Mitteilungen 08/22

. (c) PG Heusenstamm
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Datum:
Do. 30. Juni 2022
Von:
noh
Zeitenwende

Eine „Zeitenwende“ (Olaf Scholz) erleben wir zurzeit in Europa. Der Krieg zwischen der Ukraine und Russland hat vieles von jetzt auf nachher verändert. Politische Konstellationen haben sich gewandelt, die Wirtschaft muss sich neu orientieren, Denkgewohnheiten und politische Routinen sortieren sich neu. Und nichts, das spüren wir schon jetzt und werden es wohl noch viel bitterer erfahren, ist zum Nulltarif zu haben……

Auch im Bistum Mainz erleben wir eine Zeitenwende. Ab dem 1. August sind die Dekanate aufgelöst und die bisherigen Pfarreien in pastorale Räume erweitert. Am Ende dieses Prozesses - bis spätestens 2030 - werden aus über 360 eigenständigen Pfarreien 56 Großpfarreien entstehen. Das ist eine Herkulesaufgabe, mit vielen pastoralen, organisatorischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Implikationen. Für die es auch nicht einfach eine Blaupause gibt. Dennoch gilt auch hier: Bei allem Großen muss man klein anfangen.

Da sind wir schon dabei. Zwischen und innerhalb unserer neuen Einheit gibt es schon vielfältige Kontakte und Begegnungen. Zuletzt am Fronleichnamswochenende: Da haben sich Vertreterinnen und Vertreter aus Dietzenbach und Heusenstamm getroffen und es gab einen regen Austausch darüber, wie das und jenes hier und dort läuft. Solche Begegnungen wird es in den nächsten Monaten auf den verschiedensten Ebenen geben. Nach den Sommerferien werden wir eine erste Pastoralraumkonferenz haben. Hier beraten die Mitglieder unserer Pfarrgemeinderäte darüber, wie wir noch mehr zusammenwachsen können. Wie wir uns immer mehr vernetzen in der Sakramentenvorbereitung und die Vorbereitung auf Taufe, Erstkommunion und Firmung zusammenführen. Wie es uns gelingt die Kommunikation so zu gestalten, dass alle oder zumindest möglichst viele sich „mitgenommen“ fühlen. Das betrifft unsere Homepages und bisherigen Publikationsorgane. Parallel dazu muss natürlich auch über Geld und Immobilien gesprochen werden. Wie soll das in Zukunft geregelt sein? Wie viele Gebäude können wir uns noch leisten? Wie kann man Sekretariate und Verwaltung sinnvoll „zentralisieren“? Bei alldem sind keine Schnellschüsse geplant. Übrigens auch nicht bei unseren Gottesdienstzeiten. Da wird zunächst einmal wenig geändert.

 

Verabschiedung des Dekanats Rodgau

Am Mittwoch, dem 22. Juni waren alle Mitglieder der Dekanatskonferenz und alle Hauptamtlichen zur Verabschiedung nach Lämmerspiel eingeladen. Nach der feierlichen Vesper wurden einige Dankesworte gesprochen und Präsente überreicht.

Herzlich danken wir unserem scheidenden Dekan Willi Gerd Kost, der in den vergangenen Jahren umsichtig und vorausschauend die Geschicke unseres Dekanats geleitet hat.

Wir danken Frau Andrea Bach, die als Dekanatsrefentin in der ersten Phase des Pastoralen Weges viele Fäden in der Hand hatte. Ebenso Frau Angela Ruhr, die in dieser stürmischen Zeit ehrenamtlich den Vorsitz der Dekanatsversammlung innehatte

 

Danke

Danken möchten wir allen, die mitgeholfen haben das diesjährige Fronleichnamsfest zu feiern. Den Messdienern und Küstern, den Himmelsträgern, dem Blasorchester des TSV, allen die ihre Häuser geschmückt und beflaggt haben, den Menschen die Blumen gespendet haben und jenen, die einen wundervollen Blumenteppich gestaltet haben, dessen Bild Sie im  Blog "Fronleichnam 2022" bewundern können. Mit all dieser Hilfe und der Teilnahme von vielen Menschen an Gottesdienst und Prozession konnten wir ein frohes und würdiges Fest unseres Glaubens begehen. Danke auch jenen, die danach in Heusenstamm und Rembrücken ein Zusammensein bei Essen und Trinken und froher Gemeinschaft ermöglicht haben. Ein besonderer Dank dem Ortsausschuß des Pfarrgemeinderates in Rembrücken und der Katholischen Jugend Heusenstamm.

Danken möchte ich ganz persönlich so vielen, die mir zu meinem runden Geburtstag – in welcher Form auch immer – gratuliert oder im Gebet gedacht haben. Das war mir eine große Freude und auch Antrieb weiterhin mit voller Kraft den Dienst zu tun, zu dem ich vor nun 33 Jahren geweiht wurde.                       

Martin Weber, Pfr.

 

Herr, nun bin ich also sechzig,

nach dem Himmelreich lechz ich.

Doch, oh Herr, das hat noch Zeit,

lang ist ja die Ewigkeit.

 

Füg, oh Herr noch zehn hinzu,

eh Du gibst die ewge Ruh.

Zehn zu Sechzig, draus ergibt sich,

die viel schönre Zahl von Siebzig.

 

Höher steht sodann mein Ziel:

Nochmals Zahn wärn nicht zu viel!

Denn wer mal siebzig, macht sich

schließlich Hoffnung auf die Achtzig.

 

Herr, ich blieb doch nicht der Einzig,

der erreichte gar die Neunzig ?!

Letztlich wär ich nicht verwundert,

brächt ich es einmal auf die Hundert!

 

Wenn ich endlich Hundert bin,

nimm, oh Herr, mein Leben hin,

lass mich tragen dann zu Grabe

dass die ewge Ruh ich habe …

 

Falls es nicht dein Wille sei,

dass zwei Jährlein oder drei

länger noch gelebt sein sollen;

Herr, ich würde dir nicht grollen …

 

Bischof J. B. Sproll

 

Nachprimiz

Am 6. und 7. August wird der Neupriester und zukünftige Kaplan Moritz Gerlach in allen Gottesdiensten des Sonntags seine Nachprimiz feiern.

 

Hinweis auf den Mariengang

Der Mariengang nach Patershausen am Fest Maria Himmelfahrt wird in diesem Jahr nicht am Vorabend, sondern am Tag selbst sein, am 15. August. Um 18 Uhr der Gang nach Patershausen – und dort die heilige Messe gegen 19 Uhr. Bitte schon mal vormerken.

 

Äppleranstich der Jugend

Nach zwei Jahren Pause ist es dieses Jahr endlich soweit! Die Katholische Jugend Heusenstamm lädt zum 10. Äppleranstich ein. Wie gewohnt ans Pfarrheim St. Cäcilia am 10. September ab 19:00 Uhr.

Passend zum Stöffchen gibt es wieder leckere Hessische Spezialitäten und jede Menge gute Laune.

 

Jubiläum Stephan Bedel

Stephan Bedel feiert in diesen Tagen sein 25-jähriges Sendungsjubiläum. 1997 wurde er von Kardinal Karl Lehmann für seinen Dienst in der Diözese gesendet und beauftragt. Das Arbeitsgebiet von Stephan Bedel ist von Anfang an der Religionsunterricht und die Schulseelsorge. Zuerst vier Jahre in Dieburg und seit 2001 am Adolf-Reichwein-Gymnasium in Heusenstamm. Generationen von Schülern haben Stephan Bedel als engagierten Religionslehrer kennengelernt. Bedel gelingt es in seinem Unterricht, die Schüler und Schülerinnen in ein lebendiges Gespräch hineinzunehmen, in dem der christliche Glaube und die Fragen der Menschen in den Dialog treten. Darüber hinaus ist Stephan Bedel Schulseelsorger im besten Sinn des Wortes: Er ist da, hat ein offenes Ohr und ist ansprechbar. Sein Rat ist gefragt. Auch über die Schule hinaus: In vielen Gremien und Ausschüssen, in Dekanat und Diözese vertritt er die Belange der Schule und Schulseelsorge. Auch unsere Pfarrgruppe hat Stephan Bedel so manches zu verdanken. Ehrenamtlich arbeitet er im Pfarrgemeinderat mit und hat eine ganze Zeit als Koordinator Verantwortung übernommen, als es darum ging, die Gemeinden in Heusenstamm zusammenzuführen.

Wir gratulieren Stephan Bedel zu seinem Jubiläum. Und sagen ihm ein herzliches Dankeschön für all sein Tun. Gottes Segen möge ihn weiter begleiten!

Martin Weber

 

Abschied und Neubeginn

Liebe Gemeinde,

Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit!“  So heißt es in einem meiner Lieblingsverse aus dem Buch Kohelet (Koh 3, 1).

So ist auch für mich die Zeit des Dankens und Abschiednehmens aus der Pfarrgruppe Heusenstamm gekommen. Dankbar und reich an Erfahrungen, Begegnungen und vielen schönen Momente blicke ich auf 8 Jahre als Gemeindereferentin in Heusenstamm zurück. Diese Entscheidung zu treffen war für mich nicht leicht und macht mich auch traurig. Zumal ich weiß, was ich zurücklasse: Viele Menschen, die ich im Laufe der Jahre zu schätzen gelernt habe.

Ich danke Ihnen und Euch von ganzem Herzen für die erlebte Gemeinschaft, die geteilte Zeit, für alle persönliche Unterstützung. Ich bin dankbar für das Vertrauen und die Offenheit, welche mir in vielen Gesprächen entgegengebracht wurde, für die Unterstützung und die Zusammenarbeit in den vielen Zusammenhängen in der Pfarrgruppe und auch in der Ökumene. Ich habe hier eine sehr lebendige Gemeinde kennen gelernt mit vielen Kompetenzen, mit sehr engagierten, kreativen und begeisterten Menschen, mit denen ich in so vielen Bereichen zusammenarbeiten durfte -  sei es in der Gottesdienstgestaltung, in der Seniorenarbeit, in der Firmkatechese, in den Kita’s, bei den verschiedenen Aktionen und Projekten…. Nicht immer gelingt alles. So tut es mir leid, wenn ich vielleicht unaufmerksam war, das eine oder andere Anliegen übersehen habe und manchen persönlichen Bedürfnissen nicht gerecht werden konnte. 

Der Pastorale Weg nimmt immer mehr Konturen an. Sowohl im zukünftigen Pastoralraum Dietzenbach und Heusenstamm, als auch in anderen Bereichen. So hat die Umstrukturierung es mir ermöglicht, neben meiner seelsorglichen Arbeit im stationären Hospiz, in einem ganz neuen Bereich anzufangen. Ab 01. August werde ich als Referentin zur Koordination der Altenheimseelsorge und Pflegepastoral in der Region Mainlinie tätig sein. Somit blicke ich mit einem weinenden Auge und einem hoffnungsfrohen Blick auf die kommende Zeit.

Ich wünsche Ihnen und Euch für das persönliche Leben eine segensreiche und stärkende Zeit und für den Weg hin zum gemeinsamen Pastoralraum Geduld, Respekt, wertschätzendes Miteinander und Offenheit für die „Spezialitäten“ des je anderen Kirchortes.

Ihre und Eure Michaele Althapp