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St. Remigius Ober-Mörlen:Kirchenchor St. Remigius

Die Akteure auf der Empore mit dem Chor im Hintergrund, links Noah Jüngel, Mitte Emma Ulowetz, rechts Witold Tuszynski
Datum:
Di. 30. Dez. 2025
Von:
Kai Schraub

Ein Weihnachtsgottesdienst mit Konzertcharakter

Am eisigen zweiten Weihnachtstag machten sich die Sängerinnen und Sänger des Ober-Mörler Kirchenchores St. Remigius schon früh morgens auf zur Mitgestaltung des Festgottesdienstes. Es war so kalt, dass sogar der Frost an diesem Wintertag ans Kirchenfenster klopfte. In weihnachtlichem Antlitz präsentierte sich das Kirchenschiff mit dem Christuskind in der Krippe, festlich geschmückten Christbäumen und vielen roten Weihnachtssternen im Altarbereich, somit wurde es in kalter Jahreszeit schnell warm um die Herzen.

 

Gut vorbereitet durch seinen Dirigenten Witold Tuszynski und unterstützt durch Emma Ulowetz an der Geige und Noah Jüngel an der Pfeifenorgel wurde der Festgottesdienst zu einem feierlichen Weihnachtskonzert ausgeschmückt. Bereits im Vorfeld hatte man eifrigst geprobt und extra eine Generalprobe einen Tag vor Heiligabend in der Kirche angesetzt. Die liturgische Gestaltung zur Messe in „St. Remigius“ stand erstmals unter schottisch-gälischem Musikeinfluss, welche der Chorleiter selbst komponiert hatte, da er ein großer Freund dieser Stilrichtung ist. In Schottland sind es Hirten, die mit ihren Schafherden in den Weiten der Highlands leben. Es gibt dort mehr Schafe als Menschen und es waren die Hirten, die einst das Jesuskind als Erste in der Krippe erblickten.

 

Das „Kyrie“ und „Gloria“ hatte Witold Tuszynski neu vertont und mit Orgel und Begleitung der Geige zum lateinischen und deutschen Chorgesang, wurde dies als glanzvolle Premiere aufgeführt. Nicht nur an der Geige, sondern auch als Solistin bzw. im Duett mit Tuszynski, gab Kantorin Emma Ulowetz ihr gesangliches Können zum Antwortgesang des Psalm, dem Halleluja-Ruf und Credo den Gästen zu Gehör. Festlicher und weihnachtlicher hätten Solisten, Singstimmen und Orgel an diesem Tag nicht erklingen können, so hörte man es später vom Publikum. Der Chor untermalte stets vierstimmig den Gesang der Gemeinde und zeigte mit den Liedbeiträgen zum „Agnus Dei“, ebenfalls von Tuszynski komponiert und dem klassischen Weihnachtslied „Ich steh an deiner Krippe hier“ von Johann Sebastian Bach, dass eine gute Probenarbeit sich auszahlt und Früchte trägt.

 

Mit viel Freude am Gesang gestaltete man diesen Gottesdienst, was auch den Besucherinnen und Besuchern sowie Pfarrer Tobias Rossbach gut gefiel und mit einem langen Applaus und dankenden Worten zum Ende bestätigt wurde. Nach dem gemeinsamen Stück „O du Fröhliche“, welches immer am zweiten Weihnachtstag zum Schluss gesungen wird und einem Orgelvorspiel mit einer Auswahl an klassischen Weihnachtsliedern durch Organist Noah Jüngel, endete eine Festtagsmesse die einem Chorkonzert in nichts nach stand. Vorsitzende Rita Rauch dankte im Namen des Kirchenchores den drei jungen Akteuren mit einem Geschenk für ihr besonderes Wirken und reichte auch jedem Choraktiven eine kleine Aufmerksamkeit. Gerne würde man in Ober-Mörlen im nächsten Jahr ein Remake dieser sehr musikalischen Weihnachtsmesse erleben. 

 

Die drei jungen Musiker stammen alle aus dem neuen Pastoralraum "heiliger Bardo - Wetterau nord", die Genannten sind aus Bad Nauheim, Rockenberg und Oppershofen und dort ebenfalls in Chören und Musikgruppen aktiv. Am 8. Februar findet unter Mitwirkung des großen Pastoralraumchores, in dem auch der Ober-Mörler Kirchenchor integriert ist, die Gründungsfeier des neuen Pastoralraumes in Bad Nauheim "St. Bonifatius" statt. Ein harmonischer Chorgesang unter der Leitung von Regionalkantorin Eva-Maria Anton erwartet die Gäste des Festgottesdienstes mit Dr. Peter Kohlgraf Bischof von Mainz.

 

Foto: Die Akteure auf der Empore mit dem Chor im Hintergrund, links Noah Jüngel, Mitte Emma Ulowetz, rechts Witold Tuszynski