Mitteilungen 05/21

aus der PG (c) PG Heusenstamm
aus der PG
Datum:
Do. 8. Apr. 2021
Von:
KKH/noh

Responsum ad dubium

So beginnt das Schreiben der Glaubenskongregation aus Rom zu der Frage, ob eine „Segnung der Verbindung von Personen gleichen Geschlechts“ erlaubt sei. Das war die Anfrage (dubium) - die Antwort (responsum) lautet: Nein.

Selten hat ein Schreiben aus Rom, solch eine Empörung ausgelöst, wie dieses. Und das quer durch die Gesellschaft und die Generationen. Love, no sin – Liebe - keine Sünde – wurde gepostet, getwittert, mit Kreide gemalt.

Ich weiß, dass all das vermintes Gebiet ist. Dennoch einige Anmerkungen, weil es auch mich beschäftigt:

  • Es geht und es darf nicht gehen, um die Verurteilung oder Ausgrenzung homosexuell empfindender oder lebender Menschen. Zum Teil wurde das in der Presse aber genau so dargestellt. Dieses Schreiben antwortet auf eine spezifische Anfrage. Die der Segnung homosexueller Verbindungen. Nicht mehr und nicht weniger.
  • Das ist das zweite, was in den Medien, aber auch innerkirchlich, scharf kritisiert wurde: dass man Menschen gerade beim Segen ausgrenze. Man segne – so ein Generalvikar einer anderen Diözese - doch so vieles und ausgerechnet das verweigere man an dieser Stelle. Ich denke, das ist nicht der Punkt. Natürlich kann und soll ich als Priester Gottes Segen zusprechen – jedem Menschen. Und ich werde ihn oder sie vorher gewiss nicht nach der sexuellen Orientierung fragen.
    Aber hier geht es um eine offizielle, quasi amtliche Liturgie für homosexuelle Lebensgemeinschaften. Das lehnt die Glaubenskongregation ab, weil das einer kirchlichen Eheschließung zwischen Mann und Frau zum Verwechseln ähnlich wäre.
  • Bischof Oster aus Passau schreibt: „Wir glauben, dass Gott das Heil von ausnahmslos jedem Menschen will. Gleichzeitig sehen wir den Auftrag Ehe und Familie besonders zu schützen. Die Kirche ist der Überzeugung, dass auf der Verbindung von Mann und Frau ein besonderer Segen Gottes liegt, der sich im Sakrament der Ehe entfaltet. Die römische Erklärung ist für mich ein Auftrag besonders auch auf die Menschen zuzugehen, die sich durch eine solche Hervorhebung des Ehesakramentes zurückgesetzt oder verletzt fühlen.“
  • Dem Heiligen Stuhl wäre – nicht nur an dieser Stelle – eine bessere Presseabteilung zu wünschen. Wie römische Verlautbarungen zum Teil kommuniziert werden, ist grottenschlecht. Andererseits war die Heftigkeit mancher Reaktionen schlichtweg inadäquat.

Soweit meine Ausführungen, die versucht haben ein Minimum an Differenzierung in die Diskussion zu bringen. Dass dann trotzdem noch Diskussionsbedarf besteht, das ist eine andere Baustelle.

Martin Weber, Pfr.

 

Erstkommunionvorbereitung nimmt weiter Fahrt auf

Spätestens seit dem Palmsonntag kann man sie in der Kirche sehen: unsere Kommunionkinder. Bisher hatten sie sich digital und in den Familien auf den Empfang der Ersten Heiligen Kommunion vorbereitet, begleitet durch Gottesdienste mit ihren Familien und einem Großgruppentreffen.

