Die Katholischen Pfarreien gehen weiteren Schritt auf „Pastoralem Weg“

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(c) A Haustein
Datum:
Sa. 1. Jan. 2022
Von:
A. Haustein

Die Katholischen Pfarreien gehen weiteren Schritt auf „Pastoralem Weg“

Die Dekanatsversammlung verabschiedete die Dokumentation der ersten Projektphase, die über zwei Jahre dauerte. Die Broschüre soll regionaler Leitfaden und pastorale Orientierungshilfe für die weiteren Entwicklungen des bis 2030 geplanten Prozesses sein. Über die neuen Pfarreizuschnitte stimmte die Dekanatsversammlung bereits im Frühjahr ab.

Für die Verwaltungseinteilung der derzeit über 30.000 katholischen Gläubigen im Dekanat Gießen gab es bereits im Frühjahr ein Votum. Dafür werden an Pfingsten 2022 Pastoralräume eingerichtet, die die Grundlage der neuen Pfarreien bilden. Zu diesen formalen Organisationsfragen gibt es nun auch eine 26-seitige Dokumentation. Diese formuliert Handlungsempfehlungen für die kommenden Jahre und enthält Erkenntnisse für eine wirksame Pastoral der Zukunft – damit die neuen Strukturen auch weiter mit Glauben und Leben gefüllt werden können.

„Hier im Dekanat Gießen haben sich viele beteiligt. Durch Mitdenken, durch Fragenstellen, durch Mitorganisieren und auch im Gebet“, so Dekan Hans-Joachim Wahl. „Dass die erste Phase in die COVID-19-Pandemie gefallen ist, hat gerade auf die Kommunikationsmöglichkeiten Auswirkungen gehabt. Aber eines wird sofort deutlich, wenn man die Dokumentation in die Hand nimmt: Die Christinnen und Christen in und um Gießen haben sich eingebracht und der katholische Glaube hier in der Region ist facettenreich und hat Potential.“

In der ersten Phase des „Pastoralen Weges“ ging es im Dekanat Gießen um die Wahrnehmung: Was brauchen die Menschen? Bekommen sie das, was sie brauchen? Und: Brauchen sie, was sie bekommen? Dazu wurden knapp 260 Personen per Online-Umfrage befragt, weitere 20 Personen in Interviews. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgte in Zusammenarbeit mit der Agentur „gut befragen“. Eine Bestandsaufnahme des kirchlichen Angebotes und eine Sozialraumbegehung schärften die Ergründung dieser Fragen.

Die Dekanatsversammlung hatte bereits mit Vorlauf beschlossen, erneut virtuell zu tagen. Daher wurde die Durchführung der Zusammenkunft nicht durch die steigenden Infektionszahlen beeinflusst. Die Mitglieder der Dekanatsversammlung votierten mit großer Mehrheit für das Dokument. Das Votum samt der Dokumentation sind im Anschluss an die Bistumsleitung verschickt worden und liegen dort nun zur Beratung vor.

An Ostern 2022 beginnt die zweite Phase des „Pastoralen Weges“ des Bistums: Dann werden durch Bischof Peter Kohlgraf die zukünftigen Pfarreien als Pastoralräume errichtet, die im Zeitraum 2023-2030 zu neuen Pfarreien fusionieren. Zudem wird die Struktur der Dekanate entfallen. Als regionale Zwischenebene wird es im Bistum vier „Regionen“ geben. Gießen wird wie die bisherigen Dekanate Alsfeld, Wetterau-Ost und Wetterau-West zur Region Oberhessen zusammengeschlossen.

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