Liebe Leserinnen und Leser,
vielleicht erinnern Sie sich – es ging durch alle Medien: Im März 2026 besprach der Literaturkritiker Denis Scheck in der ARD-Sendung „Druckfrisch“ den Roman „Alt genug“ von Ildikó von Kürthy und bezeichnete ihn als „Nachrichten aus der Schnatterzone der Damentoilette“. Das sorgte natürlich für einen gewaltigen Shitstorm, denn weibliches Schreiben mit belanglosem Geschnatter gleichzusetzen, empfanden viele als abwertend und sexistisch.
Die Herausgeberin Friederike Schilbach griff das Thema auf. In der Anthologie „Die Damentoilette – 22 Liebeserklärungen“ versammelt sie Kurzgeschichten, Essays, persönliche Erinnerungen und Gedanken von 22 Autor:innen. Sie „erzählen von einem Ort, an dem Fremde zu Komplizinnen werden, an dem man sich Lippenstift borgt, über Liebeskummer spricht, lacht, trinkt, sich tröstet, gemeinsam durch die Nacht geht. Ein Ort, an dem das Leben spielt, reich an außergewöhnlichen Geschichten: die Damentoilette. Ein Band, der vom spirit herausragender Stimmen getragen wird und Schwesternschaft feiert – hellwach und radikal gegenwärtig.“
Die Damentoilette wird so zu einem sozialen, kulturellen und politischen Ort aufgewertet. „Eine Hommage an weibliche Gemeinschaft im Hier und Jetzt.“ Ein Buch auch für Männer!
Der Link zum Buch: