Mitteilungen 06/22

- (c) PG Heusenstamm
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Datum:
Do. 5. Mai 2022
Von:
KKH/noh
Startschuss

Nun ist es soweit. Unser Bischof hat ganz offiziell die Pastoralräume bestimmt, aus denen bis spätestens 2030 sechsundvierzig große Pfarreien entstehen werden. Wir in Heusenstamm und Dietzenbach werden eine eher kleine Pfarrei sein, wenn man das etwa mit Offenbach vergleicht: Dort wird die ganze Stadt zu einer Pfarrei. Es gibt im Bistum keine Dekanate mehr, sondern vier Regionen: Rheinhessen in Rheinland-Pfalz, Südhessen, Oberhessen und Mainlinie in Hessen. Wir gehören zur Region Mainlinie.

Bisher ging der ganze Prozess aufs Ganze gesehen ziemlich geräuschlos vonstatten. Es war ein kluger Zug des Bistums, den Gemeinden vor Ort viel Zeit zu geben, sich selbst zu sortieren. Auch wir haben diese Zeit gebraucht und genutzt. Es war nicht von Anfang an klar, dass wir mit Dietzenbach zusammenarbeiten werden. Es brauchte Diskussion und Austausch. Nichtsdestotrotz können die meisten mit der dann erfolgten Entscheidung für Dietzenbach gut leben. Es gibt vielfältige Berührungspunkte und insbesondere in den Reihen der Pfarrgemeinderäte sind stabile Kontakte entstanden. Die gemeinsamen Andachten zur Fastenzeit und die Radtour zum 1. Mai haben daraus resultiert.

Im zweiten Halbjahr wird die gemeinsame Arbeit intensiviert. Aus den beiden Pfarrgemeinderäten wird ein gemeinsamer Pastoralrat entstehen. Dessen Aufgabe wird es sein, hinzuschauen wo und wie Zusammenführung der beiden Pfarreien in den verschiedensten Bereichen realisiert werden kann.

Bei alldem spielt Diakon Oliver Schäfer eine wichtige Rolle. Das Bistum wird ihn, natürlich in Absprache mit den Verantwortlichen vor Ort, zum Koordinator ernennen. Seine Aufgabe ist es, die Wege hin zu einer gemeinsamen Pfarrei im Blick zu haben.

Neu im Seelsorgeteam ist Vikar Sudhakar Reddimasu, der im Pfarrhaus in Dietzenbach wohnen wird und der immer wieder auch in Heusenstamm Gottesdienst feiern wird. 

Verlassen wird uns Gemeindereferentin Michaele Althapp. Sie wird weiterhin mit einer halben Stelle im Hospiz Fanny de la Roche tätig sein. Mit der anderen halben Stelle wird sie ab August eine neugegründete Stelle in der Koordination der Seelsorge in den Seniorenheimen in der Region Mainlinie innehaben. Dazu mehr in den nächsten Mitteilungen. Die Stelle von Michaele Althapp ist ausgeschrieben. Wir hoffen, dass sie in absehbarer Zeit wieder besetzt werden kann.

Überraschenden Zuwachs erhalten wir durch einen Kaplan. Moritz Gerlach, der am 16. Juli im Mainzer Dom zum Priester geweiht wird, kommt ab dem 1.8. für zwei oder drei Jahre nach Heusenstamm. Das ist eine Überraschung und Freude, aber auch eine Verantwortung.

Gehen wir den Pastoralen Weg weiter: Mit Zuversicht und Gottvertrauen.

 

1. Heusenstammer Motorrad-Gottesdienst am Sonntag, 15. Mai, 11:00 Uhr

Im Anschluss findet auf dem Kirchplatz die Segnung der Motorräder sowie der Fahrerinnen und Fahrer statt. Danach gemütliches Beisammensein mit Getränken und Gegrilltem.

Der Erlös kommt dem „Wünschewagen“ des Arbeiter Samariter Bundes zugute: Dieser will Menschen, die nicht mehr lange leben werden, die Erfüllung eines letzten Herzenswunsches ermöglichen. Herzliche Einladung!

 

Caritas-Haussammlung

Die diesjährige Sommersammlung im Bistum Mainz findet in der Zeit vom 25. Mai bis 3. Juni statt.

Die Helferinnen und Helfer in Maria Himmelskron treffen sich zum Kuvertieren der Briefe am Dienstag, 17. Mai und Donnerstag, 19. Mai jeweils um 14.30 Uhr im Pfarrheim. Die Helferinnen und Helfer in St. Cäcilia treffen sich zum Kuvertieren der Briefe ebenfalls am Dienstag, 17. Mai, um 14.30 Uhr im dortigen Pfarrheim. Wer hier helfen möchte, ist herzlich willkommen.

