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Studie: Gläubige bewältigen Pandemie besser und sind zufriedener

Uni Wien erforscht Religiosität in der Corona-Krise

(c) CC0 1.0 - Public Domain (von unsplash.com)
Datum:
Sa 13. Jun 2020
Von:
katholisch.de

Hilft Beten gegen Corona? Das konnten die Soziologen der Uni Wien nicht feststellen – aber was sie herausgefunden haben, stimmt dennoch optimistisch: Wer betet und wem Glauben wichtig ist, kommt optimistischer und besser durch die Krise.

 

Religiöse Menschen können mit den Einschränkungen während der Corona-Krise besser umgehen und sind zufriedener. Das hat eine Datenauswertung von Soziologen der Universität Wien ergeben, die am Wochenende veröffentlicht wurde.

Dabei zeigte sich, dass stärker religiöse Menschen aktivere Strategien der Krisenbewältigung anwenden. Während weniger religiöse Menschen dazu neigen, die Krise zu verdrängen oder zu negieren, suchen religiösere eher nach sozialer Unterstützung und setzen sich stärker mit der Krise auseinander als weniger religiöse Menschen. Zudem ist die sehr religiöse Gruppe die einzige, die besonders optimistisch in der Krise agiert. Insgesamt hatten in der Studie die sehr religiösen Menschen die höchste Lebenszufriedenheit in der Krise.

Religiöse für höhere Steuern, gegen Grundeinkommen

Auch die politischen Einstellungen unterscheiden sich deutlich. Je religiöser die Befragten eingestuft wurden, desto stärker autoritär ihre Grundeinstellung und desto höher ihr Vertrauen in staatliche Institutionen. Religiöse finden die Maßnahmen der Regierung und Ausweitung der Befugnisse der Polizei angemessener als weniger religiöse und nicht-religiöse. Unter ihnen besteht zwar eine hohe Bereitschaft, die Folgen der Krise durch höhere Steuern zu bewältigen, ein bedingungsloses  Grundeinkommen lehnen Religiöse jedoch deutlich ab.

Wandel der Religiosität in Österreich in Zahlen
Bild: © Uni Wien

Wandel der Religiosität in Österreich in Zahlen (Daten: 2020: Austrian Corona Panel Data, Welle 5 (N= 1515). 1986, 1993 und 2016: Sozialer Survey Österreich (N = jeweils ca. 2.000); 1991, 2008 und 2018: ISSP-Österreich (N= jeweils ca. 1000).)

Die Wissenschaftler stellen fest, dass religiöse Bindungen wie in Deutschlandauch in Österreich deutlich abnehmen. Nur noch etwa ein Viertel der Bevölkerung betet regelmäßig oder öfter, 1991 taten dies noch die Hälfte der Österreicher. Zwischen 1986 und 2020 hat sich der Anteil der Befragten, die Religion für sich als nicht wichtig erachten, fast verdoppelt auf mehr als zwei Drittel der Bevölkerung. Anderen Studien zufolge gehören die Österreicher noch nach den Deutschen zu den Völkern, in denen am wenigsten gebetet wird.

12 Prozent der Österreicher sind sehr religiös

Für die Auswertung haben die Wissenschaftler vier Gruppen anhand der Antworten zur Häufigkeit des Betens und zur Wichtigkeit von Religion und Kirche Gruppen unterschiedlicher persönlicher Religiosität gebildet. Die Gruppe der Hochreligiösen ist in der Auswertung mit 12 Prozent der Befragten auch die kleinste, gefolgt von den mittelmäßig religiösen (25 Prozent) und den gering religiösen (30 Prozent). Ein Drittel der Österreicher ist der Studie zufolge Nichtreligiös. Die veröffentlichten Daten unterscheiden nicht zwischen verschiedenen Konfessionen und Religionen.

Die Datengrundlage entsteht im Rahmen eines Forschungsprojekts der Uni Wien, dem Austrian Corona Panel Project, an dem Wissenschaftler verschiedener Disziplinen beteiligt sind. Dabei werden 1.500 Personen, die die soziodemographische Struktur der österreichischen Bevölkerung repräsentativ abbilden, wiederholt befragt. Zudem wurden Daten des österreichischen Social Survey verwendet, das Einstellungen der Bevölkerung im Jahrestakt abfragt. Ziel des Projekts ist es, die Wahrnehmung, die empfundenen Auswirkungen und der Umgang mit sowie die Reaktion auf politische Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise zu erforschen. (fxn)