Kath. Pfarreien Herz-Jesu und St. Thomas Morus Obertshausen

1975 bis heute: Aufbau der St.-Thomas-Morus-Kirche

1975 der Grundstein von St. Thomas Morus wird gelegt. 1976 ist die Einweihung der Kirche.

1981 in St. Thomas Morus wird Pfarrer Hix durch Pfarrer Herbert Schega ersetzt.

1983 Tritt Frau Isabell Bieneas ihren Dienst als Gemeindereferentin von St. Thomas Morus an.

1985 wird Pfarrer Emil Neidig in den Ruhestand versetzt. Sein Nachfolger ist Pfarrer Herbert Schega, der damit beide Gemeinden in Obertshausen leitet. Frau Bieneas ist jetzt auch für Herz Jesu als Gemeindereferentin zuständig. Hinter dem Gemeindehaus von Herz Jesu wird ein neuer Pfarrsaal gebaut.

1986 wird die Innenrenovierung des Pfarrhauses von Herz Jesu begonnen. Alle Installationen und die Fußböden sind zu erneuern. Dabei muss der Denkmalschutz bedacht werden. Anfang Dezember sind die Arbeiten erledigt. Im April ist der Pfarrsaal fertig und wird eingeweiht. Der Frauenkreis von Herz Jesu tritt zusammen und beschließt, die Betreuung des Pfarrsaales zu übernehmen. Die Schwesternstation wird aufgegeben, damit fällt eine wesentliche Stütze der Gemeinde aus.

1985 ist das 75-jährige Bestehen der Herz-Jesu-Gemeinde. Das wird entsprechend gewürdigt. Neben einem Jubiläumsgottesdienst mit Kardinal Volk gibt es eine Veranstaltungsreihe von Vorlesungen und ein Orgelkonzert. Eine Festschrift wird herausgegeben. Frau Bieneas gibt ihren Dienst an Frau Giesela Franzel ab. Pfarrer Schega wechselt auf eigenen Wunsch nach St. Michael in Viernheim. Kaplan Thomas Groß wird als Pfarrverwalter für die beiden Gemeinden bestellt, bis Pfarrer Hofmann die Gemeinden übernehmen kann. Kaplan Groß geht danach nach Seligenstadt/Froschhausen als Pfarrer.

1989 wird in der rechten Seitenkapelle (Taufkapelle) der Herz-Jesu-Kirche das Hl. Grab unter dem Seitenaltar eingerichtet.

1990 richtete ein starker Sturm einen erheblichen Schaden am Dach und Turm der Herz-Jesu-Kirche an. Zur Behebung der Schäden waren Notmaßnahmen erforderlich, die gesamte Westseite der Kirche und der Turm erhielten eine Einrüstung. Die Schäden an der Kirche machten weitere Schwachstellen des Gebäudes ersichtlich, eine Außenrenovierung war nicht zu umgehen. Die Kosten wurden auf 1.2 Mio DM veranschlagt. Im August und September übernimmt Pater Joseph Ejimofor aus Nigeria die Ferienvertretung, was eine lange Freundschaft mit seiner Heimat auslöst. Die Errichtung eines Kindergartens wurde beschlossen, da der alte Kindergarten moderne Ansprüche nicht erfüllen konnte.

1991 gibt Edmund Sauerteig den Dirigentenstab des Kirchenchores an Frau Lucia Herdt-Öchler ab. Im April besucht eine Gruppe der Gemeinde Pater Joseph in Nigeria. Frau Franzel wird als Gemeindereferentin verabschiedet. Im Dezember kann der neue Kindergarten von Herz Jesu eingeweiht werden.

1993 ist die Außenrenovierung der Herz-Jesu-Kirche abgeschlossen. Die Bibelkreise in Herz Jesu und St. Thomas Morus werden fest eingerichtet. Wechselnd werden alle zwei/vier Dienstage im Monat die Evangelien des Folgesonntags betrachtet. Das alte Barockkreuz vom Friedhof an der Nikolauskirche wurde renoviert und auf dem Kirchenvorplatz aufgestellt.

