Schmuckband Kreuzgang

Abschied aus der Mainspitze

Gemeindereferentin Hiltrud Knodt
Gemeindereferentin Hiltrud Knodt
Datum:
Di. 21. Juni 2022
Von:
Gemeindereferentin Hiltrud Knodt

Liebe Menschen in den drei Gemeinden – es ist jetzt ziemlich genau 10 Jahre her, dass ich als Gemeindereferentin in die Pfarrgruppe Mainspitze kam. Damals ging ich davon aus, dass es nur einige wenige Jahre werden – daraus sind dann wie im Flug 10 geworden.

Ich habe in dieser Zeit sehr viele wunderbare Menschen kennengelernt – bei manchen waren es nur kurze oder sporadische Begegnungen, bei anderen ist es eine zeitweise intensive und sehr erfüllende Zusammenarbeit gewesen. Ich habe mich entschieden, die „Wechsel-Stimmung“ auch für mich selbst ernst zu nehmen und eine erst mal ganz andere Rolle und damit verbunden auch andere Arbeit anzunehmen: ich werde zum 1.August 2022 an die Berufsbildende Schule für Pflege und Soziales „Sophie-Scholl-Schule“ in Mainz wechseln und dort in drei verschiedenen Schularten an zwei Standorten sowohl (kath.) Religion/Ethik, sowie Religionspädagogik unterrichten und auch als Schulseelsorgerin arbeiten.

Ich freue mich sehr auf diese neue Tätigkeit, es fällt mir allerdings auch schwer, mich aus der Mainspitze zu verabschieden. Auch wenn ich immer noch „weit weg“ wohne sind die drei Gemeinden auch ein bisschen meine innere Heimat geworden. Das wird sich jetzt verändern, ich werde vielleicht ab und zu mal als Gast wieder hier auftauchen, aber es liegt in der Natur der Sache, dass ich wahrscheinlich für die meisten Menschen schnell „aus den Augen – aus dem Sinn“ sein werde.

Wer mich näher kennt weiß, dass die Entscheidung, gerade jetzt zu wechseln - innerhalb dieses Bistumsprozesses, da wir mit den Gemeinden von AKK zusammenwachsen und die Hauptamtlichen auch in einem größeren Team zusammenarbeiten, nicht aus heiterem Himmel fällt. Ich hatte schon zu Beginn des Bistumsprozesses angekündigt, dass es sein kann, dass ich evtl. auf eine andere Stelle/ andere Funktion wechseln werde. Ich finde es persönlich auch sehr schade, dass ich dieses Zusammenwachsen, auch das Arbeiten im größeren Team nun nicht mehr weiter miterleben werde – das ist auch etwas sehr Reizvolles. Mein Wechsel (und damit das Wegfallen der Stelle) wird dieses Zusammenwachsen beschleunigen. Und auch wenn das für Viele im Moment noch nicht vorstellbar ist, wird sich dadurch auch sehr viel Gutes entwickeln, davon bin ich überzeugt!

Manche Dinge, die ich in der Vergangenheit in meinem eigenen kleinen Leben als schwierige Herausforderung angenommen und gemeistert habe sind mir im Rückblich die wichtigsten und nachhaltigsten Erlebnisse, die mich geprägt haben und die meinen Glauben ausmachen. Die Herausforderungen, denen sich junge Erwachsene in unserer Zeit und gerade in pflegerischen oder sozialen Berufen stellen müssen, sind vielfältig – ich freue mich sehr, dass ich Vielen auf dieser Wegstrecke helfen kann, sich zu orientieren und zu sich selbst zu finden, damit sie privat und in ihrem Beruf eine gute Lebens-Grundlage haben. Für mich ist die Schule ein wichtiger Kirch-Ort, auch wenn es vordergründig scheinbar oft nicht um Kirche geht. Ich möchte der Kirche dort ein Gesicht geben und bin überzeugt, dass das eine Wirkung hat, die auch auf „normale“ Pfarr-Gemeinden ausstrahlen kann.

Nach zehn Jahren fällt es mir persönlich nicht leicht, mich zu verabschieden, aber ich habe mich schon länger damit beschäftigt, d.h., für mich ist es nicht so plötzlich, wie es für Einige sein wird, die nicht gehört hatten, dass es sein kann, dass ich mich auf eine andere Stelle bewerbe. Deshalb ist es mir wichtig, dass die, die sich in Ruhe verabschieden wollen, auch die Gelegenheit dazu bekommen.

Ich werde mich im Gottesdienst zum Patrozinium

  • in Gustavsburg am Freitag, den 24.6. um 18.00 Uhr,
  • in Ginsheim am Samstag, den 26.6. um 18 Uhr und
  • in Bischofsheim am Sonntag, den 10.7. um 9.30 Uhr

offiziell verabschieden. Mit Vielen von Euch/Ihnen werde ich vielleicht aber auch per mail (hiltrud.knodt@bistum-mainz.de) oder telefonisch (0176-45998223) oder persönlich bis dahin noch sprechen – wer bei einem Termin der offiziellen Verabschiedung nicht da sein kann/will und trotzdem nochmal Kontakt zu mir sucht, meldet sich einfach – ich bin auf jeden Fall noch bis 22.7. erreichbar.

Herzliche Grüße und schon jetzt vielen Dank für alles, was ich an guten Erfahrungen in der Mainspitze erleben durfte!