Schmuckband Kreuzgang

Wir gehen aufeinander zu und knüpfen aneinander an… – Vernetzung in den künftigen Pfarreien

Vernetzen (c) pixabay.com

Am 23. März wurde im Dekanatsrat beschlossen, wie der künftige Pfarreienzuschnitt im bisherigen Dekanat Rüsselsheim aussehen soll. Diese neuen Pfarreien sollen ein Netzwerk sein, dessen Knoten die bisherigen Gemeinden und die verschiedenen Kirchorte bilden, die untereinander im Austausch stehen und miteinander und für andere Kirche sind. 

In den nächsten Wochen, Monaten und Jahren wird es darum gehen, gemeinsam an diesen Pfarrei-Netzen zu knüpfen.

Für das "Netzwerken" ist inzwischen der Startschuss erfolgt: In den drei künftigen pastoralen Räumen im Dekanat Rüsselsheim haben erste Treffen stattgefunden, bei denen sich Haupt- und Ehrenamtliche aller Gemeinden sowie vieler verschiedener Kirchorte getroffen haben, um erste Ideen für das Kennenlernen und Vernetzen auszutauschen. Auch in der künftigen (dekanatsübergreifenden) Pfarrei aus dem Pfarreienverbund AKK und der Pfarrgruppe Mainspitze haben schon Treffen stattgefunden.

In den drei ersten "Netzwerker-Treffen" wurden insbesondere Vorschläge gesammelt, wie wir „Freunde kennenlernen und besuchen“ können –  zu welchen Anlässen wir also Vertreterinnen und Vertreter anderer Gemeinden und Kirchorte willkommen heißen bzw. der Einladung anderer folgen könnten. Ideen wie eine gemeinsame Radtour durch die Gemeinden der künftigen Pfarrei, eine virtuelle Kirchenführung mit anschließendem Austausch, ein gemeinsames Lagerfeuer oder gemeinsame Sozialraumerkundungen in den Kommunen wurden dabei genannt.

Schließlich haben in allen drei künftigen Pfarreien einige Akteure „Netzwerker-Teams“ gebildet. Diese Teams können schon jetzt, das heißt in der Übergangszeit bis zum Beginn der Phase 2 des Pastoralen Wegs im Jahr 2022, Fäden verknüpfen, indem sie Begegnungen ermöglichen und Kontakte vertiefen.

Für die Phase des "Freunde besuchens" hat die AG Geistlicher Weg wieder einige Materialien zusammengestellt, die bei Begegnungen im „virtuellen Raum“ ebenso wie bei (hoffentlich bald wieder möglichen) „echten“ Besuchen und Treffen verwendet werden könnten – als individuelle Gedankenanregung, als Impuls zu Beginn, als spirituelle Komponente einer Veranstaltung usw. Diese Materialiensammlung können Sie hier herunterladen.

Ratschlag: Gut vernetzt und mit gepackten Koffern

Gepackte Koffer (c) pixabay.com

Gut vernetzt und mit gepackten Koffern gehen die Gemeinden und Kirchorte im Dekanat Rüsselsheim in die Zielgerade der ersten Phase und bereiten sich auf ihre Zukunft in den künftigen Pfarreien vor. Am vierten und letzten „Ratschlag“ am 29. Mai nahmen erneut etwa 70 Personen teil. Sie hatten sich schon in den Wochen vorher in den künftigen pastoralen Einheiten vernetzt und bekamen im Lauf des Vormittags viele inhaltliche Impulse für ihren weiteren Weg.

