reli+ Begegnungstag für Religionslehrer(innen) am 5. September 2018

Patrick Roth ist ein Glücksfall für die deutsche Gegenwartsliteratur. Seine Romane und Erzählungen faszinieren, irritieren, zwingen zum Nachdenken. Die Themen: besonders häufig biblische Stoffe, die aus ungewöhnlichen Perspektiven aufgegriffen und neu bearbeitet werden. „Bibel neu lesen“ wird hier zum Grundprinzip.

Immer häufiger finden sich seine Texte auch im Literatur- und Religionsunterricht.

Am diesjährigen Begegnungstag der Religionslehrerinnen und Religionslehrer des Bistums Mainz liest Patrick Roth selbst aus seinen Texten und geht mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ins Gespräch und beantwortet Fragen. Im Anschluss daran gibt es viel Zeit für Workshops, Begegnungen und Austausch mit kreativen Angeboten und ungewöhnlichen Impulsen für Religionsunterricht und Schulpastoral.

Lesen Sie die Bibel neu, denken Sie neu über das Buch der Bücher nach und probieren Sie mit uns aus, welche Möglichkeiten sich im Religionsunterricht und der Schulpastoral bieten.

Kommen Sie am 5. September für einen Tag zu uns nach Mainz. Wir freuen uns auf Sie!

Workshops 2018

Anna Antoni leitet Workshop 1

In der Grundschule hören immer mehr Kinder zum ersten Mal etwas von Glaube und Religion. Darin liegt eine große Chance für Religionslehrer/innen und Schulseelsorger/innen. In diesem Workshop werden geeignete Elemente und Methoden vorgestellt, die die Neugier der Kinder unterstützen und Gott im Schulalltag einen Raum geben.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 15

Schulform: Primarstufe

Ute Schüssler -Telschow leitet Workshop 2

Dieser Ansatz von Jerome Barryman eröffnet Möglichkeiten, die eigene Verbindung zur Geschichte zu entdecken und dies in Stille und Zeit zum Gestalten zu vertiefen. Die Materialien und Vorgehensweise sind an die Pädagogik von Maria Montessori angelehnt.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 15

Schulform: Primarstufe

Dr. Kristina Augst leitet Workshop 3

Beide Heiligen Schriften erzählen von Gottes Geschichte mit den Menschen und seinen Anweisungen für das Leben.  Dabei gibt es Gemeinsames und Trennendes.

In dem Workshop begeben wir uns auf Spurensuche durch Koran und Bibel und blicken beispielhaft auf die Person Jesus von Nazareth bzw. Isa, die in beiden Schriften zu finden sind. Grundlage für die Arbeit stellt dabei ein interdisziplinäres christlich-muslimisches Projekt dar: ein Lesebuch für den Unterricht der Klassen 3-7, das Texte aus Koran und Bibel miteinander ins Gespräch bringt.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 15

Schulform: Primarstufe und Sek I

Julia Baaden leitet Workshop 4

Religiöse Sprache ist eine schwere Sprache. Muss das so sein? Ein Projekt für Religionsunterricht und Katechese nutzt die Grundidee der Leichten Sprache, um mit Kindern und Jugendlichen religiöse Begriffe so verständlich wie möglich zu 'übersetzen'. Das Konzept der „Leichten Sprache” wurde für Menschen mit Lernschwierigkeiten entwickelt. Texte in Leichter Sprache zielen auf leichte Verständlichkeit, voraussetzungslosen Zugang und Teilhabe für alle.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 15

Schulform: Sek I

Uli Scheicher leitet Workshop 5

Die Arbeit mit biblischen Texten bleibt aus Schülersicht oft unergiebig, irgendwie hat man das, was herauskommt, alles schon gewusst:  Nächstenliebe und so ... Ist ja Reli ... An ausgewählten Texten mit Lehrplanbezug soll der Frage nachgegangen werden, wie der für Schüler relevante Gehalt eines biblischen Textes genauer gefasst und im Unterricht alltagstauglich zur Geltung gebracht werden kann. Dabei sollen die "elementaren Wahrheitsansprüche" als Spezifikum religiöser Rede im Mittelpunkt stehen.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 16

