Kirche Christkönig in Alsfeld
Kirche Christkönig in Alsfeld
Kirche Christkönig in Alsfeld
Kirche Christkönig in Alsfeld
Kirche Christkönig in Alsfeld
St. Matthias Homberg
St. Matthias Homberg
St. Matthias Homberg
St. Matthias Homberg
St. Matthias Homberg

Gedanken zu Weihnachten

Im Namen vom Pastoralteam Ihr Pfarrer Zbigniew Wojcik

Fr 13. Dez 2019

Weihnachten ist ein merkwürdiges Fest, merk-würdig im
wahrsten Sinne des Wortes: Viele von uns denken an
diesem Fest an früher zurück: Weihnachten damals, als
wir Kinder waren – erinnerst du dich?
Das erste Weihnachten zu zweit, als Paar.
Oder auch: das erste Weihnachten allein.
Weihnachten ist für viele Menschen wie ein Brennpunkt, an
dem sich das Leben und damit die Erinnerung konzentriert.
Während sonst das Jahr oft zerfließt, ist das
Weihnachtsfest ein klarer Höhepunkt.
Und wenn es uns nicht so gut geht, ein Tiefpunkt, der
richtig schmerzt.
Ja, Weihnachten ist ein Jahreshöhepunkt in unserem
Leben.
Deshalb gibt es wohl all den Perfektionsdruck, der aus der
biblischen Geschichte ja gar nicht abzuleiten ist. Das
möchte ich immer wieder sagen: Diese Geburt war kein
romantisches Kapitel der Geschichte – es geht um Gott,
der zu uns Menschen kommt.
Weihnachten als Zäsur im Jahr – deshalb sind wir vielleicht
an diesem Fest auch besonders verletzlich. Und so
kommen die großen Lebensfragen und auch die großen
Glaubensfragen an die Oberfläche, die wir sonst im Alltag
oft an die Seite schieben: Wo bin ich eigentlich
angekommen in meinem Leben? Weiß ich, wo ich hin will?
Was heißt das, wenn Gott Mensch wird? Können wir diese
alte Geschichte glauben in unserer modernen Welt?
„Gott hat die Welt so geliebt, dass er seinen eingeborenen
Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren
werden, sondern das ewige Leben haben“ (Joh 3,16)
Das ist sozusagen eine kurze Erklärung des christlichen
Glaubens, kürzer geht es kaum.
An Weihnachten feiern wir die Geburt des Gotteskindes.
Geboren aus der Liebe Gottes.
Lassen Sie sich auf diese Liebesbeziehung ein.
Eine Liebesbeziehung mit Gott.
Verliebt.
Da sieht ein Mensch die Welt mit anderen Augen.
Alles ist in anderem Licht, im Licht der Liebe.
Jemand geht an meiner Seite – da ändert sich mein Blick,
und durch meinen Blick können andere neu werden.
Ja, neue Lebenswege eröffnen sich.

Gott liebt dich, so wie du bist.
Gott geht mit dir heute und morgen und weit darüber
hinaus.
Und du kannst andere lieben und mit ihnen gehen und
für sie eintreten. In aller Freiheit.
Das ist die Botschaft von Weihnachten: Es gibt keine
größere Kraft als die Liebe. Sie überwindet den Hass,
wie das Licht die Finsternis.
Wir wünschen Ihnen und Ihren Familienangehörigen
ein friedliches und gesegnetes Weihnachtsfest und für
das Neue Jahr 2019 viel Glück, Gesundheit
und Gottes reichen Segen!


Im Namen vom Pastoralteam
Ihr Pfarrer Zbigniew Wojcik