Schmuckband Kreuzgang

Kirche auf dem Pastoralen Weg (1)

Die vier Gemeindekirchen im Pastoralraum Gießen-Stadt: St. Thomas Morus, Maria Frieden (oben) - St. Albertus, St. Bonifatius (unten) (c) Sascha Rheker
Die vier Gemeindekirchen im Pastoralraum Gießen-Stadt: St. Thomas Morus, Maria Frieden (oben) - St. Albertus, St. Bonifatius (unten)
Mit der Einführung des Pastoralteams unter Leitung von Pfarrer Erik Wehner am Sonntag, 10. Juli 2022, beginnt der Aufbau der neuen Pfarreienstruktur in Gießen und Heuchelheim zum Pastoralraum Gießen-Stadt. Auf dieser Seite wollen wir Sie über den aktuellen Stand informieren.

 

Der Pastoralraum als neue Struktur

Die Kirche befindet sich in einer Phase großen Wandels, die sich nun auch in einer deutlichen Veränderung der Strukturen niederschlägt. Zum 31.7.2022 werden im Bistum Mainz die 20 Dekanate aufgelöst. Gleichzeit werden mehrere Pfarreien zur verbindlichen Zusammenarbeit verbunden zu einem „Pastoralraum“, um in einigen Jahren zu einer neuen Groß-Pfarrei zu verschmelzen.  

Was bedeutet das vor Ort?

Das bisherige Kath. Dekanat Gießen wird aufgelöst und gliedert sich fortan in drei neue Pastoralräume: Die Gießener Pfarreien (inklusive der Filialgemeinde Heuchelheim) bilden den „Pastoralraum Gießen-Stadt“. Die Pfarreien zwischen Lollar und Grünberg bilden den „Pastoralraum Gießen-Nord-Ost“. Die Pfarreien von Langgöns, über Pohlheim und Lich bis Hungen bilden den „Pastoralraum Gießen-Süd“. 

Am 10. Juli hat der (noch) amtierende Dekan, Pfarrer Martin Sahm, das Pastoralteam eingeführt, das gemeinsam für die Pfarreien unseres Pastoralraums zuständig ist.  

Warum überhaupt ein „Pastoraler Weg“?

Den Pastoralen Weg gibt es nicht, weil der Bischof ihn sich einfach mal so „ausgedacht“ hätte, sondern wegen gesellschaftlich-kirchlicher Entwicklungen, die schon seit Jahrzehnten im Gange sind und deren Folgen (weniger Gläubige, weniger Priester, weniger pastorale Mitarbeiter/innen, weniger Finanzen) immer drängender werden. Insofern ist der Pastorale Weg nicht „das Problem“, sondern ein seriöser Ansatz, angemessene Antworten auf diese Herausforderungen zu finden. Das Bistum Mainz, zu dem wir gehören, ist eines der letzten Bistümer in Deutschland, das eine solche Strukturreform angeht. Viele werden wissen, dass in unserem Nachbar-Bistum Limburg entsprechende Entwicklungen schon über 20 Jahre im Gange und wesentlich weiter fortgeschritten sind. Auch das Bistum Mainz muss in den nächsten 10 Jahren einen Rückgang von Personal, Finanzen und Gebäuden von ca. 40 bis 50 % verkraften und möglichst sinnvoll umsetzen.

Trotzdem soll der Pastorale Weg nicht nur ein (unvermeidlicher) Sparprozess sein, sondern bewusst ein pastoraler Weg. So ist das wichtigste, wie die Seelsorge und Gemeindearbeit im zukünftigen Pastoralraum aussehen kann, und wie wir, trotz schwieriger werdender Rahmenbedingungen, möglichst gut unseren Glauben leben und das Evangelium bezeugen können, so dass für Menschen deutlich werden kann, warum es sich lohnt, auf der Suche nach Gott zu sein und unser Leben am christlichen Glauben auszurichten.

Daher werden im neuen Pastoralraum Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit zentralen Themen wie Gottesdienst, Verkündigung und Katechese, Sozialpastoral, aber auch Verwaltung, Finanzen und Immobilien beschäftigen. Die Überlegungen werden in der „Pastoralraumkonferenz“ gebündelt und von einer Steuerungsgruppe koordiniert. Es mag sein, dass diese strukturellen Aspekte erst mal nicht so spannend klingen, aber es wird interessant, wenn es um die Inhalte und das konkrete zukünftige Gemeindeleben geht. Daher laden wir herzlich zur Mitarbeit in diesen Arbeitsgruppen ein, um so die Zukunft der Kirche in Gießen miteinander zu gestalten. Gremien und Gemeindeleitung werden mit diesem Anliegen auf die ehrenamtlich Engagierten zukommen und freuen sich über alle, die bereit sind, daran mitzuarbeiten, weil ihnen das Leben der Kirche vor Ort und der Glaube etwas bedeuten.

Pfarrer Erik Wehner

Pastoraler Weg: Phase II

Bistum Mainz (c) Bistum Mainz

Der Pastorale Weg ist ein Weg der Entwicklung und Erneuerung der Kirche im Bistum Mainz, zu dem uns unser Bischof einlädt und auffordert. Er steht unter dem Leitwort „Eine Kirche, die teilt“. Gemeinsam bewegt uns die grundlegende Frage: „Wie wollen und können wir heute und 2030 unser Christsein leben?“

"Wie wollen und können wir heute und 2030 unser Christsein in und um Gießen leben?" - eine Bedarfsbefragung

Was_erwartet_Ihr_von_der_Kirche_ (c) PV Gießen

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor fast genau zwei Jahren eröffnete Bischof Dr. Peter Kohlgraf den Pastoralen Weg im Bistum Mainz. Der organisatorische und geistliche Weg bezeichnet die Weiterentwicklung und Erneuerung der Kirche im Bistum Mainz. Dieser Prozess steht unter dem Leitwort „Eine Kirche, die teilt“. Gemeinsam bewegt uns die grundlegende Frage: „Wie wollen und können wir heute und 2030 unser Christsein leben?“ 

Kirche und Gesellschaft verändern sich. Deshalb lädt Bischof Peter Kohlgraf dazu ein, diese Veränderung mitzugestalten. Die erste Phase einer insgesamt dreigliedrigen Prozessstruktur soll im November abgeschlossen sein. In der ersten Phase geht es um Wahrnehmung, was die Menschen brauchen, ob sie bekommen, was sie brauchen, und ob sie brauchen, was sie bekommen.

Um dieser Frage auf die Spur zu kommen, um qualitativ damit arbeiten zu können und letztendlich sowohl einen Perspektivwechsel als auch ein Transformationsprozess in und mit Kirche, und somit auch für das Dekanat Gießen, initiieren zu können, möchten wir eine Bedarfsermittlung durchführen.

Dazu bitten wir Sie, diese Email an Ihre Mitarbeitenden oder andere Interessierte, unabhängig von ihrer Konfession und Religionszugehörigkeit, weiterzugeben. Die Befragung ist anonym und ab sofort bis zum 18.04.2021 freigeschaltet. Wenn Sie Fragen zur Bedarfsermittlung haben, wenden Sie sich gerne an dekanat.giessen@bistum-mainz.de.

Zur Befragung gelangen Sie über folgenden LINK:

https://forms.office.com/r/HQSf7rP5z5

oder über den nebenstehenden QR-Code

 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung im Rahmen des Pastoralen Weges!