Der Erbacher Hof in Mainz blickt auf eine über 800-jährige Geschichte zurück und verbindet heute historisches Erbe mit lebendiger Gegenwart. Als Tagungshaus des Bistums Mainz agieren er als zentraler Ort des Dialogs, der Bildung und der Kultur.
Der Erbacher Hof in Mainz blickt auf eine über 800-jährige Geschichte zurück und verbindet heute historisches Erbe mit lebendiger Gegenwart. Als Tagungshaus des Bistums Mainz agieren er als zentraler Ort des Dialogs, der Bildung und der Kultur.
1177
Erste urkundliche Erwähnung als Stadthof des Zisterzienserklosters Eberbach im Rheingau, verkürzte Namensform Erbacher Hof lautete früher Eberbacher Hof. Diente als Wirtschaftshof des Klosters.
Um 1250
Mönche pflegten seit dem 13. Jahrhundert in der erzbischöflichen Residenzstadt wirtschaftliche, politische und kulturelle Kontakte. Der ursprüngliche (historische) Bauteil bot Unterkünfte für Gäste des Rheingauer Klosters bis ins 19. Jh. Ausmalung der Marienkapelle, die gotischen Fresken sind noch heute erhalten und zählen zu den ältesten ihrer Art in Mainz
1803
Säkularisierung - private Nutzung der Gebäude
1942 & 1945
Starke Zerstörung durch Kriegseinwirkungen
Wiederaufbau und moderne Nutzung
1969
Ankauf durch das Bistum Mainz
Seit 1978
Um- und Neubau, Restaurierung als Bildungszentrum des Bistums Mainz unter ständiger Weiterentwicklung und Ausweitung bis zum heutigen modernen Tagungszentrum und Gästehaus.
1988
Der Erbacher Hof wird als Akademie, Tagungszentrum und Gästehaus inklusive Büros fertiggestellt und eröffnet. Am 27. Februar 1988 wird die Bernhardskapelle geweiht, die zusätzlich zur historisch gotischen Marienkapelle einen größeren Ort der Besinnung bietet
Der Ort wird Zentrum der Kunst und Kultur, Mittelpunkt theologischer & philosophischer Begegnung, Musik und Kommunikation. Der Darmstädter Architekt Lothar Willius, Leitender Architekt der Um- und Neubaumaßnahmen, schafft einen Neubau der neu und alt vereint und eine „Stadt in der Stadt“ darstellt. Die zentrale Idee des Architekten zeichnet noch heute den Erbacher Hof aus:
„Nicht der mechanische Ablauf der Wegstrecken, nicht die schnellste und geradeste Verbindung zwischen Speisesaal und Konferenzraum und Bettengeschoß ist Sinn und Ziel dieser Grundrisse. Gewiss, die Verbindungen müssen funktionieren, jedoch nicht wie in einem Betrieb, der auf rationelles Arbeiten ausgerichtet ist. Das Gehen in diesem Haus muß auch immer ein Sich-Ergehen, ein Sich-Erbauen sein können. (…) wir müssen durch das Bewusstsein hindurchgehen, so daß wir wieder zu einem ungewußten Handeln kommen in den Dingen, die wir erreichen möchten“
2016
Umfangreiche Renovierung. In diesem Zuge finden Kunstwerke von den Künstlern Thomas Duttenhoefer (Christusfigur im Hof im Eingangsbereich) sowie zahlreiche Bronzestatuen von Karlheinz Oswald sowohl in den Tagungsräumen, im Empfangsbereich als auch im Innenhof ihren Platz. Die Bronzestatuen in den Tagungsräumen stellen jeweils die namensgebenden Persönlichkeiten der Räume dar.
2023
Der Erbacher Hof „Akademie und Tagungszentrum des Bistums Mainz“ geht in die am 26. Oktober 2023 gegründete GmbH „Bilden & Tagen Bistum Mainz“ über. Durch diese Umstrukturierung kann die Tagungshausgesellschaft auf die Erfordernisse des dynamischen Tagungsmarktes reagieren.