Ostergottesdienste auch bei Ausgangssperre erlaubt

Pressemittelung des Dekanat

Datum:
Di. 30. März 2021
Von:
Alexandra Tascidis

Der Magistrat der Stadt Offenbach hat aufgrund der hohen Inzidenzzahlen eine Ausgangssperre ab Mittwoch, 31. März verfügt. In der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr morgens ist der Aufenthalt im Stadtgebiet nur in Ausnahmefällen erlaubt.

Am kommenden Wochenende feiern die Christen in der Stadt das höchste Fest: Ostern. In vielen Kirchengemeinden der verschiedenen Konfessionen werden die Ostergottesdienste aufgrund der Coronapandemie in kreativen und digitalen Formen gefeiert: Live-Streams von Gottesdiensten, What’sApp-Gottesdienste, offene Kirchen über die Feiertage mit dem Osterlicht zum Mitnehmen, Übertragungen im Fernsehen – die Angebote sind zahlreich und in ihrem Pfarr-, Gemeindebüro oder auf der Homepage ihrer Gemeinde erfahren Interessierte mehr dazu. Es werden aber an vielen Orten auch Präsenzgottesdienste gefeiert, da gerade in diesen Zeiten die Gemeinschaft im Glauben für viele Menschen Hoffnung und Trost gibt. Der katholische Dekan Andreas Puckel, Pfarrer in St. Pankratius Bürgel, führt hierzu aus: „Gerade in der Nacht, in den dunklen und schweren Stunden, wird die Nähe Gottes erfahrbar. Deshalb feiern wir Heilige Nächte an Weihnachten mit der Geburt Jesu und die Osternacht, in welcher der Tod besiegt wurde durch die Auferstehung.“ Manche dieser Gottesdienstfeiern, in denen das Osterfeuer die Nacht erleuchtet, finden am frühen Morgen oder in der Nacht statt, da dies seinen Grund im Glauben hat, der durch Jesus Christus Licht in die dunklen Stunden des Lebens bringen will.

Die Kirchen und alle Religionsgemeinschaften feiern gemäß der Vorgaben der Landesregierungen schon seit vielen Monaten Gottesdienste mit bewährten Hygiene- und Sicherheitskonzepten: Voranmeldungen für die Rückverfolgung von Infektionsketten, nummerierte Plätze mit Abstandsmarkierungen, Einbahnstraßensysteme, die Begegnungen ausschließen, Desinfektionen, das Tragen von medizinischen Masken und der Verzicht auf jeglichen Gemeindegesang sind erprobte Standartvorgaben bei der Feier im Gotteshaus oder auch im Freien. Die evangelische Prodekanin Dr. Ursula Schoen vom Stadtdekanat Frankfurt – Offenbach betont: „Wir sind dankbar, dass es für alle Religionen in dieser schwierigen Zeit noch möglich ist, zu Gebeten und Gottesdiensten zusammenzukommen. Es ist sehr wichtig, dass wir uns als Religionsgemeinschaften streng an die Hygieneregeln halten und Vorbild in der Umsetzung sind. Bisher ist noch keine Anfrage oder Beanstandung durch die Behörden in Offenbach erfolgt. Das kommunale Krisenmanagement ist hier engagiert und vorbildlich und die Zusammenarbeit mit dem Magistrat und den zuständigen Stellen geht reibungslos. Wir wollen dies nach allen Kräften unterstützen.“

Was die nächtlichen Ausgangssperren für die Gottesdienstbesucher/innen angeht, so braucht sich niemand Sorgen zu machen, auf dem Hin- oder Rückweg von der Kirche, Moschee oder Synagoge angehalten und bestraft zu werden. Die fünfte Allgemeinverfügung des Magistrats Offenbach vom 29.03.2021 sieht als gewichtigen Grund für einen Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung unter der Ziffer 2, Punkt f die „Teilnahme an Gottesdiensten zu besonderen religiösen Anlässen“ vor. Laut Auskunft der evangelischen und katholischen Dekanatsleitungen gibt es eine Vereinbarung mit dem Ordnungsamt der Stadt, dass für diese Teilnahme keine gesonderte Bescheinigung ausgestellt werden muss. Es genügt, wenn man im Falle einer Kontrolle seinen Ausweis vorzeigen kann und angibt, an welchem Gottesdienst in welcher Kirche man teilgenommen hat. Das Ordnungsamt hat alle Gottesdienste gemeldet bekommen und in jedem Gemeindebüro wird eine Anwesenheitsliste geführt, so dass die Behörden nachverfolgen können, ob die Angaben stimmen. Somit kann die Feier der Ostertage von Gründonnerstag (Feier des letzten Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern), Karfreitag (Jesus stirbt am Kreuz) und Ostern (Auferstehung Jesu: Das Grab ist leer) auch in dieser schwierigen Zeit der Einschränkungen und der Covid19-Erkrankungen gefeiert werden und etwas Hoffnung schenken. Und Dekan Puckel verrät auch, wie er selbst die Feiertage beginnt: „Mit dem Coronatest am Donnerstagmittag im Testzentrum Bürgel und der nächste Test am Sonntag im Altenheim des Anni-Emmerling-Hauses. Für die Gartengottesdienste rund um die Wohngruppen am Nachmittag.“