Schmuckband Kreuzgang

Das Gleichnis vom Weizenkorn

"Wort zum Sonntag"

Weizenkorn (c) pixabay.com
Weizenkorn
Datum:
So. 21. März 2021
Von:
Karl Zirmer

Zum heutigen Sonntag (21. März) hat Dekan Karl Zirmer (Mainspitze) die folgenden Gedanken verfasst.

Das Wort zum Sonntag (zu Joh 12,20-33)

Das Bild vom Weizenkorn verwendet Jesus, um sein eigenes Leben und Sterben zu deuten. Im Anschluss daran sagt er die geheimnisvollen Worte: „Wer sein Leben liebt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt geringachtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben.“

Wer immer nur egoistisch an sich selbst denkt, wer nur ja nichts versäumen, auf nichts verzichten will, kommt nicht zum wahren Leben, er wird es letzten Endes verlieren. Wer aber wie Jesus bereit ist, sein Leben einzusetzen für eine gute Sache, wer seine Kraft und seine Zeit in den Dienst Gottes und seiner Mitmenschen stellt, der wird das Leben gewinnen. D.h. er wird die Erfahrung machen, dass ein solches Leben sinnvoll ist, bereichert und Erfüllung schenkt.

Schauen wir auf unser eigenes Leben! Wo schaffe ich es, mich selbstlos für andere einzusetzen? Oder anders gefragt: Wo hänge ich noch viel zu sehr am eigenen Leben? Wo erfahre ich mich als egoistisch? Wo nehme ich mich selbst viel zu wichtig?

Fastenzeit heißt Einübungszeit in das Gesetz Christi, in das Gesetz des Loslassens, des Schenkens, des Teilens. Und jedes Loslassen ist ein Stück Sterben nach dem Gesetz des Weizenkorns, welches durch den Tod hindurch erst reiche Frucht bringt.