Nach den Osterferien sollen dann, je nach den gegeben Voraussetzungen, Treffen in der möglichen Gruppengröße stattfinden. Wie es das Gruppenbild zeigt, sind die Kinder „mit Jesus in einem Boot“. Und so, wie Jesus dem Petrus in der Erzählung des Seewandels die Hand entgegenstreckt und ihm und den Jüngern deutlich macht: „Habt Vertrauen, ich bin es“, so ist er auch für unsere Kommunionkinder da und streckt ihnen in diesen schwierigen Zeiten seine Hand entgegen. In Maria Himmelskron sind 21 Kinder zusammen mit 5 Katechetinnen unterwegs zu ihm. In St. Cäcilia und Mariä Opferung sind es 15 Kinder mit 4 Katechetinnen. Begleitet wird die Vorbereitung durch Frau Reiser und Diakon Schäfer. Die Erstkommunionfeiern finden in Maria Himmelskron am 4. Juli und in St. Cäcilia am 11. Juli statt. Außerdem holen am 23. Mai in St. Cäcilia 6 Kinder des letzten Jahrgangs ihre Erstkommunion nach. Alle Kinder und deren Familien empfehlen wir Ihrem Gebet.

 

Firmkurs 2021

Unter dem Motto: „Ist da wer? Gott?!“ sind 25 Firmbewerber*innen im Februar mit der Firmvorbereitung gestartet. Den Coronabedingungen entsprechend musste das Firmkonzept in diesem Jahr umgestellt und angepasst werden.
Begleitet werden die Jugendlichen von 6 Firm-katechet*innen, die sich regelmäßig in Kleingruppen per Zoom treffen und über das Leben und den Glauben austauschen. Geplant ist die Firmung für Sonntag 13. Juni um 11 Uhr in der Kirche Maria Himmelskron. (Je nach Situation findet diese möglicherweise in kleineren Gruppen statt).

 

Stille Eucharistische Anbetung

Zeit der Stille - Begegnung mit Gott- Kraftquelle im Alltag

„Ein schöner Kirchenraum allein ist noch keine Überlebensgarantie. Es braucht die Menschen, die ihn mit Gebet erfüllen. Sie merken es einem Kirchenraum an, ob dort gebetet wird. Das aber ist die Aufgabe eines jeden Gläubigen: sozusagen die Segel aufzuhalten für den Geist, offen zu sein für seinen Willen, sich immer wieder neu einzustellen auf die Richtung, in die der Geist uns führen will“.

Bischof Peter Kohlgraf 

Komm vorbei und nimm dir deine Stille Zeit beim Herrn. Ab dem 9. April - immer freitags von 12 Uhr – 18 Uhr in der Kirche Maria Himmelskron

Wir haben bereits ein Gebetsteam, das die Anbetungszeit zwischen 12 – 18 Uhr gewährleistet. Dennoch wollen wir unser Team vergrößern, um die festen Anbetungszeiten zu garantieren und zu erweitern. Deshalb suchen wir verbindliche Mit-beter/innen, die gerne freitags eine feste Anbetungsstunde zwischen 12 – 18 Uhr oder darüber hinaus übernehmen. Sie fühlen sich angesprochen? Dann teilen Sie uns Ihre Wunschzeit per Mail an anbetung@katholische-kirche-heusenstamm.de mit oder melden Sie sich telefonisch in einem der Pfarrbüros.

Aber wichtig: Alle die möchten, sind herzlich eingeladen zu einer kürzeren oder längeren Gebetszeit vorbeizukommen.

 

Woche für das Leben

Im Mittelpunkt der diesjährigen ökumenischen Woche für das Leben steht die Sorge um Sterbende – sei es durch palliative und seelsorgliche Begleitung oder sei es durch die Zuwendung von jedem Menschen. Unter dem Titel »Leben im Sterben« will die Woche für das Leben, die vom 17. April bis 23. April 21 stattfindet, dazu ermutigen, sich mit dem oft verdrängten Thema »Tod und Sterben« auseinanderzusetzen. Viele Menschen haben den Wunsch in Würde sterben zu können. Doch wie kann dies aussehen? Was bedeutet „Sterben heißt Leben bis zuletzt?“ Gerade auch vor dem Hintergrund der sich in Deutschland zurzeit verändernden Gesetzeslage hinsichtlich des Lebensendes, zeigt es sich wie wichtig es ist Kirche und Gesellschaft für die Würde des menschlichen Lebens zu sensibilisieren.

