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KEB Mainlinie - Exkursion - Fachkundige Führung:Friedhof im Wandel – Kunsthistorische Exkursion zum Hauptfriedhof Mannheim

Phaeton1 - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0,
Ursula Dann führt Sie in einer kunsthistorischen Exkursion über den Mannheimer Hauptfriedhof mit Geschichte und Geschichten, Grabkultur und Kunst.
Datum:
Samstag, 6. Juni 2026 11:00 - 13:00
Art bzw. Nummer:
26ML-9916
Von:
Ursula Dann, Kunsthistorikerin
Ort:
Mannheim, Hauptfriedhof
Am Jüdischen Friedhof 1
68167 Mannheim

Im Stadtteil „Wohlgelegen“ findet man auf über 34 Hektar Fläche den 1842 eröffneten Mannheimer Hauptfriedhof mit Jüdischem Friedhof, Begräbnisort und „Grüne Lunge“ Mannheims. Nicht nur die Verstorbenen, auch zahlreiche Lebende kommen hier zur Ruhe beim Besuch von Gräbern, Spaziergängen, Mittagspausen, zentral und gleichzeitig weitab vom brodelnden Lärm der Stadt. Stetig wurde der Friedhof erweitert. So bietet dieser besondere Ort einen Überblick über die wechselvolle Geschichte Mannheims von der kurfürstlichen Residenz zur Industriestadt.

Der Weg führt vorbei an der Familiengruft der Traktoren-Dynastie Lanz, am neuklassizistischen Tempel des Grabes von BASF-Gründer Friedrich Engelhorn und an den Ruhestätten der Familie Bassermann, die einen Mannheimer Oberbürgermeister, einen bekannten Schauspieler und eine Frauenrechtlerin hervorgebracht hat. Vom alten Friedhof in der Innenstadt wurden die sterblichen Überreste von Wolfgang Heribert von Dalberg, dem Ideengeber und ersten Intendanten des kurfürstlichen Mannheimer Nationaltheaters, hierher transferiert. Er förderte den Dramatiker Friedrich Schiller und ließ Dramen wie „Die Räuber“ erstmalig in Mannheim aufführen. 

Der von übersteigerten national-liberalen Gedanken getriebene und nach einem politischen Mord 1819 hingerichtete Burschenschafter Carl Ludwig Sand ist im Tode in friedvoller Nachbarschaft seinem Opfer verbunden, dem Dramatiker August von Kotzebue. Auch KZ-Häftlinge, Euthanasieopfer und in den Weltkriegen zu Tode Gekommene fanden hier ihre letzte Ruhe. Die alte Leichenhalle wich in den 1960er Jahren der Trauerhalle, einem Neubau aus Beton und Glas. Die tiefblauen, skulptural gefassten Fenster des Künstlers Théo Kerg verleihen dem Andachtsraum ein geheimnisvolles, geradezu überirdisch anmutendes Leuchten. 

Ein Wandel der Grabkultur in den letzten Jahrzehnten zeigt sich im Schwinden „klassischer“ Grabstätten und in der Anlage von neuen Gemeinschaftsgrabfeldern wie auch von Gräbern für Angehörige aller Kulturen, die gemäß ihrer Traditionen oder religiösen Überzeugung hier ihre letzte Ruhe finden.

Erfahren Sie mehr, über die hier repräsentierten Geschichten, Grabkulturen und künstlerischen Grabgestaltungen des Mannheimer Hauptfriedhofs

Termin und Treffpunkt: Samstag, 06. Juni 2026 - Treffpunkt: 10:45 Uhr, vor dem Haupteingang an der Röntgenstraße

Kosten: 10,00 € inkl. Führung

Anmeldung: Bis zum 1. Juni 2026

Anreise: Privat

Nahverkehr

Straßenbahnhaltestelle: Mannheim, Hauptfriedhof

Auto
Am Jüdischen Friedhof 1, 68167 Mannheim, Parkplatz Friedhof 1

 

Sie wollen mehr wissen? Die Kunsthistorikerin Ursula Dann betrachtet Bestattungsrituale und Graborte der Menschheit in einem Online-Vortrag am 5.5.2026. Melden Sie sich jetzt an: 

10+ Plätze frei

Anmeldung 

Friedhof im Wandel – Kunsthistorische Exkursion zum Hauptfriedhof Mannheim  

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