Mitteilungen aus der Pfarrgruppe 03/21

Mitteilungen aus der PG (c) PG Heusenstamm
Mitteilungen aus der PG
Datum:
Mi. 17. Feb. 2021
Von:
KKH

„….und es hat Zoom gemacht:“

An diese Liedzeile kann sich der eine oder die andere sicher noch erinnern. „Tausendmal berührt/ tausendmal ist nichts passiert. Tausend und eine Nacht/ und es hat Zoom gemacht“.

So kann ich mir oft ein leichtes Grinsen nicht verkneifen, wenn ich wieder Mal zur Zoom-Konferenz eingeladen bin. Ich weiß, da gibt es auch Teams oder wer-weiß-was noch Anbieter; aber Zoom hat eben diesen lustigen Bezug.

Ehrlich gesagt: Vor gut einem Jahr kannte ich nur das Zoom aus dem Lied von Klaus Lage, inzwischen bin ich mehrmals in der Woche in einer gleichnamigen Videokonferenz. Anfangs fand ich das schrecklich. Inzwischen habe ich mich dran gewöhnt und find es manchmal sogar gut. Nicht mehr mit dem Auto fahren, zu Hause gemütlich vor dem Bildschirm sitzen und abends nicht mehr raus und in einem kalten Pfarrsaal ...

Das war für mich so eine Art Crashkurs in praktisch angewandter Digitalisierung. Viele haben das in den letzten Monaten in ähnlicher Weise erlebt. Im Beruf, im Privatleben, in der Schule. Sogar in der Kita. Inzwischen halten die Erzieherinnen digitale Elternabende ab und erreichen in Zeiten der Notbetreuung auch die Kinder, die zu Hause sind.

Demnächst startet in unserer Pfarrgruppe wieder ein sogenannter Alphakurs. Diesmal ganz und gar digital. Auf Zoom. Alle Informationen können Sie auf der letzten Seite nachlesen. Sowohl die Infofilme als auch die Kleingruppenarbeit digital. Die europaweiten Initiatoren waren anfangs skeptisch. Aber die ersten Erfahrungen sind durchweg positiv. Die Hemmschwelle bei so ei- nem Kurs dabei zu sein, ist so wesentlich geringer. Mehr Leute können unkomplizierter angesprochen werden. Und das Gute: Es ist nicht nur auf Zoom, bei vielen „hat es auch Zoom gemacht“. Das heißt: Sie sind wirklich berührt worden. So wollen wir mal schauen, ob das auch bei uns gelingt.

Doch bei allem Positiven: Ich freue mich ungemein, wenn wir uns aber auch wieder „normal“ treffen können. „Face-to-face“, direkt, unverstellt, unmaskiert. Mit Sprechen, mit Händeschütteln, mit Singen, mit Berührung, mit echter und leibhaftiger Gemeinschaft. Die persönliche Begegnung und Nähe ist für mich durch nichts zu ersetzen. Sie ist der Ort, wo es wirklich „Zoom macht“. Oder wie es Wilhelm Wilms vor vielen Jahren schon gedichtet hat:

Wussten Sie schon, dass die Nähe eines Menschen gesund machen, krank machen, tot und lebendig machen kann?

Wussten Sie schon, dass die Nähe eines Menschen gut machen, böse machen, traurig und froh machen kann?

Wussten Sie schon, dass das Wegbleiben eines Menschen sterben lassen kann und das Kommen eines Menschen wieder leben lässt?

Wussten Sie schon, dass das Zeithaben für einen Menschen mehr ist als Geld und Medikamente, dass das Anhören eines Menschen Wunder wirkt?“

Ich denke: Manches wird nach Corona anders sein und bleiben, manches müssen wir aber auch wieder neu lernen und schätzen.

Ihr Martin Weber, Pfr.

 

Anmeldung zum Gottesdienst

Die Anmeldung zu den Sonntagsgottesdiensten bleibt weiterhin wichtig. Bitte melden Sie sich per Telefon oder Internet zu den Gottesdiensten an. Und bringen Sie immer einen Anmeldezettel mit Ihren Kontaktdaten mit. Diesen Zettel am besten schon zu Hause ausfüllen. Dann geht es am unkompliziertesten.

Danke an alle, die den nicht immer leichten Empfangs – und Kontrolldienst in unseren Kirchen übernehmen. Wir freuen uns zwar alle, wenn das wieder einmal überflüssig wird. Aber bis dahin ist das ein sehr wichtiger Dienst.

 

Bringdienst Kirchenblättchen

Das „Kercheblättche“ ist so etwas wie das Schaufenster unserer Gemeinden. Da kann man sich anschauen, was wichtig ist. Zugleich bleibe ich damit im Kontakt. Ich kriege mit, was läuft. Bekomme Informationen und Impulse. Das „Kercheblättche“ kann ich mir in den Kirchen oder nach den Gottesdiensten mitnehmen. Die wichtigsten Infos daraus stehen natürlich auch auf der Homepage. Zurzeit überlegen wir, ob wir es nicht bald auch als Newspaper anbieten und verlinken können.

Nun gibt es aber viele ältere Mitchristen, für die es – auch aufgrund der Pandemielage – nicht möglich ist das Kercheblättche zu bekommen und zu lesen. Die bitten wir: Melden Sie sich in den Pfarrbüros und wir finden einen Weg, wie wir Ihnen das Kercheblättche zukommen lassen können! Oder aber: Wenn Sie Leute kennen, die sich darüber freuen: Bringen Sie denen unser Kercheblättche doch gerne mit.

 

Erstkommunionvorbereitung wird fortgesetzt

Seit November letzten Jahres haben sich in Maria Himmelskron 21 und in St. Cäcilia + Mariä Opferung 15 Kinder auf den Weg gemacht, um sich auf den Empfang der Ersten Heiligen Kommunion vorzubereiten. Während vor dem Lockdown noch Treffen und Gottesdienste in der Gruppe möglich waren, werden seit den weiteren Einschränkungen Impulse in die Familien weitergegeben. So können sich die Eltern intensiver mit ihren Kindern thematisch beschäftigen und an der Vorbereitung beteiligen. Sobald es wieder möglich und verantwortbar ist, finden dann auch wieder Treffen vor Ort statt. Die Feier der Erstkommunionen werden in Maria Himmelskron am Wochenende 3./ 4. Juli und in
St. Cäcilia am 10./11. Juli stattfinden und zwar in der dann möglichen Gruppengröße. Wir bitten Sie um das Gebet für die Kinder in dieser nicht einfachen Vorbereitungszeit.

Diakon Oliver Schäfer

 

Firmkurs 2021

Mit einer digitalen Infoveranstaltung startete am 04. Februar der neue Firmkurs 2021. Angepasst an die aktuelle Situation wird dieser Kurs sowohl durch digitale Videotreffen und Impulse als auch durch Präsenztreffen in der Kirche, im großen Pfarrsaal und im Freien gestaltet. Am 1. Fasten-
sonntag, 21. Februar beginnt die Firmvorbereitung um 17 Uhr mit einer Jugendandacht in Maria Himmelskron.
Bis dahin können Jugendliche, die im 9. Schuljahr sind, sich noch anmelden bei: Gemeindereferentin Michaele Althapp, E-Mail: michaele.althapp@katholische-kirche-heusenstamm.de; Tel.: 06104/948516

 

5 Minuten Balsam für die Seele

„Gönnen Sie sich in der Fastenzeit 5 Minuten Balsam für die Seele!“ Unter diesem Motto gestaltet das thematische Gottesdienstteam während der gesamten Fastenzeit rund um ein ausgewähltes Aquarell von Edith Hemberger verschiedene Texte, Gebet, Impulse und Nachdenkenswertes in der Kirche Maria Himmelskron. Die wechselnden Anregungen bieten somit auch außerhalb der Gottesdienste die Möglichkeit das eigene Leben und den Glauben in den Blick zu nehmen. Gerne können diese Anregungen mitgenommen werden. Herzliche Einladung an alle Interessierte, dieses Angebot anzunehmen.

 

Der PGR lädt ein: Vorbereitung der Heiligen Woche/ Österlichen Zeit/ Großes Gebet

Es ist von den Umständen her eine schwierige Zeit, von unserem Glauben her aber nichtsdestotrotz eine wichtige und besondere Zeit. Fastenzeit, Passion, Ostern. Die Mitte des Kirchenjahres. Leiden, Kreuz und Auferstehung Jesu. Das gilt es zu feiern, zu bedenken. Vielleicht noch mehr und existentieller als in den „normalen“ Zeiten. Wir sehnen uns nach Heil, Leben, Auferstehung. Schon jetzt. Für dieses Leben, aber auch darüber hinaus. Für uns. Mit jenen, die mit uns auf dem Weg sind.

Wir laden alle, die interessiert sind ein, darüber nachzudenken, wie wir in den Gottesdiensten der kommenden Tage und Wochen Impulse setzen können; wie wir Zeugnis geben können von der Hoffnung, die uns der Glaube schenkt. Das Treffen findet als Zoom Treffen statt, am Dienstag, 23. Februar um 19.30 Uhr. Wenn Sie Interesse haben, kontaktieren sie uns unter pgr@katholische-kirche-heusenstamm.de und wir senden Ihnen den Einladungslink zu.

 

Weltgebetstag am 05. März aus Vanuatu: „Worauf bauen wir? “

Auch wenn der Weltgebetstag traditionell am ersten Freitag im März stattfindet, hat sich der ökumenische Arbeitskreis dazu entschlossen, den Gottesdienst an diesem Tag nicht zu feiern, da die pandemische Situation es nicht zulässt.

Der Gottesdienst ist uns sehr wichtig und wir hoffen, ihn in den Sommer verlegen zu können, dann haben wir vielleicht die Möglichkeit ihn im Garten des evangelischen Familienzentrums zu feiern.

Der Gedanke des weltweiten Betens an einem Tag soll trotzdem nicht verlorengehen!

  • Bibel TV zeigt am Freitag, den 5. März 2021
    einen Gottesdienst zum Weltgebetstag im Fernsehen.

Wann: Freitag, 5. März, um 19:00 Uhr

Wo: Sender Bibel TV und online unter www.weltgebetstag.de

Wie Sie Bibel TV empfangen, können Sie hier nachlesen: https://www.bibeltv.de/empfang

Am Tag des Weltgebetstages selbst (05.03.2021) wird die evangelische Kirche zum stillen Gebet geöffnet sein.

 

Der heilige Josef geht bald auf Wanderschaft

Die deutsche Kirche ist sehr beschäftigt. Mit dem synodalen Weg. Dem pastoralen Weg. Mit Streitereien. Mit Diskussionen um das Frauenpriestertum. Und so weiter. So ist es wohl zu erklären, dass fast nirgends davon die Rede ist, dass Papst Franziskus ein besonderes Jahr, das des heiligen Josef ausgerufen hat. Der heilige Josef in seiner Bescheidenheit wird es wohl verschmerzen, dass man ihn – wieder einmal – übersieht. Aber wir wollen, zumindest in Maria Himmelskron, einen Akzent setzen. Bald wird Josef seinen Platz in der hinteren Reihe verlassen und nach vorne rücken. Spätestens an seinem Festtag, dem 19. März wird er dort für einige Monate einen Ehrenplatz erhalten. Lassen Sie sich überraschen. Aber schon vorher können wir ihn mit einem schönen Gebet ehren, das uns Papst Franziskus ans Herz legt:

Heiliger Josef, der du das Unmögliche möglich machen kannst, komm mir in meiner Not und Bedrängnis zu Hilfe. Gewähre in den ernsten und schwierigen Anliegen, die ich dir anvertraue, deinen Schutz, sodass alles ein glückliches Ende nimmt. Niemand soll sagen können, er habe dich vergeblich angerufen, und da du bei Jesus und Maria alles erwirken kannst, lass mich erfahren, dass deine Güte ebenso groß ist wie deine Macht. Amen“

 

Happy Birthday- Sonntag

Unser Sonntag feiert Geburtstag! Ziemlich genau vor 1700 Jahren verfügte Kaiser Konstantin am
3. März 321: „Alle Richter, Stadtbewohner und Gewerbetreibende sollen am verehrungswürdigen Tag der Sonne ruhen“. Seitdem ist der Sonntag ein gesetzlich geschützter Ruhetag und gehört ganz selbstverständlich zu unserer abendländischen Kultur.