Schulform: Sek I + II

Martin Sondermann leitet Workshop 6

In so manchen Popsongs stecken biblische Anspielungen – ob bewusst oder unbewusst inszeniert. Dies kann eine Chance für den heutigen Religionsunterricht sein, in dem er diese modernen Songs aufgreift.  So werden die Schülerinnen und Schüler mit Songtexten konfrontiert, die in der heutigen Zeit Gehör finden und zugleich biblische Botschaften transportieren.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 20

Schulform: Sek I + II

Fatima Hauk und Frank Wenzel leiten Workshop 7

Maria Magdalena findet in den Evangelien als Gefährtin Jesu und Zeugin der Auferstehung Erwähnung. Immer wieder wurde der Versuch unternommen, die biblische Ausgangserzählung – insbesondere Joh  20, 1-18 –  in Literatur und Film zu umschreiben bzw. umzuschreiben. Dabei spielt das Spannungsfeld zwischen enger Gefolgschaft und dem Noli me tangere eine große Rolle. In unserem Workshop möchten wir uns der Frage nähern, was Jugendliche an Maria Magdalena überhaupt interessieren könnte und wie ihr Interesse durch die Beschäftigung mit biblischen Texten und  der literarischen Rezeption genährt werden kann. Schließlich möchten wir mit den Teilnehmer/-innen (kritisch) prüfen, ob  sich Patrick Roths Erzählung „Magdalena am Grab“ für die Lektüre im Religionsunterricht eignet und - wenn ja - unter welchen Vorzeichen. Dem Workshop-Titel entsprechend bitten wir um vorherige Lektüre.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 20

Schulform: 9. Klasse - Sek II

Günter Weyrich leitet Workshop 8

Es gibt zahlreiche Kurzfilme, die sich explizit oder implizit mit biblischen Themen und Motiven beschäftigen. Sie eignen sich als Kurzfilme häufig gut für den Einsatz im Religionsunterricht. An einigen ausgewählten Beispielen wird religions- und medienpädagogisch diskutiert, wie sich ein Einsatz dieses Mediums in den Unterricht umsetzen lässt.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 25

Schulform: Sek I + II und BBS

Carolin Simon-Winter leitet Workshop 9

Die Geschichten von Abraham und seiner Familie werden in den drei religiösen monotheistischen Religionen unterschiedlich rezipiert und trotzdem sind sie unbestritten ein gemeinsamer Bezugspunkt. In dieser scheinbaren Widersprüchlichkeit zeigen sich Motive einer dialogischen Grundhaltung, die Raum eröffnet, notwendige Grenzen zieht und dadurch immer wieder zum Aufbruch ermutigt. Was dies konkret für die Religionspädagogik bedeuten kann, soll in diesem Workshop veranschaulicht werden.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 15

Schulform: Sek  II und BBS

Monika Müller leitet Workshop 10

In diesem Workshop ist die Gelegenheit, anhand von ausgewählten Methoden sich kreativ mit einem Bibeltext auseinanderzusetzen und in einen eigenen Reflexionsprozess im Schreiben einzutreten. Verschiedene Aufhänger im Text wie z.B. Irritationen, der Zugang zu den auftretenden Figuren, aktualisierende Bezüge zu Orten oder Handlungen ermöglichen eine individuelle Auseinandersetzung, die in eigenen Worten in Sprache gefasst wird. Austausch und Methodenreflexion für den Einsatz in Schule oder Pastoral können in Absprache mit der Gruppe weitere Elemente des Workshops sein.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 10

Schulform: alle

Dr. Brigitte Lob leitet Workshop 11

Gottesdienste, Frühschichten oder Pausenoasen - in der Schulpastoral Tätige stehen häufig vor der Aufgabe, kurze spirituelle Impulse zu gestalten. Was passiert, wenn man sich in einen großen erzählerischen Spannungsbogen hineinbegibt? Die Geschichte eines Menschen mit seinem Gott über mehrere Etappen mitgeht? In diesem Workshop probieren wir es aus mit dem Buch des Propheten Jeremia. Mit unterschiedlichen aktivierenden und kreativen Methoden versuchen wir, die Geschichte Jeremias zu persönlichen Erfahrungen in Bezug zu setzen. Dabei suchen wir für unsere Arbeit Hilfestellung, Ermutigung und Anregung – oder ganz einfach: Inspiration.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 20

