reli+ Begegnungstag für Religionslehrer(innen) am 4. September 2019

„Du fällst mir auf…“, sagen wir zu Menschen in ganz unterschiedlichen Situationen. Uns fällt auf, wenn jemand lacht oder weint, stört oder verstummt oder ganz aus dem Rahmen fällt. Unsere Schülerinnen und Schüler sind besondere Menschen.

 

Auffälliges Verhalten ist oft ein Indiz für bestimmte Anstrengungen und Herausforderungen im Unterricht. Uns begegnen Kinder und Jugendliche mit ganz besonderen Bedürfnissen und Eigenheiten. Jeder will gesehen und gehört werden. Integration, Inklusion und Begleitung sind zentrale Aufgaben der gegenwärtigen Situation in Schule und Unterricht. Auch der Religionsunterricht und die Schulpastoral sind davon nicht ausgenommen.

 

Das Hauptreferat beschäftigt sich mit Fragen, die den Menschen und seine Bedürfnisse, insbesondere auffällige Schülerinnen und Schüler, in den Mittelpunkt der Überlegungen stellen. Die Workshops befassen sich mit Aspekten der Gesprächsführung, Diagnostik und unseren eigenen Haltungen. Sie sollen Anregungen für die praktische Arbeit im Schulalltag bieten.

 

Wir verstehen reli+, den Tag der Religionslehrer*innen und Schulseelsorger*innen als Forum zu Begegnung und Austausch.

 

Kommen Sie nach Mainz! Wir freuen uns auf Sie!

 

Workshops 2019

PD Dr. Renate Voll leitet Workshop 1

Die Gesprächsführung und Hilfestellung wird bei Jugendlichen mit ADHS, bei Jugendlichen mit Depressionen mit sozialem Rückzug, ggf. auch mit suizidalen Gedanken, bei Jugendlichen mit Angststörungen und Schulabsentismus 

sowie bei Jugendlichen mit Essstörungen in Grundzügen erläutert. Die störungsspezifisch unterschiedliche Herangehensweise wird für Lehrpersonen dargestellt ebenso wie die Grundregeln für Beziehung und Gespräch mit den Schülern.

Eine erfolgreiche Problemanalyse, Beratung mit Hilfestellung des Lehrers hängt auch davon ab, inwieweit eine vertrauensvolle Beziehung zwischen dem Lehrer und dem verhaltensauffälligen Schüler im Schulalltag besteht.

Notwendige pädagogische Maßnahmen zum Beispiel bei Kindern mit ADHS im Schulalltag können das Schüler-Lehrer-Verhältnis deutlich belasten. Es sollte daher vor der Beratung überlegt werden, ob eine unbelastete und 

vertrauensvolle Beziehung zwischen Schüler und Lehrer besteht. Im Falle einer belasteten Beziehung sollte das Gespräch an einen Kollegen des Kollegiums abgegeben werden.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 50

Schulform: alle

Angelika Haxel-Müller leitet Workshop 2

In den Kess erziehen - Workshops lernen Sie mittels Übungen, Gespräch und Input ermutigende und stärkende Elemente der Individualpsychologie Alfred Adlers und Rudolf Dreikurs kennen. Wir gehen auf Spurensuche dazu, was Eltern und Lehrkräfte im jeweiligen Umfeld zur Stärkung und Ermutigung Hand in Hand zum Wohl des Kindes angehen können.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 15

Schulform: GS

Annette Reithmeier-Schmitt leitet Workshop 3

In den Kess erziehen - Workshops lernen Sie mittels Übungen, Gespräch und Input ermutigende und stärkende Elemente der Individualpsychologie Alfred Adlers und Rudolf Dreikurs kennen. Wir gehen auf Spurensuche dazu, was Eltern und Lehrkräfte im jeweiligen Umfeld zur Stärkung und Ermutigung Hand in Hand zum Wohl des Kindes angehen können.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 15

Schulform: Sek I

Andrea Haberl leitet Workshop 4

Elterngespräche haben bei vielen Lehrerinnen und Lehrern den Ruf, nicht der unkomplizierteste Teil des Lehrerberufs zu sein. Im ersten Teil dieses Workshops geht es um Gelingensbedingungen und Tipps zur Planung und Durchführung von Elterngesprächen, im zweiten Teil werden Gesprächssituationen anhand von Rollenspielen simuliert und geübt.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 15

Schulform: Sek I

Florian Eutebach leitet Workshop 5

Wir sind Klasse?!“ ist ein Seminarangebot des Referats Jugend und Schule des Bischöflichen Jugendamts (BJA) Mainz und richtet sich an Schüler*innen einer Klasse und ihre Lehrer*innen, die Lust haben oder den Bedarf sehen, sich mit ihrer Klasse, dem Umgang miteinander und offenen oder versteckten Konflikten zu beschäftigen.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 15

Schulform: Sek I

Michael Tomaszewski leitet Workshop 6

Im Schulalltag sind wir mit verschiedenen Formen der Beratung konfrontiert. Angefangen von Lernschwierigkeiten über Probleme in der Familie oder Freundeskreis, über Schulängste und Lebenskrisen bis hin zu Todesfällen.

Im Workshop geht es um die Begleitung, Beratung und Stabilisierung von Kindern und Jugendlichen in diesen unterschiedlichen Kontexten.

