Mitteilungen 10/2022

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Datum:
Mi. 31. Aug. 2022
Von:
kkh/noh
Dreierlei Kultur

In den letzten Monaten und gerade auch im Sommer genießen es die Menschen endlich wieder zusammenkommen zu können. Die Feste sind überfüllt, kulturelle Veranstaltungen gut besucht.

Während ich diese Zeilen schreibe, freue ich mich am 23. August mit einer Gruppe aus Heusenstamm die Passionsspiele in Oberammergau besuchen zu können. Seit über 500 Jahren finden diese Spiele statt und die Bewohner von Oberammergau folgen damit einem alten Gelübde, das ihre Altvorderen einst abgaben. Und mit Passion, wörtlich Leidenschaft sind sie bei der Sache. Fast das ganze Dorf ist auf den Beinen, angeführt von dem passionierten, leidenschaftlichen Regisseur Christian Stückl.

Viele Menschen besuchen die Passionsspiele in Oberammergau. Nicht nur Gläubige, auch Agnostiker, Atheisten, Kunstinteressierte, Angehörige anderer Religionen. Allen kann es etwas sagen und mitgeben. Ich selbst hoffe, nicht nur den Kunstgenuss der Aufführung, der Inszenierung und der Musik genießen zu können. Sondern auch etwas zu verspüren von der Leidenschaft: Der der Spieler und der Beteiligten. Aber auch der Leidenschaft, mit der Gott die Welt geliebt hat. Und die in Jesus und seiner Passion aufleuchtet.

Zum Kultursommer Salzburgs und ungezählter Menschen gehört der „Jedermann“ – auch in diesem Jahr wieder. Tobias Moretti verkörpert ihn in der Hauptrolle. Der „Jedermann“ – und das macht dieses Stück so überzeitlich – steckt in jedem Mann und in jeder Frau. Denn immer sind wir in Gefahr, dass Erfolg und Wohlstand uns egoistisch, überheblich oder oberflächlich werden lassen. Und da erinnert Hugo von Hoffmannstal an die Begrenztheit unseres Lebens; an Gott, Glauben und Gnade. Tobias Moretti spricht in einem Interview von dieser Gnade und erinnert sich: Unvergesslich ist mir, wie der wunderbare Hans- Michael Rehberg die Szene als Gottvater gespielt hat, in der Jedermann sagt, Gott habe immer nur gestraft: „schlug den Pharao…schlug, schlug, schlug!“ Rehberg lief die Treppen hinunter, pfefferte dem Jedermann eine Mords-Ohrfeige und schrie: „Nein! Gab hin den Sohn……“

Ob Goethes Faust in diesem Sommer irgendwo aufgeführt wird, weiß ich nicht. Aber die Nachricht, dass „Faust“ ab dem nächsten Jahr in Bayern und Nordrhein – Westfalen – und die anderen Bundesländer werden wohl folgen – keine Pflichtlektüre mehr sein soll, stimmt mich traurig. Das hat gewiss biographische Gründe. Noch heute erinnere ich mich an lebhafte Diskussionen im Leistungskurs Deutsch. Dieses alte Stück hat uns bewegt und existentiell angesprochen. Vielleicht auch, weil ein engagierter Lehrer der Türöffner dazu war. Es tut mir leid wegen der vielen geflügelten Worte, die seitdem Eingang in unseren sprachlichen Alltag gefunden haben. Und vor allem konfrontiert Goethes Faust mit einer Fülle theologischer Fragen. Bis heute ist die Gretchenfrage virulent: „Nun sag, wie hast du`s mit der Religion?“

Dreimal Kultur – und immer in Verbindung zur Religion, zum Glauben. Der Mensch braucht halt mehr als nur Brot. Er braucht die Schönheit, er braucht Gott!

Pfr.  Martin Weber

 

Kolping-Nachmittag

Zu einem Babbel-Stammtisch lädt die Kolping-Gemeinschaft am Dienstag, den 6. September um 15 Uhr die Mitglieder und Freunde zu einem gemütlichen und geselligen Treffen in das Pfarrheim MHK herzlich ein.

 

Seniorennachmittag in Heusenstamm

Am Donnerstag, 8. September sind alle Senioren der Pfarrgruppe ab 16:30 Uhr zum Grillnachmittag in den Hof des Pfarrheims Maria Himmelskron eingeladen. Das Team bittet um Anmeldungen bis 05. September bei Sonja Mendl, Tel. 06104-66260. Bitte auch auf den AB sprechen

 

Seniorennachtmittag in Mariä Opferung

Am Donnerstag, 15. September beginnt der Seniorennachmittag mit dem Gottesdienst um 15.00 Uhr in der Kirche Mariä Opferung. Im Anschluss Beisammensein im Pfarrheim mit Kaffee und Tee. Frau Martina Weih gestaltet den Vortrag zum Thema „Die Kartoffel“. Das Ende ist gegen 17.30 Uhr geplant.

Herzliche Einladung an alle interessierten Seniorinnen und Senioren. Über Ihr Kommen freut sich das Vorbereitungsteam des Seniorennachmittags von Mariä Opferung, Rembrücken.

Wer abgeholt werden möchte, bitte bei Brigitte Mühl 06106-14197 oder Perpetua Subtil 06106-63230 anrufen.

 

Einladung kfd-Frauen-Dietzenbach

Am Sonntag 18. September, laden wir kfd-Frauen Dietzenbach zu einem kleinen Pilgerweg/meditativen Spaziergang mit Impulsen „Vertraut den neuen Wegen“ ein. Beginn 14.30 Uhr am Brunnen beim Pfarrhaus, Abschlussimpuls ca. 16.10 Uhr am Parkplatz Friedwald. Zu diesem Spaziergang/Pilgerweg sind alle eingeladen.

 

Fahrt nach Israel und Jordanien

Im nächsten Jahr bieten wir wieder eine größere Fahrt an: Vom 30. 10. – 9. 11. 2023 geht es nach Israel und Jordanien. Alle näheren Infos finden Sie in den Flyern, die in unseren Kirchen und Pfarrbüros ausliegen. Überlegen Sie, ob diese außergewöhnliche Reise für Sie etwas ist.

 

Ingeborg Roß (1941 – 2022)

Vor wenigen Tagen ist Ingeborg Roß verstorben. Die gebürtige Wienerin lebte seit vielen Jahrzehnten in Heusenstamm. Lange Jahre war sie auch der Kirchengemeinde verbunden. Insbesondere ihre adventlichen Zitherkonzerte sind unvergessen. Eingeführt wurde diese Tradition unter Pfarrer Hofmeister. Von nah und fern kamen Menschen regelmäßig am 3. Advent in die Kirche Maria Himmelskron, um die wunderschöne Musik zu hören und sich so auf Weihnachten einzustimmen. Erst Corona machte 2020 einen Strich durch die Rechnung. Auch manche Messfeiern und Seniorennachmittage wurden durch die Musik von Frau Ross bereichert. Wir danken ihr für all das und vertrauen sie unserem guten und liebenden Gott an. Er möge ihr den Frieden schenken. Und bestimmt wird da die Zithermusik nicht fehlen……

Pfr. Martin Weber

 

Wallfahrt nach Dieburg

Gerne weisen wir auf die schöne Marienwallfahrt in Dieburg hin. Die wichtigsten Termine in diesem Jahr:

  • Mittwoch 07.09., 19 Uhr Festgottesdienst mit anschl. Lichterprozession durch Dieburg
  • Donnerstag 08.09. Fest Mariä Geburt: 10.00 Uhr Festgottesdienst - 14.30 Uhr Marienandacht mit Friedensgebet
  • Dienstag 13.09. um 14.30 Uhr Wallfahrtsgottesdienst für Senioren.

 

Ein Gebet – nicht nur zur Kirchweih

Guter Gott, ich bin in dein Haus gekommen.

Die Eingangstüre ist hinter mir ins Schloss gefallen.

Draußen lasse ich die Unruhe und den Lärm, Hast und Hektik.

Etwas von dieser Unruhe spüre ich noch in mir.

Allerlei Gedanken schwirren mir durch den Kopf und lassen mich nicht los.

Guter Gott, rühre mich an.

Lass mich stille werden hier in deinem Haus.

Lass mich deine Hand spüren, deine Kraft, die alles hält und schützt.

Lass mich Ruhe finden, in dir und geborgen sein, in deiner Liebe. Dass alle Sorgen von mir fallen - in Deine Hände!

Schenke mir Kraft und Mut zum Leben.   Amen