Weihnachtspilgern in Coronazeiten zur Liebfrauen-Heide

Liebfrauen-Heide (c) KKH
Liebfrauen-Heide
Datum:
Mo. 4. Jan. 2021
Von:
MNvW

Nun endlich konnte das Projekt Pilgern mit Firmlingen am Samstag, den 02.01.2021 verwirklicht werden. Zuvor hatte man es auf Grund der Coronasituation verschieben und abändern müssen. Am Abend vorher, hatte Pfarrer Weber den 9 Teilnehmern und der Kirchengemeinde einen Pilgersegen erteilt und verglich dabei das Leben und das neue Jahr mit einer Pilgerschaft.


Pilgern ist in vielen Religionen verbreitet. Ein wesentliches Element ist, dass man sich auf einen Weg begibt, um einen heiligen Ort aufzusuchen. Hierbei gibt es eine geistige und körperliche Dimension. Gutes und Herausforderndes lässt sich erfahren. Viele empfinden sich durch die Bewegung in der Natur Gott näher. Deshalb wird Pilgern wohl auch „Beten mit Füßen“ genannt.
Auf Grund der Coronasituation lief man nicht in einer großen Gruppe, sondern maximal zu zweit. Ziel war die Lieb-Frauen-Heide bei Klein-Krotzenburg, die etwa 12 bis 15 km entfernt ist. Man veranschlagte dafür ca. 2-3 Std.

Die Wallfahrtskapelle Liebfrauenheide bei Klein-Krotzenburg hat ihren Ursprung in einem Gnadenbildaus aus Holz, das die schmerzhafte Gottesmutter Maria darstellt. Das etwa 1620 entstandene Bild wurde von Hirten in einer hohlen Eiche nahe der Wüstung Dreckshausen gefunden. 1736 wurde an der Stelle eine Kapelle errichtet, die 1755 abgetragen und in Rembrücken als Pfarrkirche wieder aufgebaut wurde. Das Gnadenbild selbst wurde in die Pfarrkirche St. Nikolaus übertragen.
Auf Betreiben des Mainzer Bischofs Wilhelm Emmanuel von Ketteler wurde mehr als hundert Jahre später erneut eine Kapelle errichtet und 1868 von ihm eingeweiht. Am 25. Juli 1869 hielt er seine vielbeachtete Predigt vor etwa 10.000 Arbeitern zur sozialen Gerechtigkeit und der Zukunft der Arbeit. (Quelle: Wikipedia)


An diesem geschichtsträchtigen und spirituellen Ort angekommen hielt man eine kurze Andacht und entzündete eine von Gemeinde gespendet Kerze. Pascal Prisoth las die selbst erarbeiteten Fürbitten vor. Für das leibliche Wohl hatte man sich von einem lokalen Pizzaservice warmes Essen bestellt, was man mit Abstand genoss. Einige wenige ließen sich an der Lieb-Frauen Heide abholen. Die meisten jedoch entschieden sich für den Heimweg zu Fuß, so dass man letztendlich auf 33 km Wegstrecke kam. Auch wenn die Beine am Ende schmerzten, waren die Rückmeldungen überwiegend positiv, da man um einige Erfahrungen reicher war.

Pilgern zur Liebfrauen-Heide 2021

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