1994 Über dem Hauptportal der Herz-Jesu-Kirche gab es schon immer eine leere Nische. Diese wurde mit einer Herz-Jesu-Statue aus rotem Bundsandstein versehen. Die Kapelle an der Heusenstammer Straße bekam zwei Reliefs für die leeren Figurennischen von der Sparkasse Langen-Seligenstadt gestiftet. Im Oktober beginnen die Arbeiten zur Innenrenovierung der Herz-Jesu-Kirche. Die Kirche ist deshalb bis zur Fertigstellung nicht mehr zu benutzen. Die Kapelle im Gemeindehaus und der Pfarrsaal müssen Ersatz bieten, ansonsten finden die Gottesdienste in der St.-Thomas-Morus-Kirche statt. Das Pfarrhaus von Herz Jesu erhielt eine Außenrenovierung, das Ensemble von Kirche und Pfarrhaus erstrahlt im neuen Glanz.

1995 In der Nische der westlichen Außenwand wird ein Pietarelief aus rotem Bundsandstein eingeweiht. Dort stand früher das alte Barockkreuz vom Kirchenvorplatz. Pfarrer Neidig stirbt im Juni und wird in Bensheim beerdigt.

1996 Zu Ostern ist die Innenrenovierung soweit fortgeschritten, dass die Kirche mit der Feier der Osternacht wieder eröffnet werden kann. Die Restarbeiten können trotz laufenden Betriebs weitergeführt werden. Bis November sind die Altaraufbauten größtenteils fertiggestellt. Sie sind im ursprünglich vorgesehenen Stil ausgeführt. Der Kreuzweg erstrahlt nach einer Reinigung wieder in den ursprünglichen Farben. Am 8. Dezember wird der neue Altar von Karl Kardinal Lehmann mit einer Reliquie des seligen Adolf Kolpings bestückt und eingeweiht.

1997 Die Innenrenovierung ist im Juni bis auf wenige Einzelheiten abgeschlossen. Durch großzügige Spenden und Mittel der Stadt, sowie der Bischöflichen Ordinariats ist ein ansprechendes innenarchitektonisches Emsemble entstanden.

1999 Die Apsis der Taufkapelle ziert jetzt ein Pfingstbild, welches die Ereignisse des Pfingsttages zum Thema hat. In einer beeindruckenden Momentaufnahme gelang der Künstlerin Damaris Wormdobler die Herabkunft des Hl. Geistes darzustellen. Im linken Bereich der Kirche wurde ein Eingang für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte eingerichtet. Die Wahl des Pfarrgemeinderates wurde für beide Gemeinden zusammengelegt. Jede Gemeinde hat seine Pfarrgemeinderäte, die Sitzungen finden aber gemeinschaftlich statt, was viele Vorteile hat. Mainz unterstützt dieses Verfahren und hat die Statuten entsprechend geändert. Die Pfarrverwaltungsräte bleiben weiterhin getrennt. Die Pfarrjugend entschließt sich auch zu einem Zusammenschluss und firmiert unter KJO (Katholische Jugend Obertshausen). Die Weihnachtskrippe wird restauriert und erstrahlt zu Weihnachten wieder in neuem Glanz.

2000 Die zwei Seitenaltäre haben ihre Altarbilder erhalten: Links die HL. drei Könige, rechts die Auffahrt Mariens in den Himmel. Die Kanzel wird durch die vier Evangelisten (vergoldete Holzfiguren) erweitert.

2001 Die Pfarrbücherei wird geschlossen, da die Städtische Bücherei in den alten Kindergarten gezogen ist. Die Besucherfrequenz wurde zu klein.

2002 Die Kanzel erhält eine Erweiterung auf dem Schalldeckel: Eine Krone mit einem Gotteslamm und den zehn Geboten auf den Gesetzestafeln.

Johannes Lötz