Seit Ende März steht der Zuschnitt von drei künftigen Pfarreien auf dem Gebiet des Kreises Groß-Gerau fest; eine vierte Pfarrei wird der Pfarreienverbund Amöneburg, Kastel und Kostheim (AKK) sowie die Pfarrgruppe Mainspitze bilden. In all diesen künftigen Pfarreien hatten sich schon vor dem „Ratschlag“ Netzwerkerteams gegründet: Sie koordinieren die ersten Schritte und Möglichkeiten zu Begegnung und Austausch unter den verschiedenen Gemeinden. Beim Ratschlag wurde schnell deutlich, dass es schon konkrete Planungen gibt: Im Norden (in den Gemeinden an der Mainschiene) gibt es bereits eine WhatsApp-Gruppe. In der künftigen großen Mitte soll eine dreiteilige Radtour (5. Juni/19. Juni/3. Juli) zur Erkundung des Pastoralraums stattfinden. Im Süden (dem Pfarreienverbund Ried) soll es gegenseitige Einladungen der Gremien und Gruppen geben, bevor dann nach den Sommerferien eine „Tour de Ried“ mit dem Rad oder ein Erntedank-Lagerfeuer in Maria Einsiedel geplant ist. Das Netzwerkerteam aus der Mainspitze / AKK plant für den 9. September ein Treffen der Gremien und nimmt in den Pfarrbriefen jeweils besondere Termine der Nachbarn mit auf.

Ergebnisse der thematischen Arbeitsgruppen

Die Teilnehmenden des letzten Ratschlags (c) Martin Buhl

Nach diesem ersten Erfahrungsaustausch stellten inhaltliche Arbeitsgruppen, die sich seit Ende 2020 mit verschiedenen pastoralen Schwerpunkten beschäftigt hatten, in Kleingruppen ihre Ergebnisse vor. Zur Auswahl standen dabei die Gruppen Sozialpastoral, solidarisch-politisches Engagement, Öffentlichkeitsarbeit, Freundschaft mit Jesus, Religionsunterricht, Katechese und muttersprachlichen Gemeinden. Die Ergebnisse dieser acht Gruppen liegen nun als vorläufiges Gesamtdokument vor. Eine Kurzfassung wurde im Dekanatsrat präsentiert und angenommen; sie soll in das Konzept des Dekanats Rüsselsheim und darüber hinaus in die Arbeit und Beratungen in den künftigen Pastoralräumen einfließen.

Auch die Langfassung der Ergebnisse der AGs ist hier abrufbar – lediglich die Ergebnisse der AG Sakramentenkatechese stehen noch aus. Die Ergebnisse der AG Freundschaft mit Jesus sowie der AG Öffentlichkeitsarbeit stehen in eigenen Dokumenten zur Verfügung:

Kurzfassung der Ergebnisse der AGs

Langfassung der Ergebnisse der AGs 

Ergebnisse der AG Freundschaft mit Jesus

AG Öffentlichkeitsarbeit: Tipps für die Öffentlichkeitsarbeit in Kirchengemeinden und Pfarreien

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In nach Pastoralräumen getrennten Kleingruppen tauschten sich die Teilnehmenden schließlich noch einmal aus. Dabei sammelten sie auf Online-Pinnwänden ("Padlets") die Erkenntnisse aus den vorangegangenen Beratungen, die auf den weiteren Weg mitgenommen werden sollten – das Motto lautete: „Ich packe meinen Koffer und nehme mit…!“ Die Padlets sind hier einsehbar.

Die Reaktionen der Teilnehmenden am Ende der fast vierstündigen Videokonferenz waren geprägt von gegenseitiger Wertschätzung und auch von ein wenig Stolz auf das bisher Erreichte, besonders auf die Art und Weise der Entscheidungsfindung in den letzten Monaten. Damit ist ein guter Boden für die kommende Phase bereitet.  

Auch dieser letzte Ratschlag wurde von Katharina Unkelbach (Bildungswerk Südhessen) und Martin Buhl (Dekanatsprojektteam) moderiert. Für einen wohltuenden Ausgleich zwischen den Gesprächsrunden sorgten wieder die Impulse der AG Geistlicher Weg – einen dieser Impulse hatte der evangelische Pfarrer Wolfgang Prawitz übernommen, der gemeinsame mit Pfarrer Stefan Klaffehn das evangelische Dekanat Groß-Gerau – Rüsselsheim vertrat. Mit einem Dank der Teilnehmenden an den scheidenden Dekanatsreferenten Dr. David Hüser und dem Segen zum Abschluss durch Dekan Karl Zirmer endete der Ratschlag.