Aus der PGR-Sitzung vom 24.Juni 2020

Die Partnersuche geht weiter

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Fr 26. Jun 2020
Mark Niedziella von Wedl

Unter blauem Himmel eröffnete der 1. Vorsitzende Dr. Peter Kwasniok die erste Nicht-Online-Sitzung im Hof des Pfarrheims MHK. Als geistlicher Impuls diente ein ökumenisches Gebet aus dem Corona-Shut- Down.

Der ökumenische Kirchentag 2021 in Frankfurt steht vor der Tür und es werden Privatquartierbeauftragte gesucht. Das Ganze sollte, so der 2. Vorsitzende Professor Eberhardt Hildt, unter Coronavorbehalt geplant werden.

Pascal Czok, der den Vorstand auf der Dekanatskonferenz, vertreten hatte, stellte in einem Thesenpapier Herausforderungen der Katholischen Kirche für das Dekanat Rodgau vor. An erster Stelle müsse sich die Kirche öffnen und in die Gesellschaft miteinbringen. Von Kooperationspartnern, wie dem Kreis Offenbach, würde dies begrüßt, so Czok. These 2 fordert auf, die frohe Botschaft zu verkünden. Kirche muss hinhören und achtsam wahrnehmen, was die Menschen vor Ort brauchen. Dies geschehe durch christlich diakonisches Handeln, wie zum Beispiel durch Lebensbegleitung in den Sakramenten, Trauerverarbeitungskursen u.a.m. An verschiedenen Orten wie z.B. Kindergärten, Schulen und Altenheimen werden diese Dienste verwirklicht.

Verstärkt werden sollen diakonisch karitative Arbeiten neben den gleichwertigen Grundvollzügen von Martyria (Bekenntnis), Liturgia (Gottesdienst) und Koinonia (Gemeinschaft). Dabei hat die aktuelle Krise gezeigt, dass digitale Medien und sozialen Netzwerke sinnvoll und ergänzend genutzt werden können.

Der Pastorale Weg, also die Fusionen von Kirchengemeinden im Bistum Mainz und die Schaffung von Regionen statt Dekanaten, nimmt nun wieder Fahrt auf. Die Partnersuche geht weiter, so der gemeinsame Nenner der Räte. Einstimmig beschlossen wurde, dass die Gespräche mit der St. Martinsgemeinde in Dietzenbach weitergeführt werden. Nach einem Treffen mit Dietzenbach im März werden sich Vertreter beider Gemeinden ein weiteres Mal treffen, um das Kennenlernen zu vertiefen. Daneben wurde in der PGR Sitzung am 24.06.2020 beschlossen auch mit anderen Pfarreien ins Gespräch zu kommen und die Möglichkeiten eines Zusammenwachsens zu sondieren. Ausdrücklich geht es dabei um die Gemeinden in den Städten Obertshausen und Mühlheim. Als wichtige Fusionskriterien neben den Verkehrswegen, wurde die Abstimmung auf staatliche Verwaltungsstrukturen genannt, wie z.B. Stadtgrenzen und Kreisgrenzen, da so Kooperation erleichtert werden könne.

Unter Verschiedenes wies Pastoralreferent Bedel daraufhin, dass Fächer wie katholische Religion, die in Mischgruppen unterrichtet werden, auf Grund von Corona bis auf weiteres ausgesetzt sind. Hinsichtlich der Idee eines Familienzentrums sollen, laut Pfarrer Weber, weitere Gespräche mit den politischen Parteien geführt werden.