Schulform: alle

Dr. Felicitas Janson leitet Workshop 12

Wege durch den Dom bedeuten auch immer Wege durch die Geschichte, Wege zur Kunst und Wege zu Vorstellungen von Frömmigkeit und Theologie durch die Jahrhunderte. Mit einer Auswahl von Stationen bei diesem Weg durch den Dom wollen wir Neues entdecken und Altbekanntes eventuell neu "lesen". Dabei stehen die Bildmotive im Dom, seien sie mittelalterlich oder modern, und die Besonderheiten des Mainzer Doms im Vordergrund.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 30

Schulform: alle

Thorsten Klug leitet Workshop 13

Beim Bibliolog versetzen sich die Teilnehmenden unter Anleitung in die Rollen biblischer Personen und füllen den biblischen Text so mit eigenen Erfahrungen, Empfindungen und Eindrücken. Wir erleben gemeinsam einen Bibliolog und kommen anschließend in den Austausch zur Umsetzbarkeit der Methode im Religionsunterricht.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 25

Schulform: alle

Christine Schardt leitet Workshop 14

Der kreative Zugang, das Eintauchen in Farben und Formenals ein ganzheitliches Tun lässt Menschen jeden Alters zur Ruhe kommen, in die eigene Bilderwelt eintauchen, die eigene „Malspur“, Lebenslinie, Gottes Spuren im eigenen Leben und unserer Welt entdecken. Malen kennt keine sprachlichen, kulturellen oder religiösen Barrieren und bietet eine individuelle Ausdrucksmöglichkeit, die sich auch sehr gut für die Arbeit mit hochaktiven oder traumatisierten Kindern anbietet. Psalmtexte wirken als inspirierende Impulse und können im Malprozess in unterschiedlichen Wahrnehmungen neu entdeckt werden.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 10

Schulform: alle

Dr. Claudia Sticher leitet Workshop 15

Jede moderne Sprache unterliegt Entwicklungen – und die machen auch vor Heiligen Texten nicht Halt. Etwa im Abstand von 25-30 Jahren werden die muttersprachlichen Fassungen der Bibel überarbeitet oder neu aus den Urtexten übersetzt. Das Bild vom polierten Diamanten fasst zusammen, was es mit der Überarbeitung der Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift auf sich hat: eine leichte Überarbeitung der bestehenden Fassung, die den alten Glanz neu zum Strahlen bringt, keine komplett neue Übersetzung. Im Jahr 2005 startete ein alle deutschsprachigen Länder und Gebiete umfassendes Projekt zur Revision der Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, das mit der Drucklegung im Herbst 2016 seinen Abschluss fand. Die „Weltliteratur Heilige Schrift“ blitzt neu auf: So ist der Gottesfürchtige wieder „selig“, Gott darf „geschaut“ werden, statt „erfahren“, und einige der Psalmen zeigen sich sperriger und widerständiger, als wir sie im Ohr haben. Zu Auftrag, Prozess und Ergebnis der neuen Einheitsübersetzung wird Dr. Claudia Sticher, die fast fünf Jahre als wissenschaftliche Referentin in Bonn in der eigens geschaffenen Arbeitsstelle „Bücher der Kirche“ am Revisionsprozess mitwirke, berichten.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 25

Schulform: alle

Dr. Birgit Kita leitet Workshop 16

Das Dom- und Diözesanmuseum Mainz beherbergt eine Fülle von Schätzen der christlichen Kunst aus über tausend Jahren der Kunstgeschichte. Die meisten von ihnen erzählen Szenen aus der Bibel. So waren sie ursprünglich dafür geschaffen, die Geschichten der Bibel auch für den ‚lesbar‘ zu machen, der nicht lesen konnte.

Der Workshop fragt danach, ob unsere Kunstwerke auch heute noch lesbar sind, ob jeder sie lesen kann und wie man ein Kunstwerk zum Sprechen bringt.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 20

Schulform: alle

Dr. Helmut Hinkel leitet Workshop 17

Der Workshop bietet eine kurze Geschichte der Bibelillustration vom 13. Jahrhundert bis heute mit Originalen aus der Martinus-Bibliothek. Im Rahmen der Themen "Wunder Jesu" und "Reisen des Apostels Paulus" werden Illustrationen vom 15. bis 20. Jahrhundert anhand von Originalen vorgestellt.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 15

Schulform: alle