Schmuckband Kreuzgang

Christkönigssonntag

"Wort zum Sonntag"

Christkönigssonntag (c) Katrin Fuchs / www.pfarrbriefservice.de
Christkönigssonntag
Datum:
So. 21. Nov. 2021
Von:
Pfarrer Karl Zirmer

Zum heutigen Christkönigssonntag (21. November) hat Pfarrer Karl Zirmer (Mainspitze) die folgenden Gedanken verfasst.

WORT ZUM SONNTAG (Text: Joh 18,33b-37)

Die politischen Umwälzungen nach dem Ersten Weltkrieg waren für Papst Pius XI. ein Grund, im Jahre 1925 das Christkönigsfest einzuführen. Auch wenn das Königtum Christi nicht von dieser Welt ist, hatte das Christkönigsfest von Anfang an auch eine politische Bedeutung. Keine Macht der Welt hat das Recht, die Herrschaft über die Herzen der Menschen zu beanspruchen. Die Politik hat die äußeren Verhältnisse zu ordnen. Sie darf sich nicht an die Stelle Gottes setzen wollen. Die Seele gehört Gott, nicht dem Kaiser.

Die Katholiken von Bischofsheim gehören zu den ersten in Deutschland, die ihre Kirche und Gemeinde unter den Schutz von Christus, dem König gestellt haben. Die erste Kirche in Deutschland, die Christus, dem König geweiht wurde, ist unsere Christkönigskirche.

Wir brauchen Christus auch heute als König. Wir brauchen ihn als den Herrn, der die Macht hat, die Unordnung in der Welt und in unserem Leben ins Lot zu bringen, der Ungerechtigkeit ein Ende zu bereiten und die aufzurichten, die von den Herren dieser Welt allzu oft niedergedrückt wurden.

Für uns Christen soll und darf Religion nicht Privatsache sein. Wir dürfen die Gestaltung der Gesellschaft, des öffentlichen Lebens, der Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur nicht einfach den anderen überlassen. Auch wenn gerade in unserer westlichen Gesellschaft die Tendenz vorhanden ist, kirchliches Leben auf die Gottesdiensträume zu beschränken, wollen wir Christen auf unseren Auftrag zur Weltgestaltung nicht einfach verzichten. Religion ist für uns eben keine Privatsache! Als Christen sollen wir „Flagge zeigen“ für Christus und seine Botschaft!