Auch in der Pfarrgruppe Heusenstamm wird dieses Thema in den Gottesdiensten am 17./18. April aufgegriffen und thematisiert. Herzliche Einladung an alle Interessierte.

 

Wortgottesdienst für Senioren im Mai

Alle Senioren und Seniorinnen der Pfarrgruppe Heusenstamm sind auch im Mai ganz herzlich zum Wortgottesdienst am Donnerstag, 06. Mai um 15 Uhr eingeladen. Da es zurzeit noch nicht möglich ist, sich bei Kaffee und Kuchen zu treffen, sind die Wortgottesdienste eine gute Möglichkeit sich im Gebet mit anderen verbunden zu wissen und Gemeinschaft zu erfahren. Das Seniorenteam freut sich auf viele bekannte und auch neue Gesichter.

Eine Anmeldung für den Wortgottesdienst ist erforderlich (entweder unter der Pfarrbüronummer Maria Himmelskron Tel.: 2162 oder direkt bei Gemeindereferentin Michaele Althapp Tel.: 948516).

 

St. Cäcilia Seitenausgang

Vor kurzem gab es große Aufregung. Eine Frau stürzte auf der Kirchentreppe St. Cäcilia. Das kommt leider immer wieder einmal vor. Die Treppe ist für manche älteren Mitchristen einfach ein Hindernis und eine Herausforderung. Deshalb unser Vorschlag: Nutzen Sie doch den Seiteneingang/Seitenausgang! Er ist während der Gottesdienstzeiten immer geöffnet. Und garantiert mit wenigen Stufen.

 

Weihwasserspender in den Kirchen

Die Weihwasserspender finden sich seit Ostern in unseren Kirchen: Kontaktlos und per Fußpedal kommt eine kleine Menge Weihwasser, mit dem man sich bekreuzigen kann. Schön, dass das Weihwasser damit zurück ist in unseren Kirchen. Es gehört einfach dazu. Gerne nehmen wir noch Spenden entgegen, um damit die Unkosten zu begleichen.

 

Katharina Metzner

Die älteste Bewohnerin Heusenstamms ist im Alter von 105 Jahre verstorben. Frau Metzner gehörte zu unserer Kirchengemeinde St. Cäcilia und war in Heusenstamm sehr bekannt. Bis zum Alter von 99 Jahren besuchte sie – natürlich zu Fuß – fast jeden unserer Gottesdienste. Glaube und Gottvertrauen waren ihr sehr wichtig.

Frau Metzner war fast 90 Jahre Mitglied im Kirchenchor St. Cäcilia und seit 2016 Ehrenmitglied. Sie besuchte die Veranstaltungen des Chores gern und fühlte sich in der Gemeinschaft sehr wohl.

In der Todesanzeige steht der schöne Satz von Novalis: „Wohin gehen wir? Immer nach Hause!“

So hoffen wir für unsere liebe verstorbene Katharina Metzner, dass sie jetzt bei Gott wohnen darf. Mit all denen, die ihr schon vorangegangen sind.

