Firmkurs 2020-21

Heiliger Geist (c) G. Altmann

Humphrey-Bogart-Filmabend

Am 10. September trafen sich einige Firmlinge dieses Jahres, um das Versprechen von Pfarrer Wornath einzulösen, sich bei einem "Humphrey-Bogart-Filmabrnd" bei leckerem Essen und Getränken zu treffen.
Aus den Filmen "African Queen", "Casablanca" und "Die Spur des Falken" wählten die Firmlinge den letztgenannten Detektivfilm-Klassiker aus, der nach Meinung der meisten Filmhistoriker den Beginn der klassischen Ära des Film noir bzw. der "Schwarzen Serie" markiert. Der Film entstand vor genau 80 Jahren und sorgte daher ob der darin gezeigten Stereotype und Gegenstände für manch jugendliches Erstaunen.

Firmgottesdienste

„Was ist das Fundament und was das Ziel des Lebens „, fragt der Mainzer Domkapitular Jürgen Nabbefeld die 32 Firmlinge der Pfarrgruppe Wickstadt / Dorn- Assenheim und lieferte die Begründung für jeden Einzelnen gleich mit: „Ihr bringt durch eure Anwesenheit zum Ausdruck, dass Gott das Fundament eures Lebens sein soll.“ Seine Folgerung: Die Beziehung zu Gott ist wie eine Freundschaft. „Wenn ihr für Eure Freunde keine Zeit habt, dann geht die Freundschaft kaputt. Wer für Gott keine Zeit hat, dem geht die Verbindung zu Gott kaputt.“ Mit Blick auf seine eigene Vita ermunterte er die Jugendlichen, Gott als Fundament und Ziel des Lebens zu sehen. „Dann können Stürme kommen, die werden uns aber nicht umwerfen.“
Die Angesprochenen hatten sich während einer feierlichen Liturgie in St. Willigis entschieden, das Sakrament der Firmung zu empfangen, das Taufbekenntnis zu erneuern und damit den weiteren Weg ihres Glaubens öffentlich zu stärken. Ihre Paten unterstrichen dies, indem sie ihnen bei der Firmspendung die Hand auf die Schulter legten. Pandemiebedingt fanden die Gottesdienste in drei Gruppen statt, so dass Freunde und Verwandte mitfeiern konnten. Nabbefeld sprach auch die Eltern direkt an: „Schenken sie den Kindern ihre Liebe, so wie sie sind, und nicht so wie Sie es gerne geworden wären.“ An die Christen appellierte er, Gott im täglichen Handeln suchtbar zu machen. „Wir müssen dem Evangelium der Liebe und der Barmherzigkeit unser Gesicht geben, wir müssen die Fenster für Gott in dieser Welt offen halten.“
Seit Oktober hatten sich die Firmlinge intensiv auf den Tag vorbereitet, der sie formell zu mündigen Christen macht. Bestandteil des Firmkonzepts waren neben fünf Kursnachmittagen auch ein „Walk a way“ rund um Maria Sternbach und eine „Nacht der Versöhnung“. Sie diente der Vorbereitung eines guten Beicht-Gespräches mit einem von drei anwesenden Priestern. Auch Nabbefeld stellte sich zuvor den Fragen der Firmlinge, zudem gaben die Theologiestudentinnen Tabea Planz und Yasemin Tobias ein Glaubenszeugnis ab und berichteten, was für sie als junge Frauen Glaube und Kirche bedeuten.
„Sie haben dem Evangelium der Liebe und der Barmherzigkeit ihr Gesicht gegeben“, dankte Pfarrer Kai R. Wornath den Katechetinnen Antonia Finkeldey, Natalie Schenk, Christiane Hög, Friederike Zettl, Schwester Mateusza, Rosika Liebig und Stefanie Simon. Ein Lob hatte er zudem für die Ministranten, „die teils in mehrfachen Schichten angetreten sind“, die Organisten Kurt Anders und Andreas Schmidt sowie die Kantoren Jan Frische, Christoph Bommersheim, Antonia Finkeldey, Natalie Schenk, Elmar Karhof, Anette Karhof und Alexandra Fritz. Die Firmlinge selbst sollten kleine Kreuze und ein Schokoladenhandy an diesen Tag erinnern. Nabbefeld hierzu: "Um die Verbindung mit Gott immer aufrecht zu halten."                                                                                                                             H. Hachenburger

Humphrey wer?

Pfarrer Kai R. Wornath (c) H. Hachenburger
Was hat Humphrey Bogart mit einem Firmkurs zu tun?
Nicht viel, sollte man meinen, zumal der Heilige Geist in dessen Produktionen doch eher ein Schattendasein fristete. Auch dürfte der Kultfilm Casablanca aus dem Jahr 1942 für viele der um die 16 Jahre alten Jugendlichen nicht mehr ganz vorn in den Charts von Netflix und Co. stehen. Aber der Reihe nach: Während der Nacht der Versöhnung als Teil der Firmvorbereitungen der Pfarrgruppe Wickstadt / Dorn-Assenheim ging es um ein interessantes Klischee: Muss ein Mann in der Beziehung eigentlich größer sein als die Frau? Die verblüffende Antwort der Firmbewerber verriet Pfarrer Kai R. Wornath jetzt während des Firmgottesdienstes: „Ja, denn der Mann soll die Frau beschützen.“  
Da staunte selbst Wornath über die doch traditionelle Sichtweise, um prompt auf seine Kenntnisse über die Leinwandklassiker der 40er und 50er Jahre zurückzugreifen. Protagonist Bogart soll nämlich Plateauschuhe getragen haben, damit er seine 1,75 Meter große Filmpartnerin überragt. Denn nur so wurde der legendäre Satz wirklich legendär: Ich seh Dir in die Augen, Kleines.
„Humphrey Wer?“, fragten die Firmlinge, wenig verwunderlich, schliesslich starb Bogart bereits 1957.
„Als Kirche haben wir einen Bildungsauftrag“, konstatierte nun der Pfarrer mit einem Augenzwinkern und lud die Jugendlichen kurzerhand zur Humphrey Bogart-Filmnacht ein. Da soll dann der eine oder andere Klassiker bei frisch Gegrilltem nochmals über die Leinwand flimmern. Und Bogart-Fan Wornath schwärmte: „Humphrey Bogart und Essen, gibt es was schöneres? Ich finde nicht.“ 
                                                                                                                               H. Hachenburger

Walk away - Der Weg des Erwachsenwerdens

Das Ehepaar Uschi und Dieter Dallwitz hat mit dem Angebot "Walk away" einen besonderen Akzent im Rahmen unseres Firmkurses gesetzt: Die Firmung ist der letzte Schritt auf dem Weg ein „vollwertiges“ Mitglied der Kirchengemeinde zu werden. Aber was heißt es eigentlich erwachsen zu werden?
In dieser Veranstaltung möchten wir die Firmbewerber bestärken, ihren eigenen Weg im Leben zu gehen. Sie sollen aber auch erkennen, dass eine stabile Gemeinschaft dafür eine gute und notwendige Basis darstellt.
Grundlage für die Veranstaltung ist das Naturpsychologische Entwicklungsmodel Circle of Courage. Wir haben einen „Schnelldurchlauf durch die ersten beiden Phasen (Zugehörigkeit und Meisterschart) simuliert, um die Jugendlichen auf die dritte Stufe (Unabhängigkeit, Selbstbestimmtheit, Eigenständigkeit) vorzubereiten.
Eingebettet in den Walk away haben wir eine Heilige Messe zum Thema "Weg, Lebensweg" gefeiert. Herr Zettl hat einen guten und schmackhaften kulinarischen Beitrag geleistet, dem dankbar und reichlich zugesprochen worden ist. Ein Dank gilt auch allen Firmkatechetinnen und Firmkatecheten, die sich engagiert haben, sowie dem Küsterehepaar Schneider für die Vorbereitung und Hilfe bei der Feier der Heiligen Messe.

