Ökumenisches Stadtgeläut

Gedenken an den Bombenangriff auf Mainz am 27. Februar

glocken_mainzer_dom (c) Bistum Mainz
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Datum:
Do. 11. Feb. 2021
Von:
Martin Rudolf-Ceglarski

Mainz. Am 27. Februar jährt sich zum 76. Mal der Bombenangriff auf Mainz, bei dem im Jahr 1945 mehr als 1.200 Menschen zu Tode kamen. 16 Minuten dauerte die Bombardierung. 80 Prozent der Mainzer Innenstadt wurden zerstört. Leider wird in diesem Jahr pandemiebedingt kein ökumenisches Stadtgebet nach der Kranzniederlegung in der Kapelle von St. Christoph stattfinden. Mit einem Stadtgeläut zur Zeit des Bombenangriffs möchten die katholischen und evangelischen Innenstadtkirchen jedoch von 16.30 bis 16.46 Uhr dem Schreckenstag gedenken. „Die Glocken läuten und rufen zum Gebet auf“, erklärt Dekan Andreas Klodt vom Evangelischen Dekanat Mainz, „Wie beten für alle Opfer von Krieg und Gewalt und insbesondere für die Opfer des Bombenangriffs von Mainz.“ Dekan Markus Kölzer vom Katholischen Dekanat Mainz-Stadt ergänzt: „Wir möchten damit auch an die Verantwortung für unser Handeln heute erinnern. Als Christ*innen ist es unsere Aufgabe, jeglicher Art von Krieg und Gewalt entschieden entgegenzutreten.“ 

Auch unsere Pfarrgruppe beteiligt sich und lässt die Glocken in den beiden Kirchen St. Pankratius und St. Laurentius klingen. Auf Grund des Zustandes des Glockenstuhls in Ebersheim wird allerdings nicht die vollen 16 Minuten geläutet, da sonst Schäden im Mauerwerk durch die Schwingungen drohen.