„Mach was draus: Sei Zukunft“

MISEREOR-Fastenaktion 2019 in Köln eröffnet - Solidarität mit jungen Menschen in El Salvador

Misereor Eröffnung 2019 (c) MISEREOR / Wolfgang Radtke
Misereor Eröffnung 2019
So 10. Mär 2019
MISEREOR
(Köln, 10. März 2019). Mit einem festlichen Gottesdienst ist am Sonntag im Kölner Dom die Fastenaktion 2019 von MISEREOR eröffnet worden. Das katholische Werk für Entwicklungszusammenarbeit stellt bei seiner diesjährigen Aktion die Situation von jungen Menschen in El Salvador in den Mittelpunkt. Ihr Alltag ist oftmals geprägt von Armut, Arbeitslosigkeit, Gewalt und Kriminalität. Unter dem Motto „Mach was draus: Sei Zukunft“ wirbt MISEREOR um Solidarität mit diesen Menschen und bittet gleichzeitig um Spenden für seine weltweite Projekt-, Lobby- und Advocacy-Arbeit.
Misereor Eröffnung 2019 (c) MISEREOR / Wolfgang Radtke
Misereor Eröffnung 2019

In seiner Predigt würdigte der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki das Engagement der beiden MISEREOR-Partnerorganisationen Caritas und Fundasal in El Salvador zugunsten der ärmsten und verletzlichsten Menschen in dem Land. „Diese Organisationen machen sich stark für eine Zukunft jenseits des Teufelskreises aus Gewalt und Gegengewalt, Armut und Flucht.“ Durch die von MISEREOR geförderten Programme und Projekte lernten junge Menschen in dem mittelamerikanischen Land wieder zu träumen. „Auf ihrem Lernweg erleben sie kleine Erfolge, wo sonst viel Verzweiflung herrscht. Sie lernen Vertrauen in ihre Stärken und Fähigkeiten und gestalten damit ihr Leben und soziales Umfeld“, sagte das Kölner Bistumsoberhaupt. „Lassen wir uns deshalb anstecken  von diesen jungen Menschen El Salvadors, die tatsächlich ein Vorbild sein können für die ganze Menschheitsfamilie.“

Solidarische, gerechte und offene Gesellschaft

 MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel sagte: „Mach was draus. Sei Zukunft. Das ist das Leitwort unserer Fastenaktion 2019. Wir laden Sie ein, neu in Beziehung zu treten mit Gott, mit sich, mit dem Nächsten, mit der Schöpfung. Vertrauen Sie auf die Leidenschaft Gottes, der uns Zukunft verheißt.“ Die Beispiele aus El Salvador  zeigten, dass es Wege für Veränderung gebe – im eigenen Leben und der ganzen Welt. „Die Botschaft der Bibel ermutigt uns, die Gegenwart mitzugestalten. Mitzubauen an einer solidarischen, gerechten und offenen Gesellschaft“, so Spiegel.

Beim anschließenden Empfang setzte sich Kardinal  Woelki mit Nachdruck für ein solidarischeres Miteinander mit allen Völkern der Erde ein, seien diese auch noch so klein oder weit entfernt. „Wir leben als Menschheitsfamilie alle in einer großen Welt und gehören zusammen. Deshalb handelt die Kirche auch immer übernational und nicht national. Das ist unser Markenzeichen.“  Kardinal Gregorio Rosa Chávez aus El Salvador ergänzte: „Nur gemeinsam können wir unsere Zukunft sichern. Entweder retten wir uns alle oder wir gehen alle zusammen unter.“

Sammlung in allen katholischen Gemeinden

Bis Ostern werden zahlreiche Engagierte in ganz Deutschland über die Arbeit von MISEREOR berichten und mit Aktionen wie dem Solibrot-Verkauf, Coffee-Stopps und Solidaritätsläufen  um Spenden werben. Auch Repräsentanten der beiden genannten MISEREOR-Partnerorganisationen berichten an vielen Orten der Republik über ihre Arbeit. Am 7. April, dem fünften Fastensonntag, wird bundesweit in allen katholischen Pfarrgemeinden für MISEREOR gesammelt. Das Werk fördert zurzeit in rund 90 Ländern fast 3000 Projekte.

Misereor Eröffnung 2019 (c) MISEREOR / Wolfgang Radtke