Auch unser Grundgesetz hat das im Artikel 140 übernommen: „Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich geschützt.“

Dass der Sonntag ein ganz außergewöhnlicher Tag ist, bekräftigt auch das Bundesverfassungsgericht in einem wegweisenden Urteil vom Jahr 2009 - und bemüht eine wirklich bemerkenswerte Begründung: „Der Sonn- und Feiertagsgarantie kann schließlich ein besonderer Bezug zur Menschenwürde beigemessen werden, weil sie dem ökonomischen Nutzendenken eine Grenze zieht und dem Menschen um seiner selbst willen dient.“

So sehr der Sonntag wie kaum eine andere christliche Errungenschaft den gesetzlichen Schutz genießt, so bleibt dennoch wahr: Der Sonntag wird nur Sonntag sein, wenn wir ihn als einen ganz besonderen Tag in Ehren halten. Durch den Besuch des Gottesdienstes, durch die Muße, die wir uns an diesem Tag gönnen.

Happy Birthday, lieber Sonntag! Gut, dass es dich gibt!

 

Vom Gendern und modernen Gesslerhüten

Seit kurzem fällt in den Nachrichten der Genderknacklaut auf: Zwischen den Ärzt*innen machte der?/ die Sprecher*in eine kurze Pause, um mit diesem Sprachgebrauch m/w/d zu „inkludieren“. Und auch der Online-Duden ist dem inzwischen gefolgt und schafft das generische Maskulinum ab. Lehrer sind nach dieser Sicht ausschließlich Männer; deshalb ist hier das Gebot der Stunde fortan Lehrende zu sagen. Der Linguist Peter Eisenberg bezeichnet in der FAZ den Genderstern als sprachlichen Gesslerhut. Wer sich vor ihm nicht verbeugt, gerät in Gefahr als Ewiggestriger – wie gendert man das eigentlich? – abgestempelt zu werden.

Was soll man dazu sagen? Bitte sehen Sie es uns nach, dass wir uns in diesem bescheidenen Publikationsorgan, dem „Kercheblättche“, nicht verbiegen: Einem natürlichen Sprachduktus folgen; versuchen wirklich alle anzusprechen. Aber dem o.g. Gesslerhut – und seinen eifrigen Wächter*innen - die Reverenz verweigern.

Pfr. Martin Weber

 

Pastoraler Weg

Immer wieder kann man in Gesprächen über den Pastoralen Weg die Angst vor einer „XXL – Pfarrei“ hören, in der am Ende des Bistumsprozesses
lange beschwerliche Wege zurückgelegt werden müssten, große Anonymität herrsche und letztendlich die Gemeinde als Heimat verloren gehe…

Bei allem Verständnis dafür, dass Veränderung immer auch mit Skepsis verbunden ist, dürfen aber auch andere Aspekte des Pastoralen Wegs bedacht werden. Sicher wird die Verwaltungseinheit, die spätere Pfarrei, größer werden. Abgesehen davon, dass diese größere Einheit dann auch Angebote machen kann, die eine einzelne, kleinere Einheit nicht leisten kann, gilt zusätzlich, dass in dieser Pfarrei die einzelnen Gemeinden als Orte der Beheimatung und der Begegnung genauso ihren Platz haben werden, wie andere Kirchorte (wie zum Beispiel die Kitas und andere Einrichtungen). Hier und in den Gruppen kann und soll sich konkretes Leben und Feiern weiter ereignen. Was sich vor Ort bewährt hat, wird nicht „platt“ gemacht, so lange es Menschen gibt, die an diesen Orten Kirche sind und sich einbringen. Altes, was sich nicht bewährt hat, sein lassen dürfen, Funktionierendes beibehalten und Neues ausprobieren dürfen - das sind Aspekte, die zeigen, dass Veränderung auch Chancen birgt. „Wir werden gemeinsam Pfarrei“ könnten wir diesen Prozess nennen, der von der Effektivität einer größeren Einheit und dem gleichzeitigen Glaubensleben in den einzelnen Angeboten vor Ort profitieren kann. In dem Wort Aufbruch steckt immer die Verheißung, dass da auch Neues wachsen und nach einer Phase der Geduld dann auch blühen kann.

Diakon Oliver Schäfer