Newsletter zum Pastoralen Weg des Bistums Mainz, März 2026
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Pastoraler Weg im Bistum Mainz
 
 
 

 

Newsletter zum Pastoralen Weg des Bistums Mainz, März 2026

 
Frühlingsgenuss in Krisenzeiten
 
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© C. Weißenberger
 

Ich liebe diese Zeit im Vorfrühling, wenn die Natur in vollem Aufbruch ist. Viel länger als im Winter scheint die Sonne warm ins Gesicht. In unserem kleinen Garten hinter dem Haus blühen Osterglocken, und die ersten Stauden, die ich selbst eingepflanzt habe, strecken ihre Köpfe aus dem Boden. Ich liebe es, das alles zu beobachten, und freue mich.

Darf ich glücklich sein?

Gleichzeitig gibt es immer wieder dieselben schlimmen Nachrichten. Bei jeder Fahrt zur Arbeit höre ich im Radio die Nachrichten vom Krieg Russlands gegen die Ukraine, die Situation im Gaza-Streifen oder verfolge den Israel-Iran-Konflikt. Zerstörte Städte, verschleppte Zivilisten, Kinder, die aus der Familie gerissen werden oder flüchten mussten. Das ist so komplett anders als mein Frühling zuhause. Wie als ob sich eine Gewitterwolke vor die Sonne schiebt. Manchmal habe ich fast ein schlechtes Gewissen, mich am Frühling zu freuen, während gleichzeitig Menschen leiden und sterben. Darf ich denn da überhaupt fröhlich sein? Es mir gut gehen lassen? Andererseits: Es hilft niemandem, wenn ich aus falsch verstandener Solidarität unglücklich bin. Denn ich hoffe, dass, wenn es mir gut geht, ich Energie habe, mich um die Not anderer zu kümmern.

Segen kann gedeihen...

Den Frühling genießen: Das ist für mich wie ein Speicher von Glück und Gelingen. Aus dem kann und will ich schöpfen, gerade wenn ich Menschen leiden sehe. Damit ich Kraft habe, mich dem Schlechten und dem Leid entgegenzustellen und zu versuchen, etwas zu verändern. In einem Segenslied, das ich gerne mag, da lautet eine Textzeile: „Segen kann gedeihen, wo wir alles teilen, schlimmen Schaden heilen...“ Denn nur wenn ich Kraft habe, weil es mir gut geht, bin ich motiviert, etwas für andere zu tun, das merke ich immer wieder. Nur wenn es mir gut geht, kann ich gut zu anderen sein.

Gottes Segen für mich

Für mich ist das ein Teil meines Glaubens: Die Not anderer sehen, einander helfen, sich füreinander einsetzen. Und es ist auch Teil meines Glaubens, das Gute, das mir geschenkt wird, anzunehmen und zu genießen. Der Frühling, die Sonne, die mich wärmt und meine Nase kitzelt: Für mich steckt darin Gottes Segen für mich.

Gottes Segen für Sie alle - das wünsche ich Ihnen, besonders in diesen Kar- und Ostertagen, auch im Namen des Teams der Koordinationsstelle für den Pastoralen Weg,

Clemens Weißenberger

 
Gemeindeausschüsse
 

Die Arbeit der Gemeindeausschüsse ist grundsätzlich im Statut für die Pfarreiräte geregelt. Merwe Hunzelmann, Referentin für Pfarrgemeinderäte, Pfarreiräte und Gemeindeausschüsse hat in Zusammenarbeit mit aktiven Gemeindeausschüssen und verschiedenen Fachreferaten ein Papier erstellt, in dem die Grundlagen, Aufgaben, Zusammensetzung und Arbeitsweise der Gemeindeausschüsse übersichtlich dargestellt werden. Das Papier finden Sie auf den Seiten des Pastoralen Wegs unter Neue Pfarreien/Pfarreirat, KVR, Jugendversammlung.

