Schmuckband Kreuzgang

Nachlese OFS

vom 6. April 2019

Damiano Kreuz (c) Kristin Wolz
Damiano Kreuz
Sa 13. Apr 2019
Kristin Wolz, OFS

I
Details vom Damiano-Kreuz
Auf der rechten Seite stehen Maria und der Lieblingsjünger Johannes unter dem Kreuz. Maria lächelt – Widerschein ihres Sohnes. Die Auferstehung leuchtet durch das Leiden hindurch.

Kleider deuten Funktionen an:
– Kostbar gearbeiteter, weißer Schleier – Reinheit von Maria – Jungfrau-Mutter
– Dunkelrot des Mantels steht für die tiefe Farbe der Liebe oder Braun? In der Symbolsprache weist diese Farbe auf das Menschlich-Irdische.
– Violetter Rock:  Farbe des Vorhangs im Allerheiligsten des Jerusalemer Tempel, der die Bundeslade vor den Augen des Volkes verbarg: Maria die „neue Lade des Bundes“, weil sie das Wort Gottes in sich trug (das neue Gesetz).

Johannes:
Auch er kein Trauernder. Er ist Maria zugewandt, reagiert auf Jesu Worte: „Siehe deine Mutter.“
Seine rechte Hand verweist auf Jesus, wie auch Marias Hand.
Sein rosa Gewand steht für Liebe zur ewigen Weisheit Gottes. Seine Sendung: Weisheit der göttlichen Offenbarung aufzuschreiben in Briefen und der Apokalypse.  Er ist Meister und Lehrer der Weisheit.
Die weiße Tunika zeugt von seiner Reinheit.
(nach: Kreidler-Kos, Kuster: Christus auf Augenhöhe. 2009. S. 24ff)

II
Das Tau-Symbol des OFS.
Knappe Erklärungen lassen sich unter diesem Link finden.
Wir erinnerten uns an das Tau, das sich schon im AT finden lässt.
Eingebunden ist unser Kreuz in das Rot der Liebe, dem Violett des Umkehrens, das immer möglich ist, und dem Grün der Hoffnung.
Uns interessierten die zwei weißen Ecken, die danach fragen, welche Farbe, welche Akzente wir unserem Leben geben wollen.

III
Wir wissen um unser „Wohlergehen“. Uns geht es gut. Das ist nicht selbstverständlich. Dafür danken wir.
Wir wissen um die Not um uns herum und weiter weg. Wir verzweifeln an der Trägheit der Politiker*innen, die die Warnungen der Natur ignorieren. Wir können nicht glauben, wie es gelingen konnte, Menschen auf die Rolle des Konsumenten zu reduzieren. Wir sorgen uns um unsere Kinder und Enkel.
Das sind Kreuze, die wir mit uns tragen. Sie sind leichter zu ertragen, wenn sie mitgeteilt werden dürfen, wenn wir gemeinsam Grenzen ausloten. Wir blicken auf unseren Alltag, den wir bewusst und verantwortungsvoll leben. Greta Thurnberg, mit ihrer so eigenen Konsequenz (trägt nur gebrauchte Kleidung, fliegt nicht,...) ist Vorbild, die Vorsätze im Alltag auch durchzuhalten.

Wir werfen unseren gesamten Gefühls-und Denkmischmasch vor Jesu Füße –  und beharren auf unser Bemühen um gelebten Glauben. Unser gemeinsames Dennoch lässt uns bei vielen Gelegenheiten lachen, das in den kommenden vier Wochen immer mal wieder im Alltag aufblitzt und beim nächsten Treffen wieder poliert wird:

Am 4. Mai um 16 Uhr im Hause Wolz. Dossenheimer Weg 19. 68526 Ladenburg.

pace e bene – ein frohes Osterfest!