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Ideen für die Nachnutzung von St. Fidelis vorgestellt

Vorstellung Masterarbeiten
Datum:
16. Feb. 2026
Von:
Stephan Maier

Absolventen des Fachbereichs Architektur an der h_da haben Entwürfe entwickelt, wie in St. Fidelis Kirche, Kapelle und großer Saal auch anders genutzt werden können.

Im Gebäudekonzept des Pastoralraums wurde festgelegt, die Kirche St. Fidelis einer Nachnutzung zuzuführen. Um einen Eindruck davon zu bekommen, wie so etwas konkret aussehen könnte, hatte die AG Fidelis (eine Untergruppe der TG-Gebäude) mit dem Fachbereich Architektur der Hochschule Darmstadt h_da Kontakt aufgenommen. Am Mittwoch, den 12.02.2026, fand in den Räumen des Fachbereichs die Präsentation der Masterarbeiten zur Transformation des Kirchenraums St. Fidelis statt. Das Projekt stand unter dem Stichwort „Darmstädter Zimmer“, welches zum Resonanzraum und Treffpunkt für die Stadtgesellschaft werden soll. Weiter hieß es in der Aufgabenstellung: „Es soll ein Ort der Integration entstehen, der die Vernetzung von Communities, Institutionen, Gruppen und Einzelpersonen fördert und den Aspekt der nachhaltigen Nutzung historischer Bausubstanz berücksichtigt.“

Kunstkraftwerk

Insgesamt hatten sich 22 Studierende seit Mitte Oktober letzten Jahres auf diesen interessanten Weg begeben. Die Bandbreite der Entwürfe reicht von Schaffung eines Stadtteilzentrums unter Einbeziehung des Projekts „Sozialer Zusammenhalt“ im PaMo-Viertel, über die Einrichtung eines Marktgebäudes bis hin zu konkreten Kooperationsideen mit Akteuren in der näheren Umgebung. So bietet ein Kunst- und Kulturzentrum im Zusammenspiel mit der Kunsthalle oder der Kunst- und Kulturszene im PaMo-Viertel die Chance, Synergien zu fördern. Die Einrichtung eines Jugendzentrums könnte ein zentraler Baustein im Fördergebiet PaMo sein oder eine Musikschule bietet die Möglichkeit, den Gedanken des sozialen Zusammenhalts dort weiter zu stärken. Weitere Entwürfe entwickelten die Idee „Raum für Sport“ zu schaffen, um dem oft fehlenden Raum für Vereine entgegenzuwirken oder auch einen Platz für Handwerk im Zusammenspiel mit den benachbarten Berufsschulen zu installieren, um so dem fehlenden Fachkräftemangel etwas entgegenzusetzen. Die Kombination eines Film- und Kulturzentrums in Verbindung mit dem Fachbereich Media der h_da griff auch die Idee einer Kooperation genauso auf wie die Idee eines Wissenschaftszentrums in Zusammenarbeit mit der ESA. Abgerundet wurde die Vielfalt der Vorschläge mit dem Entwurf unter dem Titel „Soul Space – Raum für die Seele“ als Ort mit Räumen für Prävention, Therapie und Selbstfürsorge.

Co.Lab

Spannend neben den Ideen hinter den Entwürfen waren auch die baulichen Umsetzungsvorschläge, die von zurückhaltender Innenraum-Gestaltung über verschiedene Inhouse-Lösungen bis hin zu größeren Eingriffen in die Bausubstanz reichten und uns eine breite Bandbreite an visuellen Gestaltungsmöglichkeiten mitgegeben haben. Eine wichtige Rolle spielte auch die Gestaltung der bisher brachliegenden Außenanlagen.

Auch eine ähnlich große Gruppe beschäftigte sich im Rahmen ihrer Bachelorarbeit mit diesem Thema. Hier wurde die Aufgabe auf Kirche und Kapelle reduziert. Auch diese Ergebnisse werden dem Pastoralraum noch zur Verfügung gestellt.

Der Dank gilt allen Studierenden und den beiden betreuenden Professoren Prof. Carsten Gerhards und Prof. Ingo Haerlin, die sich für uns auf diese spannende Reise gemacht haben.

In Planung ist auch eine Ausstellung der Arbeiten in der Kirche St. Fidelis. Hier wird aber tatkräftige und finanzielle Unterstützung notwendig sein, um dieses Projekt mit der entsprechenden Würdigung abzuschließen.

Zusammen mit dem Projektbegleiter des Bistums wird nun die AG Fidelis die Vorschläge auswerten und die weiteren Schritte besprechen.

In jedem Abschied lebt ein Saatkorn, aus dem der neue Morgen keimt.