Schmuckband Kreuzgang

Wichtiger Schritt in Richtung einer neuen Pfarrei

Pastoralraumkonferenz AKK-Mainspitze konstituiert

2022 10 13 Gruppenfoto (c) Hans Dötsch
2022 10 13 Gruppenfoto
Datum:
So. 23. Okt. 2022
Von:
Maria Weißenberger

Es gibt zwar jede Menge operative Fragen zu klären – dennoch ist der Pastorale Weg mehr als ein Strukturprozess. Die geistliche Dimension wird eben nicht nur als „fromme Soße“ über alles gekippt, sondern soll alle Planungen und Entscheidungen prägen, die auf dem Weg zur Gründung einer neuen Pfarrei anstehen. Dies betonte Bischof Peter Kohlgraf bei der konstituierenden Sitzung der Pastoralraumkonferenz des Pastoralraums AKK-Mainspitze im Gemeindezentrum St. Elisabeth im Wohngebiet „Krautgärten“ in Mainz-Kastel. Gemeinsam mit Ulrich Janson, Referent für Pfarrgemeinderäte, Pfarreiräte und Gemeindeausschüsse im Bistum Mainz, begleitete Kohlgraf die Sitzung.

Herzlich begrüßten Pfarrer Karl Zirmer, Leiter des Pastoralraums, und Koordinatorin Katrin Pulipara die zahlreichen Mitglieder der Pastoralraumkonferenz. 45 Menschen, unter ihnen 25 Ehrenamtliche, die die Zukunft der Kirche im Raum AKK-Mainspitze wesentlich mitgestalten werden.

Um das gegenseitige Kennenlernen zu fördern, initiierte Ulrich Janson mit Fragen zur kirchlichen Beheimatung der Einzelnen und zu den Herausforderungen des Pastoralen Wegs einen kurzen Austausch der Teilnehmer in Kleingruppen.

Mit einem geistlichen Impuls und einem Gebet lenkte Bischof Kohlgraf den Blick auf die Vision des Bistums: Ein Bild mit einer Erdkugel und einer Menge von Menschen, die auf fünf Brote und zwei Fische blicken – ein Hinweis auf die „Speisung der Fünftausend“ im Evangelium, aber auch auf eine Kirche von heute, wie sie auf dem Pastoralen Weg entwickelt werden soll. Ziel ist eine einladende und glaubwürdige Kirche, die teilt: das Leben mit seinen Höhen und Tiefen, den Glauben ebenso wie den Zweifel. Eine Kirche, die im Blick auf diese Ziele die vorhandenen (personellen wie finanziellen) Ressourcen teilt – und in geteilter Verantwortung geeignete Konzepte für die Zukunft entwickelt.

Einmal mehr machte Bischof Kohlgraf deutlich: „Es geht nicht nur darum, größere Räume zu bilden oder gar das Gemeindeleben vor Ort plattzumachen.“ Die neuen Pfarreien sollten vielmehr Netzwerke von Gemeinden und Kirchorten werden. Es gelte, Schwerpunkte zu setzen, „nicht alles muss überall sein“.

Für die Leitung und Steuerung der anstehenden Prozesse hat der Bischof den Leiter des Pastoralraums, Pfarrer Karl Zirmer, und die Koordinatorin Katrin Pulipara ernannt. Gemeindereferent Matthias Hassemer gehört als Vertreter des Seelsorgeteams der Steuerungsgruppe an. Sechs weitere Mitglieder der Steuerungsgruppe hat die Pastoralraumkonferenz in der konstituierenden Sitzung gewählt: Hans Dötsch (Mitglied des Katholikenrats), Gerhard Bappert (Verwaltungsrat Bischofsheim), Walter Langenberger (Pfarrgemeinderat St. Rochus, Kastel/Amöneburg),  Thomas Niklaus (Verwaltungsrat St. Kilian, Kostheim), Dr. Heinrich Witting (Pfarrgemeinderat Herz Jesu, Gustavsburg) und Johannes Weißenberger (Gesamtpfarrgemeinderat der Pfarrgruppe Kostheim).

Aufgaben und Zusammensetzung der Pastoralraumkonferenz

Auf dem Weg zur Gründung der neuen Pfarrei ist die Pastoralraumkonferenz das umfassendste Beratungs- und Beteiligungsgremium. Zu den Mitgliedern gehören die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Seelsorge, Vertreter(innen) der Caritas, Vertreter(innen) der Kindertagesstätten und anderer Kirchorte, der Pfarrsekretärinnen, der katholischen Büchereien und der Mitarbeitervertretungen. Zudem entsenden alle Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte im Pastoralraum Vertreter(innen) in die Pastoralraumkonferenz, die Jugendvertreter(innen) der Pfarreien gehören ebenso dazu.

Die Pastoralraumkonferenz bereitet die Gründung der neuen Pfarrei vor. Sie formuliert Ziele und Inhalte der Seelsorge im Bereich des Pastoralraums, fördert die Vernetzung und entwickelt ein Konzept für die Zusammenarbeit. Dabei sind der Lebensraum und die Lebenssituationen der Menschen zu berücksichtigen.

Da die Pastoralraumkonferenz für die Arbeit an den einzelnen Themen zu groß ist, beauftragt sie Projektgruppen und Teams mit der Entwicklung von Entwürfen, die dann im Gremium beraten und verabschiedet werden. Diese Projektgruppen werden in der nächsten Sitzung beauftragt. Folgende Projektgruppen sind einzurichten: Vermögen, Gebäude, Verwaltung, Gottesdienste, Katechese und Sozialpastoral. Weitere Projektgruppen können gebildet werden. Zudem wird noch ein Jugendrat gegründet.

Ein Team Öffentlichkeitsarbeit berät über die geeignete Form der Informationen über den „Stand der Dinge“. Ein „Geistliches Team“, das noch zu bilden ist, behält die angesprochene spirituelle Dimension des Weges im Auge.