menschen in ihrem Leben die ersten selbstädigen Entscheidungen treffen können.

Johannes Lötz

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Die Hl. Sakramente: Die Eheschliessung

 

Sakrament der Ehe

Sakrament der Ehe

Dieses Bild zeigt ein schlichtes Kreuz mit zwei Ringen. Die Ringe sind miteinander verschlungen, aber nicht mit dem Kreuz. Das Kreuz steht nur im Hintergrund, ist aber trotzdem sichtbar. Das Wesentliche einer Ehe ist, das die Eheleute sich einig sind, eine Ehe einzugehen. Insofern benötigen sie nicht den Segen der Kirche. Die Ehe gehen die Eheleute somit selbst ein. Die Kirche besiegelt dies durch das Sakrament der Ehe, bei der die besondere Gnade Gottes auf die Eheleute wirken soll.

Eine Ehe war noch nie einfach. Finanzielle und gesundheitliche Sorgen sind neben vielem Anderen tägliche Begleiter der Ehepartner. Dazu kommt die Sorge um die Kinder, die ja auch ein Produkt der Ehe sind. Sie müssen soweit für das Leben fit gemacht werden, dass sie letztlich sich selbst versorgen können. All dies fordert eine hohen Einsatz, der viel Kraft und Mühe kosten kann. Dafür steht auch das Sinnbild des Kreuzes, welches aber auch gleichzeitig ein Zeichen für die Hoffnung ist, dass alles letztlich in der Hand Gottes ist.

Johannes Lötz

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Die Hl. Sakramente: Die Priesterweihe

 

Sakrament der Priesterweihe

Sakrament der Priesterweihe

Wer sich für den Beruf eines Priesters entscheidet, entscheidet sich auch für einen Lebensweg, der vollkommen unterschiedlich ist zu dem eines Nichtpriesters. Der Priester übernimmt die religiöse Verantwortung für seine Gemeinde. Viele Aufgaben sozialer und religiöser Natur warten auf ihn ebenso wie auch die Aufgabe die widerstrebenden Meinungen innerhalb der Gemeinde moderat auf einen Nenner zu bringen. Dies ist nicht immer einfach und benötigt sehr viel Kraft. Diese Kraft soll mit der Gnade Gottes in der Pristerweihe dem Priesteramtskandidaten zufliessen.

Das Bild zeigt eine Bibel mit dem Chi-Rho-Zeichen, dem Kürzel für das griechische Christós (fälschlicherweise häufig als Pax= Friede bezeichnet). Die Worte der Bibel und das Leben Christi sind die Richtschnur für den Priester. Der verdeckte Schal ist ein Symbol für die Stola, die der Priester für bestimmte Amtshandlungen anlegt, also letztlich für das Priesteramt selbst.

Johannes Lötz

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Die Hl. Sakramente: Die Krankensalbung

Sakrament der Krankensalbung

Sakrament der Krankensalbung

 

Dieses Bild zeigt eine offene rechte Hand mit einem Kreuzzeichen auf der Handfläche. Das ist ein Symbol für die Krankensalbung, auch letzte Ölung genannt. Die Krankensalbung ist ein Sakrament, welches bei Erkrankungen gespendet wird, die möglicherweise zum Tod führen. Heute sind gegenüber früher die Grenzen der Entscheidung etwas freier geworden und die Krankensalbung wird auch in durchaus unernsteren Fällen gespendet, und so ist man von der Bezeichnung "letzte Ölung" abgekommen.

Bei der Krankensalbung werden unter anderem die Handflächen in Form eines Kreuzzeichens mit geweihtem Öl bestrichen. Dies wird in dem Bild festgehalten.

Johannes Lötz 

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