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Pastoralraum Wetterau Nord:Acht Kirchengemeinden unter einem Dach

Datum:
Fr. 9. Jan. 2026
Von:
Stefanie Rieck

Neue katholische Pfarrei Heiliger Bardo Wetterau-Nord jetzt offiziell

Zum 1.1.2026 hat die neue katholische Pfarrei „Heiliger Bardo Wetterau-Nord“ als juristische Körperschaft offiziell ihren Anfang genommen. Die bisherigen katholischen Pfarreien Bad Nauheim, Butzbach, Gambach, Ober- und Nieder-Mörlen, Münzenberg, Oppershofen und Rockenberg sind damit zu einer neuen Seelsorgeeinheit fusioniert. Der Pfarrpatron Heiliger Bardo, der in Oppershofen geboren wurde, soll eine Brücke bilden, um zu einer neuen Gemeinschaft der Gläubigen zusammen zu wachsen. Die einzelnen Ursprungsgemeinden mit ihren Kirchen behalten ihre angestammten Namen. Zur Pfarrkirche wurde die Kirche Sankt Bonifatius in Bad Nauheim bestimmt. Dort wird am 8. Februar auch der Gründungsgottesdienst mit dem Mainzer Bischof Peter Kohlgraf stattfinden.

Für die neue Pfarrei sind in Seelsorge und Katechese sechs Hauptamtliche tätig: Neben Pfarrer Tobias Roßbach und den Pfarrvikaren David J. Rühl und Pater Febin Francis gehören zum Seelsorgeteam der neue Pfarreikoordinator und Gemeindereferent Patrick Wach sowie die Gemeindereferentinnen Stephanie Veith und Talisa Philipp. In der kategorialen Seelsorge sind daneben P. Georg Menke und Reiner Brandbeck (Gefängnisseelsorge) und Dr. Bernhard Dörr (Klinik- und Altenheimseelsorge) tätig. Als Diakon wirkt Richard Graubert mit. Das zentrale Pfarrbüro ist in Butzbach. Alle bisherigen Pfarrbüros bieten als Kontaktstellen vor Ort weiter ebenfalls die Möglichkeit, mit den Pfarrsekretärinnen ins Gespräch zu kommen. Beispielsweise können hier Dokumente wie Patenscheine und Ähnliches abgeholt und Messen bestellt werden.

Die Pfarrgemeinden haben die Fusion in den vergangenen Jahren durch die Pastoralraumkonferenz unter Mitarbeit vieler Projektgruppen vorbereitet. Sie erarbeiteten ein Pastoralkonzept, das die Seelsorgebereiche Gottesdienst, Katechese und Caritas sowie die Verwaltung und den Unterhalt der Immobilien in der neuen Pfarrei gestaltet.

In jeder der acht Gemeinde solle das Leben vor Ort gefördert werden, erklärt leitender Pfarrer Tobias Roßbach. Alle Aktivitäten sollen nach Möglichkeit fortbestehen, aber auch immer offener werden für Interessierte aus dem gesamten Pfarrgebiet. „Das Kennenlernen in den letzten Jahren hat bereits dazu geführt, dass Bewegung zwischen den einzelnen Gemeinden stattfindet“, so Roßbach. In allen acht Kirchen werden Gottesdienste gefeiert, einen gemeinsamer Pfarrbrief gibt bereits seit August einen Überblick über die liturgischen Feiern und anderen Angebote. Für Roßbach stehen die beiden Schlagworte Abbruch und Aufbruch am Anfang der neuen Pfarrei Heiliger Bardo: „Vielleicht werden wir uns von liebgewordenen Gewohnheiten und Traditionen trennen müssen. Die neuen pastoralen Strukturen bieten aber auch die Chance zum Aufbruch, um Neuland zu entdecken und die Weitergabe des Glaubens für die Zukunft zu gewährleisten.“

Über Gottesdienste, Veranstaltungen und das Gemeindeleben informiert die neue Internetseite der Pfarrei unter www.heiliger-bardo.de