Schmuckband Kreuzgang

Was erwarten die Menschen von der katholischen Kirche?

Eine Fragebogenaktion zum Pastoralen Weg im Dekanat Seligenstadt

Datum:
Mi. 2. Juni 2021
Von:
Andrea Bach

In Vorbereitung der Umstrukturierung des Dekanates Seligenstadt wurde im Frühsommer 2020 ein  Fragebogen verteilt, in dem die Bedürfnisse der Menschen in bezug auf Glauben und Kirche abgefragt wurden. Dabei ging es um die Themenbereiche „Begegnung mit / Hilfe von der Kirche“, „Gottesdienste, Gebets- und Gesprächsangebote“, „Caritatives Engagement“,„Gemeindeleben“.

Kirchen (c) Dekanat Seligenstadt
Kirchen

An der Aktion haben über 900 Personen teilgenommen, deren Fragebögen inzwischen ausgewertet wurden. Erwartungsgemäß beteiligten sich hauptsächlich Katholiken, nämlich 98 %, an der Umfrage. Davon bezeichnen sich 20 % als sehr gläubig und 80 % als gläubig.

Ungefähr die Hälfte der Befragten arbeitet ehrenamtlich in ihrer Kirchengemeinde mit.

Wie in vielen anderen Bereichen in der Kirche auch, haben sich mit 60 % mehr Frauen als Männer beteiligt. Auch die Altersstruktur repräsentiert die Situation in den Gemeinden:

40 % der Teilnehmer*innen sind 66 Jahre und älter. Trotz dieses Altersdurchschnitts haben immerhin 40 % den Fragebogen online ausgefüllt.

 

Gottesdienste, Gebets- und Gesprächsangebote sind den Gläubigen sehr wichtig, und sie wünschen sie sich auch für die Zukunft. Mehr als 60 % bezeichnen sich als regelmäßige Kirchgänger. Die Eucharistiefeier am Wochenende darf für 65 % der Befragten nicht fehlen. Dabei wünscht sich die große Mehrheit auch Gottesdienste mit besonderer Ausprägung wie Jugend- und Familiengottesdienste. Sehr ausgeprägt ist auch das Bedürfnis nach Möglichkeiten zum stillen Gebet in der Kirche. Die klassische Beichte verliert gegenüber dem seelsorglichen Gespräch für die Befragten an Bedeutung. Sehr wichtig ist allen aber das Angebot der Krankenkommunion.

 

Begegung mit und Hilfe von der Kirche wird überwiegend in den Bereichen Krankheit, Glaubensfragen, Alter und Verlust / Trennung gewünscht. Bei Arbeit, Erwerbslosigkeit und Lebensplanung wird weniger Wert auf Unterstützung von der Kirche gelegt.

 

In Bezug auf das caritative Engagement haben Besuchsdienste für die Menschen eine höhere Bedeutung als materielle Unterstützung und praktische Hilfsangebote wie Besorgungen und Behördengänge.

 

Veranstaltungen des Gemeindelebens wollen die Befragten auch in Zukunft wahrnehmen. Das gemeinsame Feiern von Pfarrfesten, traditionelle Wallfahrten  und Freizeitangebote stehen dabei im Vordergrund  des Interesses. Jugendgruppen, Chöre, Seniorentreffs werden wohl auch in Zukunft ihre Bedeutung nicht verlieren.

Gesprächs- und Bibelkreise, Exerzitien im Alltag  und Pilgerfahrten sind Angebote

zur Glaubensvertiefung, für die sich etwa zwei Drittel der Befragten interessieren.

 

Die detaillierte Auswertung kann man auf der homepage des Dekanates nachlesen: bistummainz.de/dekanat/seligenstadt/aktuell/pastoraler-weg/

 

Die Ergebnisse des Fragebogens fließen ein in die weitere Arbeit der Themengruppen und in die Erstellung des pastoralen Konzeptes für die neue Struktur des Dekanates Seligenstadt.