Schmuckband Kreuzgang

"Wo Wege sich kreuzen"

Verabschiedung von Pfr. Winter findet voraussichtlich am 5. September statt.

(c) Pfr. Winter
Datum:
Do 18. Jun 2020
Von:
Daniel Braun

Liebe Gemeinde,

das wäre die Überschrift des Verabschiedungs- gottesdienstes gewesen, der am 21. Juni geplant war. Aus gegebenem Anlass kann er leider nicht stattfinden. Ich hoffe, dass sich im Spätsommer noch eine Gelegenheit anbietet, wo wir uns sehen und  voneinander verabschieden können. Mit Sicherheit, waren die letzten Wochen auf eine ganze andere Art und Weise intensiv. Viele Telefongespräche oder die Begegnungen über den Gartenzaun waren schon durch den Abschied geprägt. In den Online-Gottesdiensten haben Viele die Predigten verfolgt, die auch immer andeutungsweise einen Abschiedsaspekt beinhaltet haben. Der eine oder andere von Ihnen, hat es bestimmt herausgehört! Nun gilt es im Juli die Koffer zu packen und weiterzuziehen. Im Matthäusevangelium (10,11) heißt es: „Wenn ihr in eine Stadt oder in ein Dorf kommt, erkundigt euch, wer es wert ist, euch aufzunehmen; bei ihm bleibt, bis ihr den Ort wieder verlasst“.

9 ½ Jahre sind wir einen Weg miteinander gegangen. Ich habe nirgends so lange gelebt – außerhalb meines Elternhauses – wie im Schwabenheimer Pfarrhaus. Und dies im schönen Rheinhessen, mit einer tollen Nachbarschaft, einer Gemeinde, denen der Glaube und die Gemeinschaft wichtig ist. Ich habe mich sehr wohlgefühlt! Mein Wohnzimmerblick geht ins Selztal, sogar bis in den Rheingau. Ich habe die Nähe zu den Weinbergen sehr geschätzt und genossen. Das Wissen, das Mainz nicht so weit weg ist erleichtert etwas das Weiterziehen.

„Wo Wege sich kreuzen“ steht für mich als Überschrift meiner Verabschiedung. Viele Wege haben sich in den vergangen Jahren gekreuzt. Rückblickend hoffe ich, dass die Frohe Botschaft, das Evangelium immer im Zentrum meines Wirkens hier in der Pfarrgemeinde stand! Ich gehe mit einem großen Koffer mit Erfahrungen nach Mainz. Dafür möchte ich Ihnen allen, auch denen, die nicht zur Pfarrgemeinde gehören, ganz, ganz herzlich danken! Die Frohe Botschaft muss uns im Herzen erreichen. Dafür sind die Gottesdienste wichtiger Bestandteil des gemeindlichen Lebens. Sie motivieren uns, dass wir es nicht einfach nur bei Worten belassen, sondern unseren Glauben auch in die Tat umsetzen. „Rede nur wenn du gefragt wirst, aber lebe so dass man dich fragt“, war ein eindrücklicher Satz, den ich vor einigen Wochen in der Predigt behandelt habe. Ja, andere müssen uns anmerken, dass wir Christen sind. Es ist und bleibt der Auftrag das Reich Gottes zu verkünden und es auch jetzt schon zu leben. Im Römerbrief (14,17) heißt es: „das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist.“ Ich wünsche Ihnen, dass Sie immer gut und viel zu Essen und einen guten Wein zu trinken haben. Ganz besonders wünsche ich Ihnen aber Frieden im Herzen und die Freude im Heiligen Geist!

Im Gebet bleiben wir auch weiterhin miteinander verbunden!

Ihr Pfarrer Thomas Winter