Kath. Pfarreien Herz-Jesu und St. Thomas Morus Obertshausen

Pfarrer Norbert Hofmann

 
28.07.1956 Geburt in Viernheim
18.06.1983 Priesterweihe in Mainz
1983 - 1984 Kaplan in Budenheim St. Pankratius
1984 - 1987 Kaplan in Münster/Odenwald St. Michael
07.1987 - 11.1987 Kaplan in Großen-Buseck St. Marien
01.12.1987 Pfarrer von Herz Jesu und St. Thomas Morus

 

 

Das Jahr 1987 war ein sehr turbulentes für unsere Gemeinden. Pfarrer Schega war noch im Amt und das Pfarrhaus von Herz Jesu war frisch renoviert und der damalige Kaplan Thomas Groß, der kürzlich verstorben ist, konnte dorthin zurückziehen. Den ganzen Sommer wurde das 75jährige Bestehen der Herz-Jesu-Kirche mit mehreren Veranstaltungen gefeiert. Der Jubiläumsgottesdienst wurde mit Bischof Herrmann Kardinal Volk am 15. Juni festlich begangen. Die Gemeindereferentin Isabell Bienias beendete Ihren Dienst in Obertshausen. Am 1. November verließ auch der Pfarrer Schega Obertshausen, um in Viernheim als Pfarrer tätig zu werden. Kaplan Groß bewarb sich um eine Stelle als Pfarrer in Froschhausen und Seligenstadt, blieb aber zunächst als Pfarrverwalter, bis Pfarrer Hofmann seine Stelle antreten konnte. Die Kolpingfamilie feierte ihr 25. Jubiläum. Am 28. November wurde dann Norbert Hofmann feierlich in sein Amt als Pfarrer von Herz Jesu eingeführt und einen Tag später auch das gleiche für St. Thomas Morus.

St. Marien Viernheim

St. Marien Viernheim

Pfarrer Norbert Hofmann wurde am 28. Juli 1956 in Viernheim geboren. Sein Vater war dort in St. Marien - heute Johannes XXIII - über 50 Jahre als Küster tätig. Pfarrer Hofmann hat noch drei jüngere Geschwister. Schon von früher Kindheit an war er durch die Kirche über seinen Vater geprägt. Wo er konnte, packte er mit an, ob in der Kirche oder bei den Messdienern. So war der Priesterberuf nicht ein Beruf, sondern eine Berufung für ihn.

Nach seinem Abitur studierte er in Mainz und Innsbruck und wurde am 18. Juni 1983 im Mainzer Dom vom Weihbischof Wolfgang Rolly zum Priester geweiht. Anschließend wanderte er als Kaplan durch verschiedene Pfarreien: St. Pankratius in Budenheim, St. Michael in Münster/Odenwald und St. Marien in Großen-Buseck. Dort wurde er am 30. Oktober zum Pfarrer unserer beiden Gemeinden ernannt, bis er seine Pfarrstelle in Obertshausen antrat.

Viele Aktivitäten schob er an und plante was immer auch machbar war. Die Herz-Jesu-Kirche wurde renoviert und in einen Zustand gebracht, wie er im Wesentlichen ursprünglich geplant war. Die Altäre haben jetzt einen jugendstilähnlichen Aufbau mit passenden Gemälden. Der Fußboden wurde gekachelt und die Kirche innen vollständig gereinigt. Der Kreuzweg erstrahlt nun im alten Glanz. Der Kindergarten wurde neu errichtet und das Schwesternhaus umgestaltet, da die Schwestern 1986 das Haus aufgegeben hatten. Rund um die Herz-Jesu-Kirche wurden die Treppen saniert und die Pflasterung renoviert. Die Kirche selbst wurde außen renoviert und die Fenster gereinigt und mit einer Schutzverglasung versehen. Daneben gab es noch viele Tätigkeiten zur Ausschmückung der Kirche, wie die Kreuzigungsgruppe, das Pfingstgemälde eine Herz-Jesu-Statue u.s.w.

Die Vollendung der Herz-Jesu-Kirche war eine Sache, eine andere war die Pflege der vielen Gruppen, die sich der kirchlichen Arbeit widmen. Hier schob Pfarrer Hofmann viele Initiativen an, die durch die Zusammenlegung der beiden Pfarreien notwendig geworden waren. Auch neue Gruppen wurden gegründet, die die seelsorgerischen und sozialen Hilfen tatkräftig unterstützen, stellvertretend sei hier die Oase genannt, die als unabhängige Organisation - auch extern anerkannt - wirkliche Hilfe für Menschen in Not leistet.

