Mission: Friedensstifterin

"Jeder Mann und jede Frau ist Mission. Das ist der Grund unseres Daseins auf dieser Erde." Schwester Lissamma Antony

Termin: Freitag, 18.10.19 - 10:00 - Freitag, 25.10.19 - 19:00
Sr. Lissamma Anthony zu Gast im Bistum Mainz

Das Lebensumfeld von Schwester Lissamma Antony ist bunt. Im nordostindischen Bundesstaat Manipur leben viele unterschiedliche Völker, die sich in Kultur und Religion unterscheiden. Das bringt Lebendigkeit, aber auch Herausforderungen mit sich. Die Christen sind in der Minderheit. Zwei Drittel der Bevölkerung gehören zum Volk der Meitei, die mehrheitlich Hindus sind. Doch auch indigene Bergvölker nennen Manipur ihre Heimat. Zwischen manchen Volksgruppen kommt es zu Konflikten. Auch die verschiedenen Religionsgruppen geraten schon mal aneinander. Frieden und Versöhnung zwischen den Menschen zu stiften sieht die 56-jährige Ordensfrau als eine ihrer Hauptaufgaben.

Erfahrung in der Gesundheits- und Sozialarbeit

Sr. Lissamma Anthony (c) missio Aachen
Sr. Lissamma Anthony

Die gelernte Krankenschwester hat viel Erfahrung in der Gesundheits- und Sozialarbeit. Ein Schwerpunkt ihres Tuns lag viele Jahre auf der Arbeit mit Frauen und Mädchen. Sie ermöglichte ihnen eine gute Ausbildung und ermutigte sie, ihre Anliegen selbstbewusst zu vertreten. Nun, als „Friedensstifterin“, sind ihre Aufgabengebiete größer. „Die Menschen erwarten von uns, Schulen und eine Gesundheitsversorgung aufzubauen, da die Maßnahmen der Regierung völlig unzureichend sind“, sagt Schwester Lissamma. Auch der Ausbau einer guten pastoralen Infrastruktur gehört dazu. Besonders in den abgelegenen Bergdörfern gibt es nicht genügend Priester und viel zu wenig Kirchen. Ohne die Unterstützung von missio – das bereits in der Vergangenheit in die Katechistenausbildung und in Jugendcamps investiert hat – könnten die Aufgaben nicht bewältigt werden, erklärt die Ordensfrau.

Trotz aller Herausforderungen: Schwester Lissamma von der Gemeinschaft der Schwestern der „Heiligen Elisabeth“ erlebt ihre Arbeit als erfüllend: „Es ist schön zu sehen, wenn Kinder Vertrauen fassen und alles dafür tun, ihr Leben aufgrund unseres Einflusses zu verändern.“