Schmuckband Rad

Miseror-Fastenaktion

Meditation zum Hungertuch (c) Misereor
Mi 25. Mär 2020
Bruno Bellinger

Hungertuch und Misereor-Kreuzweg

Meditation zum Hungertuch

ZU-GRUNDE GEHEN ALS HOFFNUNGSKRAFT
Unser gemeinsames Wohnen im
Schöpfungshaus ist zerbrechlich und frag-würdig
geworden wir sind auf uns selbst
zurückgeworfen
schonungslos konfrontiert mit der Härte des Lebens 

von Piere Stutz

bitte lesen Sie hier weiter:

Meditation zum Hungertuch, als PDF zum Herunterladen

Liebe Freundinnen und Freunde von MISEREOR,

fastenaktion-2020-kreuzweg-für-erwachsene (c) Misereor

Corona hat unser Land im Griff. Die Schulen sind geschlossen, Gottesdienste sind abgesagt. Wir sind gezwungen, viel Zeit zuhause, teilweise alleine oder im engen Familienkreis zu verbringen.

Die meisten unserer gewohnten Aktivitäten zur Fastenzeit können nicht stattfinden. Der Besuch der Gäste der MISEREOR-Fastenaktion musste abgebrochen werden, weil sie einen Rückruf in ihre Heimat erhielten.

Viele von Ihnen machen sich Sorgen, wie es in Deutschland weiter geht. Vielleicht haben Sie auch Verwandte oder Freunde, die zur Risikogruppe gehören oder sind selbst um ihre Gesundheit besorgt. Wir leiden unter den Einschränkungen des sozialen Lebens.

Lassen Sie uns ein Stück Gemeinsamkeit erfahren. Ich lade Sie ein, mit mir am 5. Fastensonntag, den 29. März mit mir den MISEREOR-Kreuzweg zu beten. Wenn es Ihnen zeitlich möglich ist, treffen wir uns alle im Geiste um 10 h, aber auch zu einer anderen Uhrzeit sind Sie gerne dazu eingeladen und gehören zu unserer Gruppe.

Der Kreuzweg ist in diesem Jahr besonders schön gestaltet: eine Gemeinschaftsarbeit von 14 Frauen, die – in Anlehnung an das Hungertuch – die einzelnen Stationen gestaltet haben. Dabei haben sich wahrhaft künstlerische Talente entwickelt.

Wenn wir den Kreuzweg beten, wollen wir an die Menschen in unserem Land denken, die zu einer Risikogruppe gehören und vielleicht auch deshalb sehr alleine sind. Wir denken auch an die vielen kleinen Betriebe, die jetzt um ihre Existenz bangen müssen. Wir wollen aber auch an die Menschen denken, die im Globalen Süden von dem Virus bedroht sind: in Ländern mit unzureichenden hygienischen Standards und einem prekären Gesundheitssystem; in den (Bürger)kriegsregionen; in den Flüchtlingslagern weltweit und besonders an den Grenzen Europas, wo die Menschen sowieso schon geschwächt sind und auf engstem Raum zusammen leben müssen. Es gibt sicher noch viele andere Situationen, in denen Menschen von dem Virus existentiell bedroht sind.

Wir wollen sie alle in diesen Kreuzweg mit einschließen. Wir wissen, dass Jesus uns auch in dieser Situation begleitet und dass am Ende auch die Auferstehung steht. Deshalb hat der MISEREOR-Kreuzweg auch 15 Stationen. Darauf dürfen wir hoffen – auch in dieser Zeit.

Ich wünsche Ihnen noch eine gesegnete Fastenzeit, die vielleicht gerade durch die momentane Situation neue Erfahrungen – auch von Auferstehung – ermöglich.

Der Kreuzweg ist hier als Download verfügbar: 

Misereor-Kreuzweg für Erwachsene

Bleiben Sie gesund!

Herzliche Grüße