Es gibt Gelegenheit zu praktischen Übungen. Do und Dont´s und Möglichkeiten der Selbstfürsorge und Psychohygiene schließen den Workshop ab.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 20

Schulform: Sek I + II

Stefan Brilmayer leitet Workshop 7

In den letzten Jahrzehnten hat der systemische Ansatz in Therapie und Beratung zur Entwicklung einer ganzen Reihe von förderlichen Methoden der Gesprächsführung und spezifischen Fragetechniken geführt. Im Workshop werden der Ansatz und einige dieser Methoden vorgestellt. Anschließend besteht die Möglichkeit einer ersten Erprobung in kurzen Rollenspielen.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 24

Schulform: Sek I und Sek II

Dr. Karl Vörckel leitet Workshop 8

Der Workshop möchte Herausforderungen durch die aktuelle mediale Entwicklung mit dem Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II ins Gespräch bringen. Denn diese Thematik kommt in den Lehrplänen vor und dabei geht es um praktische Lebenshilfe für die Schülerinnen und Schüler. Das im Workshop präsentierte Informationsangebot wird geeignet sein zur Diskussion im Religionsunterricht, und geeignete Methoden sollen im Workshop ausprobiert werden.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 25

Schulform: Sek I und II

Fridrun Olbert leitet Workshop 9

Ein unerwartetes Ereignis ist eingetreten. Die Schule ist von einer Krise betroffen. Was kommt auf mich in einer solchen Situation zu? Was wird von mir erwartet? Wie kann ich mich vorbereiten?

 

Die Teilnehmer*innen haben in diesem Workshop Gelegenheit, sich mit einem solchen Szenario auseinanderzusetzen. Ein persönlicher Zugang ermöglicht es, eigene Befürchtungen und Bedürfnisse im Zusammenhang mit Gesprächen in der Klasse nach einem Krisenereignis herauszufinden und zu benennen. Der Umgang mit den unterschiedlichen Reaktionen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen wird thematisiert. Grundlegende Informationen und unterstützende Hinweise sollen zu diesen Herausforderungen vermittelt werden.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 20

Schulform: Sek I und II

Dagmar Steinmetz leitet Workshop 10

Wie kann das Thema mit Schülern zur Sprache gebracht werden? Im Mittelpunkt stehen dabei Möglichkeiten des seelsorglichen Gespräches mit betroffenen Schüler*innen weiterführender Schulen.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 10

Schulform: Sek I und II

Ludger Verst leitet Workshop 11

Der Personzentrierte Ansatz (PzA) in der Schule ist einem ressourcenorientierten Konzept verpflichtet: Schüler*innen , die Empathie, Wertschätzung und Echtheit erfahren, entdecken ungeahnte Potenziale an sich und anderen. Vorgestellt werden Praxis- und Projektbeispiele.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 15

Schulform: Sek I und II

Stefan Caspari leitet Workshop 12

Wir schauen uns moderne Lernkonzepte an und spüren der Frage nach, wie Schulräume Lernen unterstützen kann.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 20

Schulform: alle

Dr. Katja Baron und Tim Lenz leiten Workshop 13

Selbstfürsorge und Resilienz

Nicht nur im schulischen Alltag kommt man immer wieder einmal an seine eigene emotionale (Belastungs-)Grenze. Um langfristig gesund, fit und mit Freude (auch) im Job arbeiten zu können, braucht es gute Strategien und ein Gespür für sich selbst und vor allem das Wissen, was einem selbst in stressigen Zeiten guttun kann.

In diesem Workshop soll es darum gehen, für sich selbst die größten Stressfallen zu erkennen. Durch Kennenlernen von praktische (Resilienz-)Übungen können sich die Teilnehmer ein individuelles Köfferchen mit Dingen packen, die in dichten Zeiten der Seele guttun und Kraft für kommende Turbulenzen geben.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 20

Schulform: alle

Dr. Christoph Mühlum leitet Workshop 14

„Gespräche in der Klasse nach einem Krisenereignis“.

 Jeden Tag begegnen uns als Lehrerinnen und Lehrer in unserem Schulalltag krisenhafte Situationen. Von “kleinen Überraschungen” im Unterricht bis hin zur Begegnung mit Krankheit und Tod. Und dann ist es gut, wenn wir die richtigen Worte finden und wissen, wie wir reagieren können. Aber was sind eigentlich Krisen? Welche habe ich vielleicht selber schon erlebt? Wie reagieren Schülerinnen und Schüler in solchen Situationen? Was oder wer hilft mir bei der Bewältigung? Gibt es Strategien, Methoden, Abläufe, Materialien? Mit diesen und weiteren Fragen wollen wir uns im Workshop beschäftigen und auch Manches selber ausprobieren. 

 

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 15

Schulform: alle

Dr. Felicitas Janson leitet Workshop 15

Der Mainzer Dom bietet viele Themen für einen Rundgang: bei dieser Domerkundung lernen wir neben den Besonderheiten des 1000 jährigen des Doms einige Bildwerke im Dom näher kennen. Bilder von Menschen und Heiligen, von Politikern und Bischöfen, wobei durchaus offen bleibt, ob wir dem Menschen oder einem Idealbild begegnen.

Eine Einladung zum Entdecken und Fragen.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 25

Schulform: alle

Dr. Birgit Kita leitet Workshop 16

Die Verehrung von Reliquien mag auf Nicht-Katholiken bisweilen bizarr wirken, doch hat die Praxis einen tieferen Sinn und ist keineswegs eine Erfindung der Katholiken. In den auf Erden verbliebenen sterblichen Überresten der Heiligen, den Reliquien, bleibt der Gnadenschatz der Kirche wirksam. In ihnen waren und sind die Heiligen auf Erden anwesend, wodurch sich ihre Wirkung begründet. Durch sie will uns Gott auf die Heiligen als Vorbilder und Fürsprecher aufmerksam machen. In diesem Sinne konnten und können Reliquien die Gemeinschaft der Gläubigen und, in letzter Instanz, jeden Einzelnen von uns stärken.

Organisatorisches

Teilnehmerzahl: 20

Schulform: alle