Die Briefe liegen dann mit Straßenlisten in den Kirchen aus und dürfen gerne mitgenommen und ausgetragen werden.

 

Christi Himmelfahrt in der Pfarrgruppe

In diesem Jahr können die Gottesdienste in der Pfarrgruppe wieder wie gewohnt stattfinden, siehe Gottesdienste.

 

Pfarrbüros geschlossen

Das Pfarrbüro St. Cäcilia ist am 16. und 17. Mai geschlossen. Das Pfarrbüro in Maria Himmelskron ist vom 7. bis 10. Juni geschlossen.

 

Corona-Regeln

Wir alle sind froh, dass sich die Corona Lage entspannt hat. Bezüglich der Masken wollen wir es so halten, dass wir vorläufig im Inneren weiterhin Maske tragen, sobald Abstände nicht eingehalten werden können.

 

Bücherei

An Feiertagen bleibt die Bücherei geschlossen. Besuchen Sie uns doch mal wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten.

 

"Wir sind gekommen, ihn anzubeten " (Mt 2, 2b)

Unter diesem Motto steht die diesjährige Walldürn-Wallfahrt.

Nachdem es in den vergangenen beiden Jahren Corona bedingt nicht möglich war die Walldürn-Wallfahrt in gewohnter Form durchzuführen, möchte die Pilgergruppe St. Martin, Dietzenbach für dieses Jahr einladen, am Freitag, 1. Juli, ab ca. 8.00 Uhr, von Amorbach aus nach Walldürn zu pilgern.

Erstmalig werden sich in diesem Jahr Pilger*Innen aus Heusenstamm an der Wallfahrt beteiligen um sich mit uns auf den Weg zu machen. Darüber freuen sich die Organisatoren aus Dietzenbach sehr.

Geplant ist, am 1. Juli mit Fahrgemeinschaften nach Amorbach fahren, am Amorbrunnen beginnen, danach nach St. Gangolf pilgern und im Anschluss in Schneeberg im Gemeindezentrum eine Mittagsrast einlegen. (Eigener Proviant ist mitzubringen).

Danach geht es weiter nach Walldürn, und am Abend von dort aus mit der Bahn nach Amorbach zurück. (Rückkehr in Dietzenbach ca. 21 Uhr).

Die Wegstrecke beträgt etwa 20 km (5 Stunden).

Interessierte, melden sich bitte bis zum 15.5. per Mail bei Robert Kretz  – bitte auch angeben ob ein PKW für eine Fahrgemeinschaft zur Verfügung stehen könnte.

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund.

Robert Kretz, Pilgerführer St. Martin Dietzenbach

Ukraine-Hilfe in Heusenstamm

Das Interesse und die Hilfsbereitschaft in Heusenstamm sind immer noch groß. Wer sich engagieren möchte, kann sich gerne per Mail bei der Stadtverwaltung Heusenstamm melden. Der Fachdienst Soziales hat die Koordination der ehrenamtlichen Hilfen übernommen.

Mail: helfen@heusenstamm.de

Geldspenden sind tatsächlich die beste Möglichkeit zu helfen. Die Stadt Heusenstamm hat hierzu ein Spendenkonto eingerichtet, das sie treuhänderisch verwaltet:

Bankverbindung:

Stadt Heusenstamm

IBAN: DE10 5065 2124 0004 1254 49

BIC: HELADEF1SLS

Kennwort: Spende für die Ukraine

 

Abendmahlsgemeinschaft

Dieses Thema wird in Deutschland immer wieder heiß diskutiert, wenn es um die Abendmahlsgemeinschaft zwischen katholischen und evangelischen Christen geht. Während die evangelische Kirche darin kein Problem sieht und freizügig einlädt, ist das für die katholische Kirche schwieriger. Denn sie sieht einen untrennbaren Zusammenhang zwischen Kirchengemeinschaft und Eucharistiegemeinschaft.

Zur Zeit kommen viele ukrainische Menschen nach Deutschland. Die meisten von ihnen sind orthodox. Wie sieht es eigentlich hier mit der Abendmahlsgemeinschaft aus? Das kirchliche Recht ist hier ziemlich eindeutig: Wenn ein orthodoxer Christ keine Möglichkeit hat, einen Gottesdienst seiner eigenen Konfession zu besuchen, kann er an einem katholischen teilnehmen und die Eucharistie empfangen. Auch umgekehrt ist das für Katholiken möglich: Sie dürfen, sofern sie keinen eigenen Gottesdienst mitfeiern können, in einer orthodoxen Kirche die Eucharistie empfangen. Das hängt damit zusammen, dass katholische und orthodoxe Kirche ein gleiches Verständnis des Weihesakramentes und der Eucharistie haben. Was sie trennt ist das Verständnis des Papsttum

 

Kirchorte

Oft wird im Zusammenhang mit dem Pastoralen Weg von den sog. Kirchorten gesprochen. Das sind Orte, an denen der Glaube lebendig ist und gelebt wird. Solche Orte sind zum Beispiel unsere kirchlichen Kindertagesstätten. Selbstverständlich erfahren die Kinder dort den Ablauf des Kirchenjahres. Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern sind Tage, Feste und Zeiten die dort selbstverständlich gefeiert und begangen werden. Sehr anschaulich haben die Erzieherinnen in der KiTa St. Cäcilia mit den Kindern den Gründonnerstag begangen. Das sind wichtige Grundlagen. Hier wird Glaube gelebt und bezeugt. Die Kita als Kirchort!

 

Neue Unsterblickkeit

„Ich glaube an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben“. Zu diesem Artikel unseres Glaubensbekenntnisses schrieb Lorenz Jäger in „Fromme Übungen“ folgende Gedanken nieder:

Transhumanisten nennen sie sich. Verglichen mit ihren Ideen erscheint Nietzsches „Übermensch“ wie ein naseweis konzipiertes, technisch leider noch unausgereiftes Modell – wie ein Raumschiff mit Polstersesseln und Sofas á la Jules Verne gegenüber der Internationalen Raumstation. Die heutigen Transhumanisten wollen auch keine heroischen Immoralisten jenseits von Gut und Böse sein. Sie wollen nur: die Unsterblichkeit. Mindestens aber sollen die Menschen demnächst fünfhundert Jahre leben können.

Im Jahr 2029, so verkündete unlängst Ray Kurzweil, werde das Gehirn mit Computern verschmolzen sein. Kleinstroboter verhinderten dann das Eindringen von Krankheitskeimen. Die Transhumanisten sprechen von einer „Singularität“ und meinen damit auch die Heraufkunft von Maschinen, die menschliche Intelligenz übertreffen werden. Was sie bei dieser Fixierung auf künstliche Intelligenz übersehen, ist der Ursprung auch des differenziertesten Denkens in der gelebten Praxis.

Wie im achtzehnten Jahrhundert, auf dem Gipfel der Aufklärung, Scharlatane mit dem Stein der Weisen, besonderen Elixieren und anderen Wundermitteln auftraten, die das ewige Leben schenken sollten, so ist es heute wieder. Chesterton hat einmal das merkwürdige Paradoxon notiert, dass gerade die Aufgeklärtesten sich gegenüber dem Unsinn, wenn er nur modern daherkommt, ganz unkritisch erweisen.

Die Vision der Transhumanisten ist die furchtbarste, die man sich je von der Unsterblichkeit gemacht hat. Sie läuft auf ein Nicht-sterben-können hinaus. Wenn die Menschen fünfhundert Jahre alt werden, würden Kinder nicht mehr gebraucht, eigentlich müssten sie dann verboten werden. Man erkennt in dieser Utopie also den Angriff auf einen religiös sehr verletzlichen Bereich. Utopien sehen meistens schön aus, wenn man ihrer Luftschlösser zum ersten Mal ansichtig wird. Betrachtet man sie dann näher, so ähneln sie einem Sanatorium – sie sind nur möglich, wenn man sich einen Abbau aller Spannungen zwischen den Menschen ausmalt. Das wäre zwar ein friedlicher Zustand, aber er hätte nicht mehr viel mit dem Menschen zu tun, wie er uns bekannt ist.

Ray Kurzweil hat auf die Frage, ob es Gott gibt, eine knappe Antwort: „Noch nicht“. Das ist der objektive Wahnsinn – unabhängig davon, dass Kurzweil als genialer Technikpionier gilt. Es ist das Versprechen der Schlange: „Ihr werdet sein wie Gott.“ Man hat sich oft gefragt, ob es nach dem Bankrott der Totalitarismen auch in Zukunft noch „ideologische“ Kämpfe geben wird, und man hat ebenso oft ihr Ende vorausgesagt. Jetzt bemerkt man, dass dies eine Täuschung war. Die Auseinandersetzung darüber, was der Mensch ist, was es bedeutet, dass er geboren wird und sterblich ist, wird schärfer werden.

Den Tod zu überwinden, ist ein Menschheitswunsch. Deshalb ist der Mann am Kreuz gestorben und nach drei Tagen wieder auferstanden. Ich halte mich an die alte Unsterblichkeit.

Ökumenische Woche 22 (c) E. Götz