St. Jakobus
St. Jakobus
St. Jakobus
St. Jakobus
St. Jakobus
Nauheim
Johannes XIII.
Johannes XIII.
Johannes XIII.
Johannes XIII.
Johannes XIII.
Königstädten

Pastoraler Weg - Was ist uns wichtig, heute und in Zukunft?

Auschnitt aus der Ergebnipräsentation der Kleingruppengespräche (c) Andreas Löhr
Auschnitt aus der Ergebnipräsentation der Kleingruppengespräche
Datum:
So 27. Sep 2020
Von:
Andreas Löhr
Am Samstagvormittag trafen sich auf Einladung der Projektgruppe "Pastoraler Weg" am etwa 20 Personen im Johannessaal des Königstädter Gemeindezentrums.
Zum Einstieg hörte die Anwesenden einen kurzen Text aus dem Matthäusevangelium (Mt 22, 36-40), in dem Jesus nach seinen "Schwerpunkten" gefragt wird: "Rabbi, welches Gebot ist das wichtigste?" Die Antwort Jesu besteht im Doppelgebot der Liebe: "Liebe Gott von ganzem Herzen und deinen Nächsten wie dich selbst".

Im ersten Teil der gut zweistündigen Veranstaltung ging es danach zunächst darum, sich die seit dem Herbst des letzten Jahres im Dekanat Rüsselsheim und in unserer Pfarrgruppe im Schritt der  "Wahrnehmung" zusammengetragenen Ergebnisse zu vergegenwärtigen.
In dieser Zeit war eine Art "Bestandsaufnahme" der pastoralen Lage der Gemeinden gemacht worden, außerdem wurde versucht, mithilfe verschiedener statistischer Daten einen groben Eindruck der sozialen Situation in den Kommunen auf dem Gebiet unserer Pfarrgruppe zu gewinnen -  also der Gemeinde Nauheim und des Rüsselsheimer Stadtteils Königstädten. Zusätzlich waren Interviews mit sehr verschiedenen Menschen durchgeführt worden, die einen Blick eher "von außen" auf die Kirche vor Ort liefern sollten, aber auch Eindrücke davon, welche Themen und Probleme die Menschen in unserer Nachbarschaft beschäftigen und welche Bedürfnisse und Erwartungen an die Kirche sie haben.

Die Befunde der Wahrnehmungsphase sowohl unserer Pfarrgruppe als auch des ganzen Dekanats waren von der Projektgruppe auf mehreren Plakaten zusammengefasst worden, die als eine Art Parcours von den Anwesenden abgegangen werden konnten und zu ersten Gesprächen Anlass gaben (die Ergebnisse der "Pastoralen Bestandsaufnahme" für das Dekanat Rüsselsheim finden Sie übrigens auch hier, die der "Sozialen Wahrnehmung" hier).

Im zweiten Teil der Veranstaltungen kamen die Anwesenden in drei Kleingruppen anhand einiger Impulsfragen darüber ins Gespräch, wo vor dem Hintergrund der momentanen Situation für die kommende Zeit die Anfrage Gottes an uns spürbar wird: Was ist und wird in Zukunft wirklich wichtig sein, wo liegen die Herausforderungen für die Kirche vor Ort, welche Grundhaltungen ebenso wie konkrete thematische Schwerpunkte werden bedeutsam sein?

In einer ruhigen und "hörenden" Gesprächsatmosphäre konnten  unterschiedliche Standpunkte ohne direkte Gegenrede deutlich gemacht werden.
Es ging eher darum, die Teilnehmenden "mit auf den Weg" zu nehmen, zum Mitdenken einzuladen und Überzeugungen zu den pastoralen Prioritäten zu sammeln, weniger um ein bereits jetzt festzuschreibendes Endergebnis.
Dennoch tauchten manche Punkte in mehreren Kleingruppen auf und gewannen so an Bedeutung: Teilnehmende betonten die Wichtigkeit eines "passenden" und auch vor Ort zu erhaltenden Spektrums liturgischer Angebote.
Es wurde festgestellt, dass eine engere ökumenische Zusammenarbeit in der Zukunft unabdingbar ist.
Ein wachsendes Bewusstsein für die Menschen außerhalb der Gottesdienste - Katholiken und Nichtkatholiken -  wurde deutlich in Begriffen wie Offenheit, niederschwellige Veranstaltungen (etwa das KultCafé) und Sozialpastoral - mit Betonung der Unterstützung schon bestehender Projekte wie etwa SABA.

Der Austauschbedarf der Teilnehmenden war größer als die geplante Zeit, so dass am Ende der Veranstaltung in einer gemeinsamen Abschlussrunde von den Moderatorinnen die Ergebnisse der Kleingruppen nur noch kurz präsentiert werden konnten, bevor die Anwesenden mit einem herzlichen Dank für ihre Beteiligung ins Wochenende entlassen wurden.

Die Ergebnisse des Tages werden von der Projektgruppe bei der  "Ratschlag" genannten Dekanatsveranstaltung zur Phase "Schwerpunkte setzen" am 24.10. in Groß-Gerau eingebracht werden.  Übrigens: Alle Interessierten sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen - Konkreteres zum Ratschlag finden sie hier.