5 Minuten Balsam für die Seele

Aquarell Siebzigmalsieben (c) Edith Hemberger
Aquarell Siebzigmalsieben
Datum:
Sa. 27. Feb. 2021
Von:
MA

„Gönnen Sie sich in der Fastenzeit  5 Minuten Balsam für die Seele!“ Unter diesem Motto gestaltet das thematische Gottesdienstteam während der Fastenzeit rund um ein ausgewähltes Aquarell von Edith Hemberger verschiedene Texte, Gebet, Impulse und Nachdenkenswertes in der Kirche Maria Himmelskron. Die wechselnden Anregungen bieten somit auch außerhalb der Gottesdienste die Möglichkeit das eigene Leben und den Glauben in den Blick zu nehmen.

Herzliche Einladung an alle Interessierte, dieses Angebot anzunehmen.

An den nächsten Fastensonntagen wird es hier auf unserer Website immer wieder einen neue Impuls geben, der Sie durch die Fastenzeit begeleiten soll. 

Impuls zum 2. Fastensonntag

Ein Gebet zum Durchatmen

 

O Gott, es gibt vieles, das ich nicht weiß.
Es gibt vieles, das ich nicht durchschaue.
Es gibt vieles, das ich nicht in der Hand habe.
Wenn ich mich ohnmächtig fühle, will ich einmal tief durchatmen
und darauf vertrauen, dass ich nicht das Ganze bewältigen
muss, sondern das tun kann, was mein Part ist.
Wenn ich verunsichert bin, will ich einmal tief durchatmen und
darauf vertrauen, dass ich nicht alleine bin und dass unsere
Weisheit gemeinsam reicher ist.
Wenn ich Angst habe, will ich einmal tief durchatmen und darauf
vertrauen, dass ich nicht aus Gottes Nähe herausfalle, sondern
dass Gottes Geist mir nahe ist.
Was ich weiß, ist: Mein Leben und meine Liebe und meine
Würde reichen so viel weiter als das,
was ich leisten oder tun kann.
Was ich sehen kann, ist: Nach jedem Winter kommt der Frühling
und neues Leben wächst aus dem kalten Erdboden.
Was ich kann, ist tief durchatmen und
dieser Welt Liebe einflößen, die sie so dringend braucht.
"Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die
Liebe ist die größte unter ihnen."
(Rev. Dr. Hannah Adams Ingram)

Impuls zum 1. Fastensonntag

 

nach Psalm 139

 Von allen Seiten umgibst du mich
und hältst deine Hand über mir
Gott, du kennst mich,
Du achtest auf mich.
Nie gibst du mich verloren.
Ich sitze oder stehe,
ich liege oder gehe,
du hältst deine Hand über mir.
Alle meine Wege sind dir bekannt.
Alles, was ich denke und sage:
Du kennst es.
Mein ganzes Leben liegt offen vor dir.
Von allen Seiten umgibst du mich
und hältst deine Hand über mir
Wenn ich in Schwierigkeiten bin,
willst du mich begleiten.
Wenn ich nicht aus noch ein weiß
und mich am liebsten verstecken möchte,
so bleibt dir meine Not nicht verborgen.
Du achtest auf mich.
Nie gibst du mich verloren.
Von allen Seiten umgibst du mich
und hältst deine Hand über mir.
Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein
Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der Herr
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

 

365, 366, 367, die Tage rasen und die Zeit vergeht doch nicht.
Eigentlich passiert ja auch nichts. Und dann ist doch nur wieder ein weiterer Tag vorbei.
Seit einem Jahr leben wir in dieser Pandemie. -
Einsamkeit, Krankheit, Depression, körperliche
Gewalt, Stress, wirtschaftliche Probleme, Existenzängste... -
Corona bringt viele Sorgen und Nöte. Wie schaffen
wir es, mit Allem besser umzugehen?
Viele Dinge und Aktivitäten können den Alltag bereichern.

Wir sollten versuchen, unsere Zeit besser einzusetzen.
Zeit - für die Kinder

  •  zum Lesen
  •  für Sport
  •  zum Spazieren gehen
  •  für ein Gebet
  •  für ein Gespräch
  •  für einen Anruf
  •  Zeit für ein Lächeln

Jeder freut sich, auch unbekannterweise über ein Lächeln oder einen Gruß.

Dann wird es bestimmt bald wieder hell in unserem Leben. Die Hoffnung auf bessere Tage steigt und steigt.

 

Rennen, Sorgen, vorbereiten, nacharbeiten…. Manchmal deckt mein Alltag alles zu.
Ich sitze hier in dieser Kirche und es ist Raum für alle meine Gedanken und Gefühle.
Es ist Raum für meine Fragen, für meine Trauer, für meine Wünsche, für meine Dankbarkeit…
Ich darf einfach hier sein – so wie ich bin.
Ich nehme mir bewusst Zeit, um das Bild auf mich wirken zu lassen….
Wenn ich dieses Bild betrachte, was fällt mir als erstes ins Auge?

Die Farbe?
Die Form?
Die Striche?
Die Mitte?

Welche Assoziationen löst das Bild, die Zeichnung in seinen Details bei mir aus?
Welche Fantasien habe ich dazu?
„Was sehe ich auf dem Bild?“ – „Was spricht mich an?“ – „Was irritiert mich vielleicht?“
Wo und wie betrifft mich das Bild ganz persönlich? Was sagt mir das Bild in meiner konkreten Lebenssituation? Hat das Bild etwas mit meinem Leben zu tun? Was kann ich damit „anfangen“?
Die Künstlerin hat dem Bild den Titel „Siebzigmalsieben“ gegeben.
Was verbinde ich mit Zahlen? Mit der Zahl sieben? Gibt es eine bestimmte Zahl für mich, die eine besondere Bedeutung hat?