Schmuckband Rad

Worte des Pfarrers zur Corona-Krise

Pfarrer Thomas Winter (c) St. Bartholomäus
Pfarrer Thomas Winter
So 15. Mär 2020
Daniel Braun

Liebe Gemeinde,

in der Natur erleben wir zurzeit, wie der Frühling Einzug hält. Die Blumen beginnen zu blühen und die Bäume bilden ihre Knospen. Die Natur schafft eine positive Atmosphäre, und doch erleben wir in diesen Tagen eine ganz andere Stimmung! Der Corona-Virus prägt das Zusammenleben in unserer Pfarrgemeinde, in unserem Land und weltweit. Ich möchte Sie wissen lassen, dass ich regelmäßig eine nicht öffentliche Messe für die Pfarrgemeinde feiere. Mir ist es wichtig, dass wir im Gebet verbunden sind. Auch lege ich Ihnen die Empfehlungen unseres Bischofs ans Herz, die Gottesdienste im Fernsehen und Radio mitzufeiern. Ich möchte Sie aber auch einladen, zu Hause zu beten, ob alleine oder auch miteinander. Für den kommenden 4. Fastensonntag werde ich die Tagestexte und eine Predigt auf der Homepage veröffentlichen. Unsere Pfarrkirche St. Bartholomäus ist täglich für das Gebet von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Das Pfarrbüro hingegen bleibt für den Publikumsverkehr vorerst geschlossen. Zu den Öffnungszeiten ist das Pfarrbüro jedoch telefonisch erreichbar; zudem natürlich auch per Mail. Unsere kranken Gemeindemitglieder werden wir zu ihrem eigenen Schutz erst einmal nicht besuchen können, aber telefonisch Kontakt halten. In der nächsten Woche erwarten wir dann weitere Hinweise des Bischofs und des Generalvikars. Bitte geben Sie diese Informationen an die Gemeindemitglieder in Ihrer Umgebung weiter. Ich wünsche Ihnen allen von ganzem Herzen Gottes Segen!

Ihr Pfarrer Thomas Winter

 

Gebet:

Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
Wir beten für alle, die in Panik sind. Alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms, um klare Sicht.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen,
niemanden umarmen können. Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit.
Und ja, wir beten, dass diese Pandemie abschwillt, dass die Zahlen zurückgehen,
dass Normalität wieder einkehren kann.

Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist.
Dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können.
Dass Du allein ewig bist.
Dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles, was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
Wir vertrauen Dir.
Danke.                                                                                              (Johannes Hartl)