Schmuckband Rad

Unser Pfarrer geht nach Mainz

01
01
So 26. Jan 2020
Daniel Braun

Liebe Gemeinde,

der Bischof von Mainz, Dr. Peter Kohlgraf, hat mich zum August 2020 zum Pfarrer (Pfarradministrator) der Pfarrgemeinden St. Stephan, St. Ignaz und St. Peter – St. Emmeran in der Mainzer Innenstadt ernannt. Am Fest der Taufe des Herrn am 11./12. Januar konnte ich Ihnen diese Nachricht bereits mitteilen. Die Personalleitung unseres Bistums ist im vergangenen November auf mich zugekommen und hat mir die Stelle in Mainz angeboten. Ich habe einige Tage darüber nachgedacht und mich auch mit Freunden darüber ausgetauscht. Vor allem habe ich das Anliegen mit ins Gebet genommen und bin dann schließlich zu dem Entschluss gekommen, zuzusagen. Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, denn ich fühle mich hier in den Selztalgemeinden, in denen ich seit nunmehr neun Jahren tätig bin, sehr wohl, und viele Verbindungen und viel Vertrauen ist entstanden. Ja, ich kann sagen, dass mir Rheinhessen zur Heimat geworden ist.

Neun Jahre sind eine lange Zeit, in der ich viele von Ihnen auf Ihrem Weg begleiten durfte. Ich denke an die vielen Taufen, Erstkommunionen, Firmungen und Trauungen, aber auch an die Begleitung in Krankheit, bis hin zum Sterben. Viele freudige und auch weniger gute Ereignisse und Erfahrungen durfte ich mit Ihnen teilen. Diese haben auch mich geprägt. Ganz besonders möchte ich die guten ökumenischen Verbindungen hervorheben und den Schwestergemeinden ganz herzlich für die Gebetsgemeinschaft danken, für den Glauben, den wir miteinander geteilt haben, für das gute Miteinander in allen Ortsteilen unserer Pfarrgemeinde. Ein guter und offener Umgang und Austausch war auch immer mit den Gemeinderäten und den jeweiligen Bürgermeistern möglich. Ganz intensiv haben mich die vielen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unser Pfarrgemeinde geprägt, die vielen helfenden Hände, die eine Pfarrgemeinde ausmachen. Sie wissen, die Gottesdienste sind mir ein besonderes Anliegen, weil sie immer Begegnung mit Gott bedeuten. Hier dürfen wir nie nachlassen, Zeit, Arbeit, Energie und Einsatz zu investieren. Der Rahmen ist wichtig, er ermöglicht es, dass wir uns in der Feier der Gottesdienste öffnen können für die Nähe Gottes.

Ich möchte an dieser Stelle aber noch keine Abschiedsworte schreiben, denn ich freue mich nun auf das kommende halbe Jahr und die Begegnungen mit Ihnen. Uns alle verbindet die Taufe, wir leben aus der Kraft des heiligen Geistes. Dies verbindet uns zu einer Glaubens- und Hoffnungsgemeinschaft. Aus diesem Grund habe ich auch das Bild des Taufbeckens für die Titelseite des neuen Boten ausgewählt. Es ist wohl das älteste Taufbecken unserer Gemeinde und befindet sich in der Pfarrkirche in Schwabenheim. Dankenswerterweise konnte der Vorraum mit Hilfe von Herrn Singer, der Schwabenheimer Rentnergruppe, Herrn Brehm und aufgrund der Planung von Herrn König erneuert werden. Wichtig waren auch die Spenden aus den Einnahmen der „Geistlichen Abendmusik“ sowie weitere Zuwendungen, die es möglich gemacht haben, das Dach des Vorraums zu sanieren. Jetzt fehlt nur noch das Mobiliar, welches zurzeit von einem Integrationsbetrieb hergestellt wird. Danke allen, die es ermöglicht haben, dass der Vorraum in neuem Glanz erstrahlt und wir den Raum täglich für Sie offenhalten können. Schließen wir nie die Tür, sondern bleiben wir eine Glaubensgemeinschaft, die offen für Neues ist, die eine Willkommenskultur pflegt und dem Wirken des Hl. Geistes vertraut. Beten wir in den kommenden Monaten auch für den zukünftigen Pfarrer der Pfarrgemeinde St. Bartholomäus.

Mit dankbaren Grüßen verbleibe ich

Ihr Pfarrer Thomas Winter