Ausstellung des AK Jüdisches Bingen - 26.10.2021-26.11.2021

AKJB_Ausstellung (c) Arbeitskreis Jüdisches Bingen
Von:
Arbeitskreis Jüdisches Bingen

Die Ausstellung „1700 Jahre jüdisches Leben. Tradition und Identität der Juden in Rheinland-Pfalz“ in der Mainzer Volksbank in Bingen wird bis zum 26.11.2021 verlängert.

Die Veranstalter, das Institut für geschichtliche Landeskunde Rheinland-Pfalz (IGL), die Mainzer Volksbank und der Arbeitskreis Jüdisches Bingen haben sich aufgrund der sehr positiven Rückmeldungen entschlossen, die Ausstellung weiter offen zu halten. Das gesamte Inventar der Ausstellung, die Stellwände mit den jeweiligen Themen, die Vitrinen mit dem Inhalt des Judaica Koffers und die Präsentation auf dem Laptop wurden von Besuchern ge-lobt.

Für Binger eine ganz besondere Zugabe ist der Film, der virtuell den Innenraum der ehemaligen Binger Synagoge zeigt. Er wurde unmittelbar vor Beginn der Ausstellung fertig und konnte bei der Eröffnung uraufgeführt werden. Interessenten, aber auch Schulen, die es bis jetzt noch nicht schafften die Ausstellung zu besuchen, haben nun noch zwei Wochen Zeit um dies nachzuholen.

Zu den Geschäftszeiten der MVB können Sie die vom Institut für geschichtliche Landeskunde (IGL) an der Uni Mainz und dem Arbeitskreis Jüdisches Bingen organisierte Ausstellung besucht werden.

Zum Hintergrund der Ausstellung:

Mit dem Dekret Kaiser Konstantins aus dem Jahr 321 wurde es Juden erlaubt, auf dem Gebiet des römischen Reichs in den Stadtrat berufen zu werden. Dieses Dekret ist die älteste erhaltene Urkunde, welche die Existenz von Juden nördlich der Alpen belegt; sie ist auch Orientierungspunkt für das bundesweit begangene Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“.

Wie vielfältig jüdisches Leben auf dem Gebiet von Rheinland-Pfalz im Laufe der Geschichte war und heute wieder ist, vermittelt die vom IGL konzipierte Wanderausstellung „1700 Jahre jüdisches Leben. Tradition und Identität der Juden in Rheinland-Pfalz“. Auf 16 Thementafeln werden Schlaglichter auf einzelne Persönlichkeiten, Bräuche und Bauten präsentiert. Diese Informationen können über digitale Angebote vertieft werden. Ergänzt wird die Ausstellung durch Filmdokumentationen sowie durch Zeitzeugeninterviews und eine virtuelle Rekonstruktion der 1938 zerstörten Synagoge in Simmern. Besonders facettenreich ist das jüdische Erbe in Rheinland-Pfalz aus dem Hochmittelalter, wie jüngst die Anerkennung der SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz am 27. Juli 2021 als Weltkulturerbe der UNESCO belegt.

Die Wanderausstellung im Rahmen des Festjahrs „321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ in Kooperation mit dem Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit sowie dem Beauftragten für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen der Ministerpräsidentin in Rheinland-Pfalz wird an verschiedenen Orten in Rheinland-Pfalz gezeigt.

Ergänzt wird die Ausstellung z.B. durch das Modell der Binger Synagoge in der Rochusstraße.

Wir wünschen Ihnen viele Impulse!