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Geistliches Wort

zum Valentistag - 14. Februar

Liebe (c) www.pixabay.com
Liebe
Sa 8. Feb 2020
Adelheid Wloka

Begehen auch Sie den 14. Februar, den Valentinstag, indem Sie Blumen verschenken? Obwohl sich hier bei uns in Deutschland dieses Brauchtum nicht so stark durchgesetzt hat, wie man es besonders in England und Amerika erleben kann, ist vielen der Valentinstag als „Tag der Liebenden“ ein Begriff.

Zurück geht das auf einen Märtyrer aus dem 3. Jh., obwohl sich die Forschung nicht einig ist, ob es damals zwei Personen mit diesem Namen – den Priester Valentin von Rom und den Bischof Valentin von Terni (Umbrien) – gegeben hat, oder ob es ein und dieselbe Person ist. Auf jeden Fall belegt ein Dokument aus dem Jahre 354 n. Chr., dass Papst Julius I. (Papst von 337-352, der übrigens auch das Weihnachtsfest endgültig auf den 25.12. festlegte!) zu Ehren des hl. Valentinus eine Kirche an der Via Flaminia errichten ließ. Offensichtlich hatte der Heilige damals schon eine so große Bedeutung und Popularität, er gilt seitdem v.a. als Helfer gegen Epilepsie (weil er einen „fallsüchtigen“ Jungen geheilt haben soll) und als Patron der Liebenden. Das geht darauf zurück, da er in einer Zeit, in der das Christentum noch starker Unterdrückung und Verfolgung ausgesetzt war, trotz des Verbotes von Kaiser Claudius Gothicus (268-270 n. Chr.) Liebespaare nach christlichem Ritus vermählte (erst durch die Mailänder Vereinbarung 313 n. Chr. durch die Kaiser Konstantin (Westen) und Licinius (Osten) werden „sowohl den Christen als auch überhaupt allen Menschen freie Vollmacht [gewährt], der Religion anzuhängen, die ein jeder für sich wählt“, was auch und besonders für die Christen freie Religionsausübung bedeutete).

Außerdem habe Valentin den frisch verheirateten Paaren Blumen aus seinem Garten geschenkt. Beim Kaiser angezeigt, wurde er am 14. Februar 269 durch Enthauptung hingerichtet (weswegen er in Abbildungen oft auch mit einem Schwert dargestellt wird).

Ich finde auch den Valentinstag eine wunderbare Gelegenheit, wenn sich Liebende ihre gegenseitige Bedeutung und Gemeinschaft auch durch Gesten wie Blumen o.ä. zeigen. Dies ist übrigens eines der „Fünf Sprachen der Liebe“, die der US-amerikanische baptistische Pastor, Beziehungsberater und Autor Gary Chapman (* 1938) in seinem Buch „Die 5 Sprachen der Liebe – Wie Kommunikation in der Partnerschaft gelingt“, 2010, vorstellt: Neben Geschenken sind es seiner Überzeugung nach noch Lob + Anerkennung, gegenseitige Hilfsbereitschaft, Zärtlichkeit und Zeit zu zweit, die Garanten für eine dauerhafte glückliche Beziehung sind. Wie schön, wenn dabei auch der hl. Valentin hilft!

Pfr. Rudolf Göttle