Kippa, Tora und Schabbat – Einblicke ins Judentum

Datum:
Termin: Samstag, 18.06.22 - 08:00 - Donnerstag, 30.06.22 - 22:00
Von:
Arbeitskreis Jüdisches Bingen
Ort:

Projektwoche des SGG mit Arbeitskreis Jüdisches Bingen und Museum am Strom

Der Arbeitskreis Jüdisches Bingen und das Museum am Strom Bingen freuten sich über das rege Interesse von rund 130 Schüler*innen aus insgesamt fünf Klassen des Binger Stefan-George-Gymnasiums an der jüdischen Kultur.

 

SGG-Workshop (c) Arbeitskreis Jüdisches Bingen

An vier Tagen erkundeten die Kinder in mehreren Gruppen den jüdischen Friedhof, der mit rund 1000 Grabstätten nicht nur ein wichtiger kulturhistorischer Ort, sondern nach wie vor Begräbnisstätte für verstorbene Juden ist.

Bei dem Besuch wurden auch interessante und wichtige Gräber besucht. So das Grab des früheren Vorsitzenden der orthodoxen Binger jüdischen Gemeinde, Mayer Levi, der auch Mitglied des Binger Stadtrates war. Aber auch die Grabstätte der Familie Coblenz, das Doppelgrab der Geschwister Hohmann, die vor ihrer Deportation den Freitod suchten und selbstverständlich das Grab des Binger Ehrenbürgers, Dr. Isaak Ebertsheim, auch Dr. Rüböl genannt.

Anschließend vermittelte ein Workshop in der Erlebniswerkstatt des Museums den jungen Besuchen lebhafte, praxisorientierte Einblicke in die hebräische Schrift und die jüdische Religion: Die Schüler*innen schrieben ihren Namen in Hebräisch, entzifferten hebräische Wörter und bekamen so ein Gefühl für die ungewohnte Schreib- und Leserichtung von rechts nach links. Beim anschließenden Drucken eines hebräischen Buchstabens mit Schablonen und bunten Acrylfarben waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Nicht allein der Spaß stand beim Basteln eines Treidels und dem anschließenden Spielen im Fokus, sondern die Kinder erfuhren dabei auch etwas über die Geschichte des jüdischen Lichterfestes Chanukka.

Den Gebräuchen am Schabbat widmete sich eine Station, an der die Jungen und Mädchen ein Rezept für die Challa, eine Art Hefezopf, manchmal bestreut mit Mohn oder Sesam, abschreiben konnten. Schließlich rundete das Flechten eines Armbandes nach dem Muster dieses jüdischen Zopfbrots das unterhaltsame Bildungserlebnis ab.