Neujahrsgruß Hans-Joachim Wahl, Dekan

Zum neuen Jahr 2021 sende ich Ihnen einen herzlichen Gruß und alle guten Wünsche!

Hans-Joachim Wahl (c) H.J.Wahl
Hans-Joachim Wahl
Datum:
Mo. 4. Jan. 2021
Von:
Hans-Joachim Wahl

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen im Dekanat Gießen,

 

zum neuen Jahr 2021 sende ich Ihnen einen herzlichen Gruß und alle guten Wünsche!

Herzlich danke ich allen, die sich im vergangenen Jahr ehrenamtlich für ihre Pfarrgemeinden engagiert haben: in den Gremien und Gruppen genauso wie in stiller Nachbarschaftshilfe, in der Bereitschaft, für andere ansprechbar zu sein und nicht zuletzt auch all denen, die im Gebet das aufregende Geschehen in Kirche und Welt begleitet haben und noch begleiten. Es ist wichtig, wertschätzend darauf zu schauen, dass ein Leben in der Gemeinschaft der Kirche trotz aller Einschränkungen, Beschwernisse und Enttäuschungen sinnerfüllend sein kann. Wir sind als Gemeinschaft miteinander auf dem Weg, das gilt für alle Bereiche. Da haben wir Christen einen wichtigen Auftrag.

Was soll man in diesen Zeiten auch sonst konkret sagen? Der Pastorale Weg stellt uns alle vor neue Aufgaben. Wir sind aufgerufen, einen möglichen Weg für unser Dekanat zu finden. Das geht aber nur gemeinsam. Es kann und wird nicht von oben befohlen werden, und es ist auch nicht die Kopfgeburt einsamer Denker an ihrem Schreibtisch. Gerne ermutige ich Sie, diesen Prozess aufmerksam und kritisch zu begleiten. Da muss auch gesucht und gerungen werden – einfach ist das alles nicht.

Sehr hilfreich finde ich die Gedanken, die Papst Franziskus dem neuen Jahr in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag am 1. Januar mit auf den Weg gibt:  

„Es geht um eine Kultur der Achtsamkeit, um die heute oft vorherrschende Kultur der Gleichgültigkeit, des Wegwerfens und der Konfrontation auszumerzen.“

Oder – etwas weniger philosophisch - : Wegsehen, gedankenloses Wegwerfen und Rechthaberei bringen nichts und niemanden weiter. Papst Franziskus beschreibt einen Kompass der Achtsamkeit, der im Großen wie im Kleinen gilt:

„Der Kompass der sozialen Prinzipien, der zur Förderung der Kultur der Achtsamkeit notwendig ist, zeigt auch die Richtung für die Beziehungen zwischen den Nationen an, die von Geschwisterlichkeit, gegenseitigem Respekt, Solidarität und der Einhaltung des Völkerrechts inspiriert sein sollten“

Gerne mache ich mir den Wunsch von Papst Franziskus für das neue Jahr zu eigen: „Setzen wir uns jeden Tag konkret dafür ein, »eine Gemeinschaft zu bilden, die aus Geschwistern zusammengesetzt ist, die einander annehmen und füreinander sorgen«.“

Ihr Hans-Joachim Wahl, Dekan

 

Den Wortlaut der Botschaft zum diesjährigen Weltfriedenstag finden Sie hier:

Weltfriedenstag 2021: Die Kultur der Achtsamkeit als Weg zum Frieden | Franziskus (vatican.va)