St. Jakobus
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Nauheim
Johannes XIII.
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Königstädten

Wohin gehst du? - Bericht von Etappen und Zielen auf dem Pastoralen Weg

Ein Abend mit Dekanatsreferent Dr David Hüser

Infoabend mit David Hüser, Hoffnungen, 02.09.20 (c) Andreas Löhr
Infoabend mit David Hüser, Hoffnungen, 02.09.20
Datum:
Do 17. Sep 2020
Von:
Andreas Löhr
Der Einladung in den Johannessaal im Königstädter Gemeindezentrum zu einem Informations- und Gesprächsabend mit Dekanatsreferent Dr. David Hüser waren am  02.09. etwa zwanzig Frauen und Männer aus Nauheim und Königstädten gefolgt.

Die Veranstaltung wurde von Dr. Hildegard Wandt moderiert und mit einigen Gedanken zu der berühmten Vision des Propheten Ezechiel eingeleitet, der ein Feld voller Skelette als Sinnbild des Volkes Israel sieht, die dann durch Gottes Geist Stück für Stück wiederbelebt und lebendig gemacht werden (Ez 37,1-14). Das Vertrauen auf den Geist Gottes, auch die manchmal wie leblos und erstarrt scheinende Kirche  "re-animieren", also wieder beseelen zu können, wurde in ein gemeinsames Gebet gefasst, das mit den Worten Ezechiels immer wieder in den Ruf  mündete: "Geist, komm herbei von den vier Winden!" .
Dr. Hüser gab den Anwesenden im Anschluss einen Überblick über die Phasen des Pastoralen Wegs im Bistum Mainz und deren Ausgestaltung im Dekanat Rüsselsheim. Hierbei ging er besonders auf die bereits erarbeiteten Ergebnisse in den Phase der "Wahrnehmung" ein, in der sich alle Gemeinden mit ihren eigenen Ressourcen, vor allem aber auch mit ihrer Lebensumwelt in den jeweiligen Kommunen und Lebenszusammenhängen befasst hatten.
Dazu waren einerseits Statistiken des Sozialdaten-Monitors des Kreises Groß-Gerau und der Stadt Rüsselsheim analysiert, anderseits in allen Gemeinden zahlreiche Interviews mit ganz unterschiedlichen Menschen aus den jeweiligen Kommunen geführt worden. In diesen waren Fragen zu den Themen und Sorgen, die die Interviewten beschäftigen ebenso gestellt worden wie solche zu Orten eigenen Engagements oder ihrem jeweiligen Blick auf die Kirche.
Diese Ergebnisse sollen die Grundlage bilden für den jetzt anstehenden Schritt "Schwerpunkte setzen".
Im Frühjahr 2021 wird es dann darum gehen, in welchen neu zu schaffenden Pfarreistrukturen diese inhaltlichen Schwerpunkte der pastoralen Arbeit zukünftig umgesetzt werden sollen.

Im zweiten Hauptteil des Abends kamen die Anwesenden in drei Kleingruppen zu ihren persönlichen Hoffnungen und Wünschen im Hinblick auf den Pastoralen Weg, ihren Ängsten und Sorgen und schließlich ihrer  eigenen Rolle in diesem Prozess ins Gespräch. Im Format des "World Café" wechselten die Gruppen geschlossen die Tische, so dass sich alle Anwesenden mit allen drei Fragen beschäftigen und ein Tisch-"Gastgeber" alle Ergebnisse zusammentragen konnte, die in  Anschluss der Gesamtgruppe kurz vorgestellt wurden.
In einer entspannten Atmosphäre kamen hierbei Ängste sowohl vor dem Verlust von Altvertrautem und ungewohnt Neuem ebenso zur Sprache wie die Frage, ob und wie in zukünftig größeren Strukturen noch Nähe, lebendige Gemeinsachft und erreichbare Angebote vor Ort möglich sein werden. Auch Unsicherheit zum Grad der Ergebnisoffenheit des Prozesses in Anbetracht der vorgegebenen Rahmenbedingungen (z.B. nur noch drei Pfarreien im Dekanat) wurde geäußert.
Andererseits wurde aber auch der Einsicht in die dringende Notwendigkeit von Veränderungen Ausdruck gegeben und die Hoffnung geäußert, dass "Altlasten" abgelegt" und mit einem "Blick über den Tellerrrand" bzw. den eigenen Kirchturm hinaus die "Kirche in die Zukunft weitergehen" könne. Wichtig war den Teilnehmenden dabei, dass möglichst viele Menschen sich einbringen und "mitgenommen" werden und "die Generationen gemeinsam" gehen, eine "Rückbesinnung auf die Botschaft Jesu" stattfindet und Themen wir Gleichberechtigung ebenfalls einen Platz finden.
Viele Anwesende bekundeten eine Bereitschaft, sich mit ihrer Lebenserfahrung und den eigenen Möglichkeiten einzubringen, "kein Bremsklotz" zu sein, sondern sich "weiter aktiv" zu beteiligen, "Multiplikator" zu sein und "für Verständnis zu werben".
Der Abend wurde beschlosssen mit dem gemeinsam gesprochenen "Gebet für den Pastoralen Weg" von Bischof Peter Kohlgraf.