 
» Gemeindeausschüsse: zusammenfassende Darstellung
 
„Der Glaube ist bunt“ - Gründungsgottesdienste 2026
 

Die Gründungsgottesdienste der elf neuen Pfarreien sind gefeiert. Alle Gottesdienste waren, auch in ihrer Unterschiedlichkeit, sehr bewegende Feiern. Gertrud Wellner hat dazu einen schönen Artikel in „Glaube und Leben“ verfasst. Den Artikel finden Sie hier

 
» zum Artikel
 
Regionale Vernetzungstreffen für die Projektgruppen Katechese
 

Aaron Torner (Referat Katechese & Glaubenskommunikation, Mainz) sowie die Kolleg:innen der Regionalstellen laden Sie herzlich zu den kommenden Vernetzungstreffen für die Projektgruppen Katechese in den Regionen ein:

Region Mainlinie, Mo., 20.04.2026,19:30 Uhr, in Zellhausen: 
weitere Infos und Anmeldung

Region Oberhessen, Do., 18.06.2026, 17:00 Uhr, digital
weitere Infos und Anmeldung

Regionen Rheinhessen & Südhessen, Mo., 31.08.2026, 19:00 Uhr, digital
weitere Infos und Anmeldung

 
Digitale Austauschtreffen für Geistliche Teams und spirituell Interessierte
 

Das Institut für Spiritualität veranstaltet zwei interessante Austauschforen für Mitglieder der Geistlichen Teams sowie alle, die an einem Austausch über die Heimat im Glauben und die eigene Berufung interessiert sind:

Mi., 17. Juni, 19:30 – 21:00 Uhr: Unsere Kirche wird zugemacht – Wo finde ich Heimat?
weitere Infos und Einwahllink

Do., 29. Oktober, 19:30 – 21:00 Uhr: Wir kriegen keinen eigenen Pfarrer mehr – und jetzt? Was ist unsere Berufung?
weitere Infos und Einwahllink

 
Gemeinsame Erklärung zu Erhalt und nachhaltiger Nutzung von Sakralgebäuden
 

Im Januar dieses Jahres fand unter der Überschrift „Zukunft unserer Sakralgebäude – Kirchen und Politik im Dialog“ auf Einladung der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag ein Austausch zwischen den Mitgliedern CDU-Fraktion, Kommunalpolitikern und zahlreichen Vertretungen der vier Katholischen (Erz-) Bistümer und den beiden Evangelischen Kirchen in Hessen statt. Für das Bistum Mainz nahmen an der Tagung Bischof Peter Kohlgraf, Generalvikar Dr. Sebastian Lang, Baudirektor Johannes Krämer, Seelsorgedezernent Michael Wagner-Erlekam, die geschäftsführende Vorsitzende der Diözesanversammlung im Bistum Mainz Dr. Susanne Barner sowie rund 40 Mitarbeitende aus nahezu allen Dezernaten, Pfarrer und Ehrenamtliche aus allen hessischen Regionen teil.

Bei vielfältigen Impulsen und Podiumsdiskussionen oder in Workshops, beispielsweise zur Nutzung von kirchlichen Gebäuden als Orten für Ganztagesbetreuung und sozialen Angeboten, Einordnung des Denkmalschutzes oder anderer rechtlicher Fragestellungen oder der Rolle der Zivilgesellschaft, konnten sich die Akteur:innen und ihre Anliegen kennenlernen und vernetzen.

In einer gemeinsamen Erklärung, die am Ende des Tages vorgestellt wurde, heißt es: „Die meisten der über 40.000 Kirchengebäude in Deutschland, davon allein ca. 3.330 in Hessen, sind nicht nur kulturelle Schätze und architektonische Meisterwerke, sondern auch identitätsstiftende Orte, die das Bild unserer Dörfer und Städte prägen. Die Unterzeichnenden erkennen die herausragende kulturelle, historische und gesellschaftliche Bedeutung der Sakralgebäude im Land Hessen an. Diese „Andersorte“ sollen für die Gesamtgesellschaft erlebbar bleiben. Kirchen sollen auch in Zukunft Orte des Glaubens, der Begegnung, der Kultur und des Zusammenhaltes sein."

