Caritas macht sich stark für ein soziales Europa

Fr 24. Mai 2019
(mcb)

Mainz. Am kommenden Sonntag ist Europawahl. Der europäische Konsens, dass mehr Zusammenarbeit zu Frieden und sozialer Sicherheit führt, ist durch das Erstarken nationalistischer Parteien gefährdet. Nur ein soziales Europa stärkt den Zusammenhalt und setzt zugleich deutliche Zeichen gegen Nationalismus und Rechtspopulismus.

Eine hohe Wahlbeteiligung bei den Europawahlen ist ein deutliches Zeichen dafür, dass den Menschen in Europa und in Deutschland die EU am Herzen liegt und dass sie sich für ihren Erhalt und ihre Weiterentwicklung einsetzen.

Gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege hat die Caritas Forderungen für ein soziales Europa formuliert:

Armutsbekämpfung muss zum Kernthema werden. Soziale Ungleichheiten innerhalb und auch zwischen den EU-Mitgliedsstaaten müssen durch wirksame Sozialleistungssysteme ausgeglichen werden. Es bedarf eines Rahmens für nationale Grundsicherungssysteme, die weniger leistungsfähige Mitgliedsstaaten nicht überfordern und leistungsstarke Staaten nicht daran hindern, ein höheres Schutzniveau zu gewährleisten.

Um die Solidarität in Europa zu stärken, muss das Gemeinsame Europäische Asylsystem weiterentwickelt werden. Die EU muss Angebote der sozialen Teilhabe und Eingliederung den Mitgliedsstaaten unterstützen. Je früher aktive Schritte zur Integration unternommen werden, desto wahrscheinlicher ist der Erfolg.

Die Caritas bejaht den europäischen Integrationsprozess und setzt sich für einen stärkeren sozialen Zusammenhalt in der EU ein. „Wir rufen die Bürgerinnen und Bürger auf: Machen Sie sich mit Ihrer Stimme stark für ein soziales und demokratisches Europa“, fordert Nicola Adick, Caritasdirektorin im Bistum Mainz.

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