Schmuckband Kreuzgang

Der neue Kirchenführer ist da!

Broschüre 75. Wallfahrt zur
Broschüre 75. Wallfahrt zur "Schmerzhaften Muttergottes von Schotten"
Datum:
Do. 10. Sep. 2020
Von:
Pfarrer Christoph Hinke

Neuer Kirchenführer HERZ-JESU Schotten: Rechtzeitig zur Wallfahrt ist der neue Kirchenführer durch die Herz-Jesu-Kirche erschienen. Das 24-seitige Heft kann zum „Einführungssonderpreis“ von 2,50 EUR erworben werden: zu den Bürozeiten im Pfarramt in Schotten oder am Schriftenstand in der Herz-Jesu-Kirche.

Es ist mein Wunsch, dass er zum einen über Geschichte und Bedeutung unserer kleinen Diasporagemeinde Aufschluss gibt und zum anderen auch ein historischer und zugleich geistlicher Führer durch unsere Kirche ist. Mögen Schottener und Auswärtige Informationen und – mehr noch – Anregungen für den Glauben erhalten. Unsere Kirche hat uns etwas zu sagen: Sie steht auf einer Anhöhe, wie eine „heilige Schutzburg“. Der Turm mit seinem Kreuz ist ein „Fingerzeig in den Himmel“. Maria als Mutter und Urbild der Kirche hat an diesem Ort schon vielen Pilgern ihre Zuneigung gezeigt. Sie war, ist und bleibt Vorbild im Glauben; ihre Fürsprache ist unser Trost. Auch weiterhin wird die Schmerzhafte Muttergottes von Schotten alle Gebete ihrer Kinder treu in das Herz ihres Sohnes legen, zu dessen Ehre diese Kirche errichtet wurde.

Nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg war es eine der schrecklichen Folgen, dass Millionen von Deutschen aus ihrer Heimat vertrieben wurden. 2.000 Sudeten kamen 1946 nach Schotten und die heutigen Stadtteile. Dem ersten Pfarrer von Schotten, Dr. Adolf Schindler, ebenfalls Heimatvertriebener, war es ein Anliegen, die „verstreue Herde“ schnell zu sammeln und ein eigenes Gotteshaus in die Höhe zu ziehen. Er wird im nachfolgenden Text des Führers oft mit seinen Gedanken über die Kirche zu Wort kommen. Ihm und der Mithilfe seiner damaligen Gläubigen ist es zu verdanken, dass die Herz-Jesu-Kirche in mehr als 10.000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden überwiegend in Eigenarbeit erbaut werden konnte.

Wenn die entzündeten Opferkerzen und die Bänke sprechen könnten, die Betern seitdem Platz geboten haben, wenn die Priesterstolen erzählen könnten, was sie bei der Spendung der Sakramente erlebt haben: unsere Kirche würde zu einem mitreißenden Geschichtsbuch werden, mehr noch: zu einer lebendigen Einladung in die Welt des Glaubens.

„Wenn die Menschen schweigen, werden die Steine schreien.“ (vgl. Lk 19,40) Eine Kirche hat uns viel zu sagen: über die Welt des Glaubens und auch über diejenigen, die die Kirche gebaut, in ihr gebetet und geglaubt haben. Möge allezeit der Geist Gottes in ihren Mauern wehen und wirken.

„Wir leben in einer Zeitenwende, in der die Menschheit immer mehr in Unglauben, Habgier und Lieblosigkeit versinkt. Nur die Hinwendung zu Gott und seinen ewigen Lebensgesetzen kann das entchristlichte Abendland vor dem Untergang retten. Dieses neu erstehende Heiligtum soll mithelfen, die Liebe zu Gott und dem Nächsten, die uns im Herzen Jesu entgegenleuchtet, aufs Neue zu entfachen. Daher wollen wir in diesem Gotteshaus eine Christuskirche entstehen lassen, die im ‚Herzen des Vogelsberges‘ dem Herzen Jesu geweiht werden soll. Möge durch sie der Allgütige seine Barmherzigkeit über uns ausgießen. Möge um sie herum das Reich Gottes wachsen und ungezählte Gottsucher in ihr eine seelische Heimat finden!“

(Aus der Grundsteinurkunde, 4. August 1951)

Gott befohlen! Mit priesterlichem Segensgruß,
Pfarrer Christoph Hinke