Schmuckband Kreuzgang

Werde Hoffnungsträger!

"Wort zum Sonntag"

Kerzen (c) pfarrbriefservice.de
Kerzen
Datum:
So. 15. Nov. 2020
Von:
Karl Zirmer

Zum heutigen Sonntag (15. November) hat Dekan Karl Zirmer (Mainspitze) die folgenden Gedanken verfasst.

Das Wort zum Sonntag (zu Mt 25, 14-30)

Gott hat großes Vertrauen zu uns. Er traut uns ganz viel zu! Viel mehr, als wir uns oft selber zutrauen. Gott, der dich erschaffen hat, der dich besser kennt als du selbst, der dir all deine Fähigkeiten und Eigenschaften geschenkt hat, er traut dir zu, das Reich Gottes hier auf Erden auszubreiten. Nicht allein, sondern gemeinsam mit all den anderen, denen er ebenso vertraut. Klar, wir sind sehr verschieden, haben unterschiedliche Begabungen. Unsere Fähigkeiten unterscheiden sich, unsere Lebenserfahrung, unser Charakter, unser Glaube. Darum ist die Verantwortung nicht für jeden dieselbe. Nicht einer allein muss alles schaffen, sondern jeder ist für seinen Teil verantwortlich. Kreativität ist gefragt, Risikobereitschaft, Mut, Einsatz mit ganzer Kraft und ganzem Herzen.

Gott fordert uns heraus, aber ER überfordert nicht. Er traut uns viel zu, ER lässt uns aber nicht allein. Tun wir das Unsrige, Er wird das Seine tun. Er wird immer dort ebenfalls wirken, wo wir uns einsetzen. Der Erfolg unseres Tuns wird deshalb nicht nur von uns abhängen, sondern eben auch von Seinem Tun. Das kann für uns entlastend sein, uns freimachen. Tun wir alles, was in unseren Kräften steht, und vertrauen wir gleichzeitig darauf, dass gemeinsam mit Gott letztendlich nichts schiefgehen kann, weil doch der Gute Gott selbst auf unserer Seite steht. Menschen, die so denken und handeln sind im wahrsten Sinne des Wortes „Hoffnungsträger“ für ihre Mitmenschen und für die Welt. Das ist auch das Motto des diesjährigen Diasporasonntags, der am heutigen Sonntag begangen wird. In einer Welt, die von der Pandemie heimgesucht wird, ist das genau der Dienst, den wir Christen leisten sollen und leisten können: Hoffnungsträger werden in unserer Gesellschaft. Weil Gott mit uns ist und mit uns geht, tragen wir eine Hoffnung in uns, die auch vom Corona-Virus nicht zerstört werden kann.