 

Woche für das Leben

Im Mittelpunkt der diesjährigen ökumenischen Woche für das Leben steht die Sorge um Sterbende – sei es durch palliative und seelsorgliche Begleitung oder sei es durch die Zuwendung von jedem Menschen. Unter dem Titel »Leben im Sterben« will die Woche für das Leben, die vom 17. April bis 23. April 21 stattfindet, dazu ermutigen, sich mit dem oft verdrängten Thema »Tod und Sterben« auseinanderzusetzen. Viele Menschen haben den Wunsch in Würde sterben zu können. Doch wie kann dies aussehen? Was bedeutet „Sterben heißt Leben bis zuletzt?“ Gerade auch vor dem Hintergrund der sich in Deutschland zurzeit verändernden Gesetzeslage hinsichtlich des Lebensendes, zeigt es sich wie wichtig es ist Kirche und Gesellschaft für die Würde des menschlichen Lebens zu sensibilisieren

Auch in der Pfarrgruppe Heusenstamm wird dieses Thema in den Gottesdiensten am 17./18. April aufgegriffen und thematisiert. Herzliche Einladung an alle Interessierte.

 

Osterkerzen abzugeben

Die Osterkerzen der letzten 10 Jahre liegen im Kerzenkeller des Pfarrhauses – sie werden nicht mehr gebraucht. Selbst nach einem Jahr in der Kirche sind sie nicht sehr abgebrannt – meist ist noch ein stattlicher Rest übrig.

Wer Interesse an einer der Kerzen für zu Hause hat, der meldet sich bitte im Pfarrbüro. Gegen eine Spende kann er sich eine Kerze aussuchen.

 

Das Osterlachen

Wenn unserer westlichen Christenheit etwas fehlt, dann ist es das Lachen. Wie verbiestert und staubtrocken es bei uns zuweilen zugeht, ist manchmal schwer erträglich. Dabei wäre Ostern doch ein Anlass zum Lachen: Zum befreiten Lachen der Erlösten. Vor ziemlich genau 3 Jahren ist Kardinal Lehmann gestorben. Es gab so manche Nachrufe. Einer ist mir besonders im Gedächtnis geblieben: „… der Mann, den man schon lachen hörte, bevor man ihn sah“. So habe ich Kardinal Lehmann auch in Erinnerung. Bei aller Ernsthaftigkeit eilte ihm seine Lebensfreude voraus. Diese hat sich in die Herzen der Menschen eingeprägt.

Bei Trauergesprächen höre ich die unterschiedlichen Geschichten über den oder die Verstorbene. Bei aller Traurigkeit und Trauer legt sich mitunter auch ein Lächeln auf das Gesicht der Angehörigen, wenn sie sich an das gemeinsame Leben erinnern. Mitunter bricht sich sogar ein herzhaftes Lachen Bahn. Ja, der Tod schmerzt. Aber solche Erinnerung hilft, den Abschied zu ertragen. Jedes Lächeln und Lachen ist wie ein Protest dagegen, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Ja, er hat ein Wörtchen mitzureden. Das ist ja nicht von der Hand zu weisen. Gut, wenn die Dunkelheit des Todes nicht alles lähmt und erstickt.

Nach solchen Gesprächen, die vom Leben mit Lachen und Freude erzählen – gegen die Trübsal der Trauer, nach solchen Gesprächen nehme ich die Sonnenstrahlen des Frühlings bewusster wahr. Nichts ist einfach selbstverständlich. Dass ich einigermaßen gesund bin, dass ich überhaupt im Leben dabei bin …

In der Passionszeit erinnern Christen daran, dass Jesus den Weg zum Kreuz geht. Kein schöner Tod, sondern bitterer geht es kaum. Nach diesem Leid, der Passion, kommt Ostern. Beides gehört zusammen. Gott teilt den Tod seiner Menschen. Und Ostern sagt, dass der Tod nicht die letzte Wahrheit im Leben ist. Ostern widerspricht dem Tod, führt uns vor Augen, dass der Tod nicht das letzte Wort hat.

Das Lachen, das Kardinal Lehmann vorauseilte, das war ganz gewiss ein österliches Lachen. Das wünsche ich auch uns – und nicht nur an Ostern.

Martin Weber, Pfr.

 

Pfarrbüro geschlossen

Das Pfarrbüro Maria Himmelskron ist in der Woche vom 12. bis 16. April und am Dienstag, 27. April geschlossen.