Nacht der Versöhnung

Am 11. Juni haben sich die Firmbewerberinnen und Firmbewerber unserer Pfarrgruppe mit dem Firmspender, Domkapitular Jürgen Nabbefeld, in der Kirche St. Willigis getroffen. Er hat sich den Jugendlichen vorgestellt und deren Fragen an ihn beantwortet.
Im Anschluss an das Gespräch mit Domkapitular Nabbefeld fand die „Nacht der Versöhnung“ statt. Sie diente der Vorbereitung eines guten (Beicht)Gespräches mit einem von drei am Abend anwesenden Priestern, Pfarrer Tobias H. Roßbach (Butzbach), Pater Thaddäus Vos OSB (Altenstadt) und Pfarrer Daniel S. Kretsch (Mainz-Gonsenheim/Geistlicher Rat der Pfadfinder).
Zudem haben an diesem Abend die Theologiestudentinnen Tabea Planz und Yasemin Tobias ein Glaubenszeugnis gegeben und berichteten, was für sie als junge Frauen unser Glauben und unsere Kirche bedeuten.
Der Abend fand seinen sportlichen Abschluss durch ein Fußballspiel von Jugendlichen, Katechetinnen und Pfarrer.

Endspurt im Firmkurs

Der Firmkurs unserer Pfarrgruppe strebt unaufhaltsam seinem Höhepunkt entgegen: Den Firmgottesdiensten am 26. Juni in der Kirche St. Willigis (Florstadt). Die Firmkursstunden zur Vorbereitung auf die Firmung haben wir in großer Verantwortung für das Wohl der uns anvertrauten Jugendlichen unter Beachtung der Hygieneregeln abgehalten. Das gute Wetter hat es uns zudem ermöglicht, die frische Luft im Freien zu suchen, um den Aerosolen die Übertragung der Viren zu verunmöglichen.

Vor den Firmgottesdiensten haben wir noch einige besondere Aktivitäten geplant:
+ Die Firmbewerberinnen und Firmbewerber werden mit ihrer Gruppe jeweils eine Hl. Messe vorbereiten. Am 29. Mai, 6. Juni und 12. Juni werden wir diese Hl. Messen in St. Willigis feiern.
+ Am 11. Juni wird der Firmspender, Domkapitular Jürgen Nabbefeld, aus Mainz anreisen, um sich ab 19 Uhr mit uns in der Kirche St. Willigis (Florstadt) zu treffen und sich den Fragen der Firmbewerberinnen und Firmbewerber zu stellen.
+ Ebenfalls am 11. Juni, nach dem Gespräch mit dem Firmspender, findet die „Nacht der Versöhnung“ in der Kirche St. Willigis statt. Sie dient der Vorbereitung eines guten (Beicht)Gespräches mit einem von drei am Abend anwesenden Priestern, Pfarrer Tobias H. Roßbach (Butzbach), Pater Thaddäus Vos OSB (Altenstadt) und Pfarrer Daniel S. Kretsch (Mainz-Gonsenheim/Geistlicher Rat der Pfadfinder).
+ Zudem werden an diesem Abend die Theologiestudentinnen Tabea Planz und Yasemin Tobias ein Glaubenszeugnis geben und berichten, was für sie als junge Frauen unser Glauben und unsere Kirche bedeuten.
+ Am 19. Juni wird das Ehepaar Dalwitz uns auf ein Walk a Way rund um Maria Sternbach schicken: Die Firmung ist der letzte Schritt auf dem Weg ein „vollwertiges“ Mitglied der Kirchengemeinde zu werden. Aber was heißt es eigentlich erwachsen zu werden?
Dazu treffen wir uns um 16:30 Uhr an der Kirche St. Nikolaus (im Hofgut Wickstadt), um von dort nach Maria Sternbach zu gehen. Der Walk a Way ist unterteilt in die Einheiten „Ankommen und Kennenlernen“, „Vorbereitung auf das Thema: Ich gehe meinen Weg!“, „gemeinsames Essen“, „gemeinsamer Gottesdienst“, „Wolfspad“.In der Nacht laufen wir nach Florstadt, dort können die Jugendlichen gegen 24 Uhr abgeholt werden.