Eine Ferienvertretung durch Pater Joseph Ejimofor erzeugte eine innige Verbindung zu dessen Pfarrort Owerri und seiner Pfarrei St. Benignus in Nigeria. Die Katholiken dort haben es nicht leicht, da das Land mehrheitlich von Moslems beherrscht ist, die eine fundamentalistische Linie vertreten. Außerdem gibt es stammespolitische Auseinandersetzungen, die das Leben auch nicht leicht machen. Hier sprang unsere Gemeinde ein, um dort Voraussetzungen zu schaffen, damit die Lebensumstände leichter werden. Eine Reise der Pfarrers dorthin mit einer kleinen Gruppe, zeigte, wie segensreich die Hilfe dort wirken konnte, und wie dankbar die nigerianischen Christen dort waren. Einer Einladung zum Weltjugendtag in Köln konnten die Nigerianer nicht folgen, da es Visaschwierigkeiten gab. Zu einem späteren Termin kam dann doch noch eine Gruppe, die mit einem Sonderprogramm belohnt wurde.

Zahllos sind auch die Pilgerfahrten, die von Pfarrer Hofmann organisiert werden, und mittlerweile über die Pfarrgrenzen Teilnehmer anlocken. Insbesondere die Romfahrten sind sehr beliebt, weil Pfarrer Hofmann dort beste Beziehungen hat und immer etwas Neues aus dem Ärmel zu zaubern scheint.

Pfarrer Hofmann ist auch Prior des Ritterordens "Der Greif" und Ehrenkomtur des Ritterordens "Militaris Teutonicus". Diese Ritterorden sehen sich selbst in der Nachfolge der Ritter aus der Feudalzeit. Sie kämpfen aber nicht mehr im Feld, sondern in der Fürsorge für Bedürftige.

Am Sonntag den 9.Dezember fand in der Herz-Jesu-Kirche ein Festgottesdienst statt. Neben Pfarrer Hofmanns Mitbrüdern aus den Nachbargemeinden und dem Ehrengast Pater Dr. Adam Zak SJ aus Krakau waren auch die Vertreter der Stadt Obertshausen anwesend. Der Ritterorden "Der Greif" hatte ebenfalls eine Abordnung geschickt. Aus Caravaca de la Cruz war der Präsident der Bruderschaft vom Hl. Kreuz Pedro Pozo Martinez angereist.

In einem bewegenden feierlichen Hochamt unter Mitwirkung der Bläser "Musici di Roma", der Band Resound, der Schola und des katholischen Kirchenchores Obertshausen wurde dieses Jubiläum begangen. Die Festpredigt hielt Pater Zak als Exegese der in den Episteln und dem Evangelium benutzten Bibelstellen, da eine Vorstellung des Wirkens von Pfarrer Hofmann unnötig sei.

Im Anschluß an den Gottesdienst wurden von den veschiedenen Gruppen der Gemeinde und dem Bürgermeister Bernd Roth sowie der Stadtverodnetenvorsitzenden Heide Heß die Verdienste des Pfarrers gewürdigt. Der PVR und der PGR schenkten dem Pfarrer ein grünes Kasel.

Außerdem wurde die Verschwisterung der Gemeinden Herz Jesu, St Thomas Morus, St. Josef und St. Pius mit der Bruderschaft vom Hl. Kreuz besiegelt, der Pfarrer Hofmann seit dem 1. Mai diesen Jahres angehört. Der Präsident der Bruderschaft Pedro Pozo Martinez und die Gremien der vier Pfarreien schlossen dazu einen Vertrag mit ihren Unterschriften. Die Rückverschwisterung ist für 2014 geplant. Damit ist dann auch eine Wallfahrt nach Caravaca de la Cruz verbunden. Gleichzeitig wird auch die Verschwisterung mit der Gemeinde St. Salvador vollzogen.

Zum Abschluß wurde die Papsthymne aus der Feder von Pfarrer Hofmann und Robert Pappert vorgetragen, die Papst Benedikt XVI. zu seiner Wahl gewidmet war. Die Feier wurde im Pfarrsaal von Herz Jesu bei Sekt und einem kleinen Imbiss weitergeführt. Pfarrer Hofmann will, soweit es Gott und Kirche zulässt hier in Obertshausen verbleiben. Diese Pfarrstelle soll seine letzte bleiben, betonte er. Er fühle sich in Obertshausen wohl. Der Pfarrer hatte zu diesem Jubiläum statt Geschenken um eine Spende an die "Pfarrer-Hofmann-Stiftung" gebeten, die zur Erhaltung der Kirchen in der Gemeinde dient.

Die Webredaktion beglückwünscht auf diesem Wege Pfarrer Hofmann recht herzlich zu seinem unermüdlichen Dienst, dankt für die gute Zusammenarbeit und wünscht ihm die Freude in seiner erfolgreichen Tätigkeit.

Johannes Lötz

Hofmann