Einen Bericht zur Veranstaltung von Tobias Blum sowie die gemeinsame Erklärung finden Sie unter dem folgenden Link:

 
» Bericht / Gemeinsame Erklärung
 
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© Spirituelles Zentrum Taunusblick
 
Einweihung des Spirituellen Zentrums Taunusblick: Ein Ort der Besinnung
 

Viele interessierte Gäste, ein feierlicher Gottesdienst und eine herzliche Atmosphäre prägten am Nachmittag des 22. Februar 2026 die Einweihung des Spirituellen Zentrums Taunusblick. Der Kern des neuen Zentrums in Ober-Eschbach ist der Meditationsraum sowie die flexibel nutzbare Kirche. Die Räume sollen sowohl für die Gläubigen der Pfarrei ein Ort sein, der besonders zum Gebet und zur Meditation einlädt und an dem vielfältige Gottesdienstformen möglich sind. Darüber hinaus möchte das Zentrum Menschen ansprechen, die spirituell interessiert sind und neue Wege suchen. Nicht zuletzt bietet es Gruppen unterschiedlichster Art einen Raum, der zur inneren Sammlung anregt. Nach längerer Vorbereitung wurde das Spirituelle Zentrum im vergangenen Jahr in St. Elisabeth, Ober-Eschbach, eingerichtet. Der Kleine Saal wurde zum Meditationsraum umgestaltet, und durch die Reduzierung der Bankreihen entstand in der Kirche mehr Flexibilität für verschiedene Nutzungsformen.

 Bad Homburgs Oberbürgermeister Alexander Hetjes gratulierte der Pfarrei und betonte, dass das Zentrum eine Bereicherung für die Stadt sei und auf einen gesellschaftlichen Bedarf an Spiritualität antworte. Für das Bistum Mainz sprach Dr. Bernhard Deister, Leiter des Instituts für Spiritualität. Er führte in die Bedeutung der Ikone ein: In der orthodoxen Tradition seien Ikonen Fenster, durch die Menschen auf die dargestellten Personen schauen – und zugleich von ihnen angeschaut werden. So dürften sich die Besuchenden des Zentrums von Christus angesehen und begleitet wissen.

Andreas Münster, Koordinator der Pfarrei und Mitglied des Projektteams, verwies auf weitere Nutzungsmöglichkeiten der Kirche und des Meditationsraums. Als Beispiele nannte er künstlerische Installationen mit Licht und Musik oder die Möglichkeit, eine regelmäßige Kirchenöffnung zu ermöglichen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Spirituellen Zentrums:

 
» zur Website des Spirituellen Zentrums Taunusblick
 
Ökumenischer Tag der Innovation am 30. Mai 2026 in Worms
 

Wer innovative Projekte und neue Impulse für die eigene Arbeit erhalten möchte, findet beim 1. ökumenischen Tag der Innovation reichlich Gelegenheit dazu. Hier lernen Sie Menschen kennen, die außerhalb und innerhalb von Kirchen Innovation suchen und/oder mitgestalten. Sie können sich vernetzen und erleben, was andere an Ideen ausprobieren, entwickeln und weiterdenken. Auch die eigene Perspektive ist gefragt: Was ist Innovation für Sie? Der Tag lädt ausdrücklich dazu ein, eigene Gedanken und Impulse einzubringen und in den Austausch zu gehen!

 
» weitere Infos und Anmeldung
 
Innovationsprojekt CHORatorium „Wir sind Franziskus“
 

Zum 800-jährigen Todestag des Hl. Franziskus entsteht das neue CHORatorium "Wir sind Franziskus" - eine Mischung aus Oratorium und Musical. Das Werk verbindet das Leben des Heiligen mit einer Geschichte aus dem 21. Jahrhundert. Musik, Libretto und Liedtexte werden eigens von Regionalkantor Tobias Landsiedel und Peter Krausch für dieses Projekt komponiert und entwickelt. Das Projekt findet in Kooperation mit der Musikschule der Stadt Obertshausen und der Behindertenhilfe in Stadt und Kreis Offenbach e.V. statt und wird von der Innovationsförderung „neu gemacht“ im Bistum Mainz gefördert und ermöglicht. Ein großer Projektchor, eine Band sowie Darsteller:innen und Solist:innen werden das Werk gemeinsam mit Tobias Landsiedel und Peter Krausch am 13. und 14. Juni in Offenbach aufführen.

Möchten Sie mitsingen? Tobias Landsiedel, Peter Krausch & Dennis Lat freuen sich über Sänger:innen aus dem gesamten Bistum!

 
» weitere Infos