Gemeinsam mit den Firmkatechetinnen und Firmkatecheten sage ich den Jugendlichen ein herzliches Dankeschön, dass Sie uns diese wertvolle Zeit geschenkt haben. Der Glaube wächst – wie die Liebe auch – in Beziehungen, die nie einseitig sein dürfen. Jeder Firmkurs ist für mich als Pfarrer und für die Erwachsenen, die ihren Dienst als Firmkatechetinnen und Firmkatecheten versehen, immer auch eine Gelegenheit, über den eigenen Glauben nachzudenken und ihn ins Gespräch mit den Jugendlichen zu bringen.
Ich freue mich mit den Firmkatechetinnen und Firmkatecheten auf eine würdige und schöne Feier des Sakramentes der Firmung und wünsche allen Familien Gottes Beistand und Segen, den er uns im Heiligen Geist – der im Firmgottesdienst auf die Jugendlichen herabgerufen wird – besonders zugesagt hat!

4. Firmkursstunde

Der Heilige Geist war das Thema unserer 4. Firmkursstunde: Der Heilige Geist möchte uns stärken, unseren Lebensweg im Sinne Gottes zu beschreiten und stattet uns mit je eigenen Charismen und Begabungen aus, die wir für uns und vor allem für andere einsetzen sollen: Weisheit - Einsicht - Gabe des Rates - Stärke - Wissenschaft - Frömmigkeit - Gottesfurcht.
Jede Firmbewerberinnen und jeder Firmbewerber ist von Gott mit Talenten und Fähigkeiten ausgestattet worden, jede und jeder ist wertvoll.

3. Firmkursstunde

In der dritten Stunde unseres Firmkurses befassten sich die Firmbewerberinnen und Firmbewerber mit der Person von Jesus. Die Fragestellungen dieser Einheit lauteten:
  • Was sagen die biblischen Quellen über Jesus?
  • Was bedeutet Jesus für mein Leben?
  • Was kann ich von Jesus lernen?
Der Firmkurs selbst ist durch eine Methodenvielfalt geprägt, wie auch die Fotografien von diesem Tage demonstrieren. So findet sich neben klassischer "Tafelarbeit" auch "Standbilder", bei denen die Jugendlichen Erzählungen aus der Bibel nachstellen.

1. Firmkursstunde

In der ersten Firmkursstunde beschäftigten sich die Firmlinge mit Ihren Katechetinnen vor allem mit der Fragen: "Wer bin ich?" und "Wer bist Du?". Mit dem Erwachsenwerden im Glauben suchen die Jugendlichen nach ihrem Platz in der Gemeinschaft der Kirche. Dabei geht es darum, sich selbst und auch die Anderen kennen zu lernen.

Fastenzeit - Verzicht & Vorsätze unserer Firmlinge

Unsere Firmlinge wurden befragt, welchen Verzicht sie in der Fastenzeit üben wollen und welche Vorsätze sie sich vorgenommen haben. Die Antworten wurden via Wordcloud grafisch aufgearbeitet und können unten stehend nachvollzogen werden.
Der Dank geht an alle Firmlinge für ihre Antworten und an Antonia Finkeldey für die gelungene Darstellung.

Firmkurseröffnung am 24. Oktober

Am 24. Oktobert startete der Firmkurs 2020-21 mit einem Treffen der Firmkatechetinnen und Firmkatecheten, den Firmlingen und Pfarrer Wornath im Pfarrheim zu Dorn-Assenheim. Aufgrund der Corona-Pandemie trug jeder einen Mund-Nase-Schutz, desinfizierte sich die Hände und hielt Abstand. DenGroßteil des Treffens wurde bei angenehmen herbstlichen Temparaturen bei frischer Luft im Pfarrheimgarten abgehalten.

Fotografien zur Firmkurseröffnung